Raumfahrt

»Beresheet« schafft wichtiges Manöver

Nächster Halt: der Mond Foto: Flash90

Israels Raumsonde »Beresheet« hat auf dem Weg zum Mond ein entscheidendes Manöver gemeistert. Der kleinen Sonde sei der sogenannte Mondfang gelungen – der Übergang in den Anziehungsbereich des Mondes, teilte Israel Aerospace Industries (IAI) am Donnerstag mit. Bis zu der in einer Woche geplanten Landung kreist die Raumsonde jetzt um den Mond.

Landung Die Sonde solle die Entfernung zum Mond so immer weiter reduzieren, bis sie am Donnerstagabend, dem 11. April, vom optimalen Punkt aus eine Landung versucht. Die Mondlandung sei im Bereich des »Meers der Heiterkeit« geplant.

Die Sonde soll eine israelische Flagge auf dem Mond aufstellen und das Magnetfeld untersuchen.

Morris Kahn, Präsident der israelischen Nonprofit-Organisation SpaceIL, die hinter dem Projekt steht, sagte: »Der Mondfang allein ist schon ein historisches Ereignis.« In einer Woche werde Israel »Geschichte schreiben, indem wir auf dem Mond landen und uns drei Großmächten anschließen, die es bisher geschafft haben«.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Cape Canaveral Es ist das erste Mal, dass Israel eine Raumsonde zum Mond schickt. Die kleine Sonde hatte ihre sieben Wochen lange Reise zu dem Erdtrabanten am 22. Februar vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida begonnen.

Sie wurde von einer Falcon-9-Rakete des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Tesla-Chef Elon Musk befördert. Danach wurde sie von der Rakete abgekoppelt und in die Umlaufbahn der Erde gesetzt.

Israel will nach den Großmächten USA, Russland und China das vierte Land werden, das mit einem Raumschiff auf dem Mond landet. Die Sonde mit einem Gewicht von knapp 600 Kilo und eineinhalb Meter Höhe soll eine israelische Flagge auf dem Mond aufstellen und das Magnetfeld untersuchen.  dpa

Westjordanland

Schin-Bet-Chef streitet mit Rechtsradikalen

David Zini fordert von Ministerin Orit Strock eine klare Verurteilung jüdischer Siedlergewalt – und droht mit der Rückkehr zur Verwaltungshaft

von Sabine Brandes  06.10.2026

Jahrestag

Israel warnt vor Angriffen auf Juden am 7. Oktober

Am 7. Oktober jährt sich das Massaker von Hamas-Terroristen in Israel. Bei dem Überfall 2023 wurden rund 1.200 Menschen getötet. Israel warnt nun Israelis im Ausland und Juden weltweit vor Angriffen

 06.10.2026

Gedenken

»Berlin steht fest an Israels Seite«

Regierender Bürgermeister Kai Wegner besucht zum Jahrestag des 7. Oktobers den Geiselplatz in Tel Aviv und erhält die Medaille der Stadt

von Sabine Brandes  06.10.2026

Grausamer Plan

Der Professor, der Massenmörder werden wollte

Der Akademiker plante, Hunderte Araber zu töten und viele Unterstützer zu gewinnen. Die Bar-Ilan-Universität zeigt sich »zutiefst entsetzt«

von Sabine Brandes  06.10.2026

Gaza

Hamas: Sinwars »rechte Hand« überlebt israelischen Angriff

Bei einem israelischen Luftangriff in dem Palästinensergebiet sollen am Wochenende mehrere Menschen getötet worden sein. Israel zielte auf den ranghöchsten Hamas-Führer in dem Küstenstreifen ab – doch der hat wohl überlebt

 06.10.2026

Be’eri

»Ich musste ihre Geschichte erzählen«

Dafna Gerstner hat die Hamas-Massaker überlebt und wagt einen vorsichtigen Blick in die Zukunft

von Geneviève Hesse  06.10.2026

Geiseln

Überlebt

505 Tage war Omer Shem Tov in der Gewalt der Hamas in Gaza. Seine Schilderungen zeigen, wie leicht es sich all jene machen, die bei der Bewertung des Krieges die perfide Taktik der Terroristen ausblenden

von Sabine Brandes  06.10.2026

Interview

»Wir haben Angst, dass Shani und Carolin vergessen werden«

Sonja Bohl-Dencker und Ricarda Louk leben seit dem 7. Oktober mit einer unvorstellbaren Wunde – dem Tod ihrer Töchter, die von Hamas-Terroristen ermordet wurden

von Sophie Albers Ben Chamo  06.10.2026

7. Oktober

»Ich hatte keine Ahnung, wie sehr wir gehasst wurden«

Unsere Autorin ist an der Grenze zu Gaza aufgewachsen und lebt heute in Berlin. Hier beschreibt sie, wie das Hamas-Massaker ihr Leben verändert hat – und was es mit ihr macht, dass sie und ihr Land plötzlich weltweit als genozidal verleumdet werden

von Adi Kaslasy-Way  06.10.2026