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Auftritt, Anschlag, Drusen

Israels derzeitige ESC-Favoritin Valerie Hamaty Foto: copyright (c) Flash90 2018

Auftritt
In der TV-Show Rising Star läuft die Suche nach dem nächsten Künstler, der Israel beim kommenden Eurovision Song Contest (ESC) in Basel vertreten wird. Bisherige Favoritin ist Valerie Hamaty. Das Beeindruckende an der 25-Jährigen ist neben ihrem Talent die Tatsache, dass Hamaty israelisch-arabische Christin ist, was online auf jüdischer und arabischer Seite auch für Ablehnung sorgt. Doch die Unterstützung überwiege, zitiert die »Jewish Telegraphic Agency« Hamatys Vater. Der bisher emotionalste Auftritt war ihre Version von »Hurricane«, Israels Vorjahres-ESC-Song, den sie im Duett mit Daniel Wais sang, einem Überlebenden des 7. Oktober, dessen Vater bei den Massakern im Kibbuz Beʼeri und dessen Mutter als Geisel in Gaza ermordet wurde.

Anschlag
Bei einem palästinensischen Terroranschlag im Westjordanland sind am Montag drei Menschen getötet und acht verletzt worden. Im arabischen Dorf Al-Funduq nahe der jüdischen Siedlung Kedumim wurden ein Bus und mehrere Pkws beschossen. Dabei wurden zwei Frauen in ihren 60ern und ein etwa 40 Jahre alter Mann getötet. Der Busfahrer erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Ermittler gehen von zwei Terroristen aus, die am Straßenrand geparkt hätten, bevor sie ausstiegen und das Feuer auf den vorbeifahrenden Bus und die Pkws eröffnet hätten. Anschließend seien sie geflüchtet. Eine Großfahndung wurde eingeleitet. Die Verletzten seien in ernstem bis mittelschwerem Zustand, so der Rettungsdienst Magen David Adom. Da das Gebiet eines der wenigen im Westjordanland ohne Umgehungsstraße ist, müssen jüdische Siedler durch das arabische Dorf fahren.

Drusen
Die drusische Minderheit Israels lebt hauptsächlich in Galiläa und auf dem Golan. Die Gemeinden unterscheiden sich in ihrer Loyalität zu Israel fundamental. Während die Drusen in Galiläa fast alle die israelische Staatsangehörigkeit besitzen und ihren Pflichtdienst in der Armee absolvieren, sind die Drusen nahe der syrischen Grenze oft zwiegespalten, denn viele haben Angehörige jenseits der Grenze. Doch vor dem Hintergrund der Kriege in Gaza und im Libanon, dem Sturz des Diktators Baschar al-Assad und dem Tod von zwölf drusischen Kindern in Majdal Shams durch eine Rakete der Hisbollah wächst die Zahl jener, die einen israelischen Pass beantragen. Jüngste Daten der Bevölkerungs- und Einwanderungsbehörde zeigen, dass mittlerweile mehr als 20 Prozent der drusischen Minderheit auf dem Golan Israelis sind, mehr als doppelt so viele wie zur Jahrtausendwende.

Solar
Ein Wohnhaus in Tel Aviv hat als Erstes im Land einen Vertrag für eine Solarstrom-Speicherbatterie unterzeichnet, die es ermöglicht, sich vom Netz zu trennen und bei Stromausfällen die Stromversorgung in Gemeinschaftsbereichen autark aufrechtzuerhalten. Das Projekt »Sonnenschein für alle« ist eine Kooperation des israelischen Energieforums, des Jüdischen Nationalfonds KKL-JNF und des Energieministeriums. Bislang gibt es lediglich 15 Wohnhäuser in Israel, die an einem Programm teilnehmen, bei dem Solarmodule erneuerbare Energie erzeugen, die an das nationale Stromnetz verkauft wird.

Vorsicht
Israels oberste Militäranwältin hat laut Medienberichten in einem Brief erklärt, die Armee unterschätze bei Angriffen gegen palästinensische Terrorgruppen im Gazastreifen teilweise die Zahl von Zivilisten in bestimmten Gebieten. Es sei mehr Vorsicht notwendig, um sicherzustellen, dass keine Unbeteiligten ums Leben kommen, schrieb Generalmajor Jifat Tomer-Jeruschalmi nach Angaben des Armeesenders in einem scharf formulierten Brief an den zuständigen Kommandeur Jaron Finkelman. Generalstabschef Herzi Halevi habe wegen des Schreibens eine unabhängige Untersuchung angeordnet, heißt es.

Rückkehr
Das Finanzministerium hat am Sonntag einen Entschädigungsplan in Höhe von 3,4 Milliarden Schekel (knapp 900 Millionen Euro) vorgestellt, um Anfang März Tausenden von evakuierten Bewohnern der zerstörten Gemeinden im Norden nach mehr als einem Jahr des Kampfes mit der Hisbollah die Rückkehr in ihre Heimat zu ermöglichen. »Die Bewohner des Nordens kehren in eine andere Sicherheitsrealität zurück, und wir werden dafür sorgen, dass die Ruhe über Jahre hinweg andauert«, so Finanzminister Bezalel Smotrich von der ultranationalistischen Partei Religiöser Zionismus. Die Ankündigung des Rückkehrplans folgt nach langen Verzögerungen und zahlreichen Beschwerden von Bewohnern des Nordens, die seit mehr als einem Jahr Binnenflüchtlinge sind.

Westjordanland

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Geiseln

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