Medien

BBC entschuldigt sich

Das Fernsehzentrum der BBC in London Foto: dpa

Die BBC hat sich für eine Überschrift entschuldigt, in der die drei palästinensischen Attentäter des Anschlags vom Freitag in Jerusalem als Opfer bezeichnet wurden. In einem ersten Bericht über die tödliche Messerattacke auf die israelische Grenzpolizistin Hadas Malka (23) in der Jerusalemer Altstadt hatten Mitarbeiter der BBC getextet: »Drei Palästinenser nach tödlichem Messerangriff in Jerusalem umgebracht«. Hadas Malka starb an ihren Verletzungen, die Attentäter wurden von der Polizei erschossen.

Statement Die BBC räumte am Sonntag ein, dass sich die Überschrift mehr auf die Angreifer als auf das Opfer konzentriert habe. »Wir räumen ein, dass unsere ursprüngliche Headline den Charakter der Vorfälle nicht angemessen wiedergegeben hat, und haben sie daher geändert«, hieß es in einem Statement der BBC, das von der »Times of Israel« zitiert wurde. »Wir haben nicht beabsichtigt, unser Publikum in die Irre zu führen, und bedauern, wenn wir Ärger verursacht haben.«

In der korrigierten Überschrift hieß es: »Israelische Polizistin in Jerusalem erstochen«. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte laut Medienberichten zuvor den Generaldirektor des israelischen Außenministeriums, Yuval Rotem, angewiesen, bei der BBC gegen die Überschrift zu protestieren. ag

TV-Tipp

Der Elvis der Violine

Ivri Gitlis ist ein Phantom. Er bespielte mit seiner Geige die großen Bühnen und musizierte mit den Stars der Musikbranche. Seinen Namen kennen heute aber nur die wenigsten. Eine Arte-Doku begibt sich auf Spurensuche

von Manfred Riepe  19.04.2026

Gesellschaft

IDF: Drei Wochen Gefängnis fürs Grillen

In der Armee mehren sich Strafen wegen des Nichteinhaltens »religiöser Disziplin«. In der Bevölkerung sorgt dies für Empörung über Ungleichbehandlung

von Sabine Brandes  19.04.2026

Eurovision Song Contest

Mehr als 1000 Prominente verteidigen Israels ESC-Teilnahme

Helen Mirren, Amy Schumer und Co: Internationale Persönlichkeiten unterzeichnen einen offenen Brief

von Sabine Brandes  19.04.2026

Eurovision Song Contest

»Der Künstler aus Israel kann per se natürlich nichts dafür, dass er aus Israel kommt, aber …«

Der deutsche Sänger und frühere ESC-Teilnehmer Michael Schulte ruft Israel zum freiwilligen Verzicht auf seine Teilnahme am Eurovision Song Contest auf

 19.04.2026

Nahost

»Der Iran ist sehr geschwächt«

Wie Experten die Entwicklung und Folgen des Krieges derzeit einschätzen

von Sabine Brandes  19.04.2026

Iran

Iran macht Öffnung der Straße von Hormus rückgängig

Keine 24 Stunden nach der Zusage des Iran, die Straße von Hormus zu öffnen, wurde sie wieder zurückgenommen.

 19.04.2026

Kommentar

Hätte er doch einfach geschwiegen

Michael Schulte ist der erfolgreichste deutsche Teilnehmer des ESC der letzten Jahre. Und Schulte ist ein geschichtsbewusster Künstler. Umso befremdlicher sind seine Einlassungen zu Israel

von Daniel Killy  18.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Wir Juden sollten uns nicht verstecken. Wir sollten offen, laut und stolz sein - auch und insbesondere auf den jüdischen Staat

von Daniel Neumann  17.04.2026

Medien

Ex-»Welt«-Chefredakteur Burgard bei Springer künftig für Nahost zuständig

Burgard folgt auf Constantin Schreiber, der ab dem 1. Mai von Deutschland aus arbeitet

 17.04.2026