Medien

BBC entschuldigt sich

Das Fernsehzentrum der BBC in London Foto: dpa

Die BBC hat sich für eine Überschrift entschuldigt, in der die drei palästinensischen Attentäter des Anschlags vom Freitag in Jerusalem als Opfer bezeichnet wurden. In einem ersten Bericht über die tödliche Messerattacke auf die israelische Grenzpolizistin Hadas Malka (23) in der Jerusalemer Altstadt hatten Mitarbeiter der BBC getextet: »Drei Palästinenser nach tödlichem Messerangriff in Jerusalem umgebracht«. Hadas Malka starb an ihren Verletzungen, die Attentäter wurden von der Polizei erschossen.

Statement Die BBC räumte am Sonntag ein, dass sich die Überschrift mehr auf die Angreifer als auf das Opfer konzentriert habe. »Wir räumen ein, dass unsere ursprüngliche Headline den Charakter der Vorfälle nicht angemessen wiedergegeben hat, und haben sie daher geändert«, hieß es in einem Statement der BBC, das von der »Times of Israel« zitiert wurde. »Wir haben nicht beabsichtigt, unser Publikum in die Irre zu führen, und bedauern, wenn wir Ärger verursacht haben.«

In der korrigierten Überschrift hieß es: »Israelische Polizistin in Jerusalem erstochen«. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte laut Medienberichten zuvor den Generaldirektor des israelischen Außenministeriums, Yuval Rotem, angewiesen, bei der BBC gegen die Überschrift zu protestieren. ag

Hintergrund

Israel über Guterres: »Sind mit diesem Generalsekretär fertig«

Die Beziehungen zwischen Israel und dem bald aus dem Amt scheidenden UN-Generalsekretär António Guterres sind auf einem neuerlichen Tiefpunkt. Dabei hatte alles ganz anders begonnen

von Michael Thaidigsmann  29.05.2026

Tourismusbranche

Trotz anhaltender Konflikte: Israel wirbt wieder verstärkt um Touristen

Eine Werbeoffensive in Nordamerika soll ausländische Urlauber zurückholen

 29.05.2026

Spendensammlung

Nova-Massaker: Gedenkstätte bei Re’im bittet um Spenden für Fertigstellung

Täglich kommen Tausende Menschen zu der provisorischen Anlage nahe der Gaza-Grenze. Der Gedenkort für 378 von Terroristen ermordete Menschen soll nun ausgebaut werden

 29.05.2026

Jordantal

Netanjahu: Israel wird 70 Prozent des Gazastreifens kontrollieren

Auch bestätigt der Ministerpräsident erstmals öffentlich, israelische Bodentruppen hätten während der jüngsten Operationen im Südlibanon den Litani-Fluss überschritten

 29.05.2026

Meinung

Kein Boykott – nur Abscheu

Die irische Schriftstellerin Sally Rooney möchte ihren neuesten Roman doch auf Hebräisch übersetzen lassen. Zuvor sortiert sie aber Israelis aus - und das Mitgefühl gleich mit

von Sabine Brandes  29.05.2026

Gesellschaft

Charedische Wehrdienstverweigerer erstmals festgenommen

Ultraorthodoxe Regierungspolitiker rufen zum Boykott der Polizei auf, nachdem die Behörden härter gegen Wehrdienstverweigerer vorgehen

von Sabine Brandes  28.05.2026

Ungelöster Fall

Wo ist die kleine Haymanut?

Mehr als zwei Jahre nach dem Verschwinden des Mädchens schaltet sich der Schin Bet ein – begleitet von wachsendem Druck auf Polizei und Regierung.

von Sabine Brandes  28.05.2026

New York/Jerusalem

Israel kritisiert Aufnahme in UN-Bericht zu sexueller Gewalt

Der israelische UN-Botschafter Danny Danon sagt, der Eintrag stelle »einen moralischer Skandal und einen vollständigen Zusammenbruch jeglicher Glaubwürdigkeit der Vereinten Nationen« dar

 28.05.2026

Wissenschaft

Israelische Forscher stoppen Alterungsprozess

Wissenschaftlern der Bar-Ilan-Universität gelingt es, zentrale Alterungsprozesse in Mäuselebern rückgängig zu machen. Ziel der Forschung ist es, gesundes Altern zu fördern

 28.05.2026