Medien

BBC entschuldigt sich

Das Fernsehzentrum der BBC in London Foto: dpa

Die BBC hat sich für eine Überschrift entschuldigt, in der die drei palästinensischen Attentäter des Anschlags vom Freitag in Jerusalem als Opfer bezeichnet wurden. In einem ersten Bericht über die tödliche Messerattacke auf die israelische Grenzpolizistin Hadas Malka (23) in der Jerusalemer Altstadt hatten Mitarbeiter der BBC getextet: »Drei Palästinenser nach tödlichem Messerangriff in Jerusalem umgebracht«. Hadas Malka starb an ihren Verletzungen, die Attentäter wurden von der Polizei erschossen.

Statement Die BBC räumte am Sonntag ein, dass sich die Überschrift mehr auf die Angreifer als auf das Opfer konzentriert habe. »Wir räumen ein, dass unsere ursprüngliche Headline den Charakter der Vorfälle nicht angemessen wiedergegeben hat, und haben sie daher geändert«, hieß es in einem Statement der BBC, das von der »Times of Israel« zitiert wurde. »Wir haben nicht beabsichtigt, unser Publikum in die Irre zu führen, und bedauern, wenn wir Ärger verursacht haben.«

In der korrigierten Überschrift hieß es: »Israelische Polizistin in Jerusalem erstochen«. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte laut Medienberichten zuvor den Generaldirektor des israelischen Außenministeriums, Yuval Rotem, angewiesen, bei der BBC gegen die Überschrift zu protestieren. ag

Meinung

Liebe Iraner, wir fühlen mit euch!

Als Israelin wünscht sich unsere Autorin nichts mehr, als dass das brutale Regime in Teheran bald fällt. Ein offener Brief an die mutigen Menschen im Iran

von Sabine Brandes  21.01.2026

Tel Aviv

Trump-Satz zu Ran Gvili sorgt für Hoffnung und Empörung

Ran Gvilis Mutter Talik sagt, es müsse endlich gehandelt werden. »Lasst uns das beenden und ihn nach Hause bringen«, fordert sie

 21.01.2026

Jerusalem

Zwei tote Babys und ein Riss in der israelischen Gesellschaft

Der Oberste Gerichtshof stoppt die Obduktionen der ultraorthodoxen Säuglinge nach gewalttätigen Protesten

von Sabine Brandes  21.01.2026

Entscheidung

Noam Bettan startet beim ESC für Israel

Mehrere Länder boykottieren wegen Israels Teilnahme den Eurovision Song Contest 2026. Jetzt wurde entschieden, wer für das Land in diesem Jahr bei dem Musikwettbewerb an den Start geht

von Cindy Riechau  21.01.2026

Meinung

Friedensrat für Gaza oder Kriegsrat gegen Israel?

In Zukunft sollen ausgerechnet die Hamas-Unterstützerstaaten Katar und die Türkei im Friedensrat über den Gazastreifen mitbestimmen dürfen. Für Israel sollte das eine Warnung sein, sich unabhängiger von den USA zu machen

von Daniel Neumann  21.01.2026

Jerusalem

Opposition könnte gemeinsam gegen Netanjahu antreten

Der frühere Generalstabschef Gadi Eisenkot bringt eine gemeinsame Liste mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten Naftali Bennett und Oppositionsführer Yair Lapid ins Spiel

 21.01.2026

Jerusalem

Netanjahu nimmt Trumps Einladung zum »Friedensrat« an

Israels Premier hatte sich über die personelle Besetzung eines Aufsichtsgremiums für den Gazastreifen durch das Weiße Haus geärgert. Doch die Einladung zum »Friedensrat« schlägt er nicht ab

 21.01.2026

Knesset

Netanjahu schließt türkische und katarische Truppen in Gaza aus

Der Ministerpräsident räumt ein, es habe mit Washington »eine gewisse Auseinandersetzung« über Gaza gegeben. Die Opposition wirft ihm Versagen vor

 20.01.2026

Jerusalem

Zwei Säuglinge sterben in illegaler ultraorthodoxer Krippe

Erschütternde Zustände in der überfüllten Einrichtung in dem ultraorthodoxen Stadtteil Romema kommen ans Licht

von Sabine Brandes  20.01.2026