Geiseln

Bericht: Indirekte Verhandlungen könnten weitergehen

In der Oranienburger Straße in Berlin-Mitte, keine 400 Meter von der Neuen Synagoge Berlin: »Bring Them Home Now« Foto: Marco Limberg

Israel, Katar und die USA haben sich offenbar für die Fortführung der feststeckenden indirekten Verhandlungen über eine Geiselfreilassung und Waffenruhe im Gazastreifen in der nächsten Woche ausgesprochen. Dies sei das Ergebnis von Gesprächen, die der CIA-Direktor William Burns, Mossad-Chef David Barnea und der katarische Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani in Paris führten, wie der gut informierte israelische Journalist Barak Ravid am Samstag unter Berufung auf einen israelischen Regierungsbeamten auf X berichtete. 

Die Terrororganisation Hamas soll die israelischen Geiseln freilassen.

Die indirekt geführten Verhandlungen, bei denen Ägypten, Katar und die USA vermitteln, waren im April in eine Sackgasse geraten. Im Wesentlichen geht es darum, dass die Terrororganisation Hamas die von ihr in den Gazastreifen verschleppten israelischen Zivilisten freilässt.

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Israel solle dafür eine große Zahl verurteilte palästinensischer Häftlinge aus seinen Gefängnissen entlassen. Weiter soll der jüdische Staat seinen Militäreinsatz im Gazastreifen einstellen – ob zeitlich befristet oder endgültig, ist einer der Streitpunkte der schwierigen Verhandlungen. 

Das israelische Kriegskabinett hatte am vergangenen Donnerstag den Spielraum des israelischen Verhandlerteams erweitert. Dies machte es offenbar möglich, dass die indirekten Gespräche zwischen Israel und der Hamas weitergehen können.

Auslöser des Gaza-Kriegs war das beispiellose Massaker mit mehr als 1200 Getöteten, das Terroristen der Hamas und anderer Gruppen am 7. Oktober vergangenen Jahres in Israel verübt hatten. Bei dem Überfall hatten die Terroristen mehr als 250 Menschen in den Gazastreifen verschleppt. Mehr als 100 waren bei einem früheren Austausch von Geiseln gegen verurteilte Palästinenser in israelischer Haft im November 2023 freigekommen. Mehr als 120 Geiseln befinden sich nach israelischer Zählung noch in der Gewalt der Terroristen. Dabei ist aber nicht klar, wie viele der Geiseln von ihnen schon tot sind. dpa

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