Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Tel Aviv: Gedenken an Yitzhak Rabin Foto: Flash 90

Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Aufgewertet, aufgenommen, aufgelesen

von Sabine Brandes  30.10.2012 07:46 Uhr

Aufgewertet
Von wegen öde Wüste. Die Negev hat es auf Platz zwei der sehenswertesten Regionen für 2013 des Reisebuchverlages Lonely Planet geschafft. Auf der Website des Verlags wird der südliche Teil Israels über den grünen Klee gelobt: »Jahrzehntelang wurde die Negevwüste als reines Ödland angesehen. Heute aber ist es ein riesiges Gewächshaus der Entwicklungen. Stellt euch Öko-Dörfer vor, Spa-Resorts und sogar Weinkellereien.« In den kommenden Jahren wird die Gegend mit Timna ihren eigenen Flughafen bekommen, die Schnellstrecke von Tel Aviv nach Eilat wird gebaut, und zudem werden immer mehr Hotels entstehen – die Gäste können also kommen. Das sandige Terrain nimmt 60 Prozent der Fläche Israels ein.

Aufgestockt
Zum ersten Mal überhaupt wird die Rettungsorganisation ZAKA, die während der zweiten Intifada gegründet wurde, staatliche Gelder erhalten. Das Kabinett entschied Anfang der Woche, dass es zukünftig Mittel für die Opferhilfe der Organisation sowie die Rekrutierung von ehrenamtlichen Mitarbeitern geben wird. Die Männer von ZAKA sind bekannt dafür, stets als Erste an Unglücksorten zu sein. Sie scheuen sich auch nicht vor grauenvollen Arbeiten wie dem Einsammeln von Körperteilen nach einem Terroranschlag, um den Opfern eine angemessene jüdische Bestattung zu ermöglichen. ZAKA hat etwa 1500 Mitglieder.

Aufgenommen
Der einstige Mossadchef Meir Dagan ist nach seiner Lebertransplantation wieder in Israel. In der vergangenen Woche war er in Weißrussland operiert worden und befindet sich nun in einem Krankenhaus im Zentrum des Landes. Sein Zustand sei stabil. In seiner Heimat hätte der prominente Patient kein Spenderorgan erhalten können, da lediglich Menschen bis 65 auf die Warteliste gesetzt werden. Dagan hat diese Grenze um zwei Jahre überschritten. Daher hatte seine Krankenversicherung der Operation in Russland zugestimmt. Jedoch wird es zusehends schwieriger für Israelis, im Ausland ein Organ zu erhalten, weil die Versicherungen lediglich Institutionen akzeptieren, die international als »nicht in Organhandel involviert« anerkannt sind.

Aufgerufen
Auch 17 Jahre nach seiner Ermordung gehen die Menschen noch für ihn auf die Straße. 15.000 versammelten sich am Sonntag in Tel Aviv, um des einstigen Premierministers Yitzhak Rabin zu gedenken. Auf vielen Plakaten war der Slogan zu lesen: »Wir erinnern uns an den Mord – und kämpfen für die Demokratie«. Staatspräsident Schimon Peres sagte über seinen Weggefährten, dass mit jedem Jahr, das vergeht, die Erinnerung an Rabin stärker werde. »Sein Vermächtnis ist es, das für Generationen einen starken jüdischen und demokratischen Staat garantiert, der in Frieden mit seinen Nachbarn lebt.« Rabin war am 4. November 1995 auf dem jetzt nach ihm benannten Platz in Tel Aviv von einem jüdischen Terroristen erschossen worden.

Aufgelesen
Es ist ein kleiner Markt, doch er wächst stetig. Israelische Datteln können heute auf allen Kontinenten gekauft werden. Grund ist die schmackhafte Medjool-Frucht. Ursprünglich stammt sie aus Marokko, anschließend gelangte sie über Kalifornien ins Heilige Land. Heute hängt sie an mehr als 60 Prozent der heimischen Palmen. Auch für den Export ist sie hervorragend geeignet, wie Hadekalim, die Dattelanbauer-Kooperative des Landes, bestätigt. Israel hält um die 35 Prozent des weltweiten Dattelmarktes. Die Medjool ist die Königin unter den braunen Früchten. Sie bringt ihren Anbauern einen zehnmal so hohen Preis wie gewöhnliche Datteln.

Aufgeschlagen
Sie wollen etwas über Sicherheit lernen. Jürgen Stock, Vize-Präsident des Bundeskriminalamts, und Gerd Neubeck, Sicherheitschef der Deutschen Bahn, werden im November die Konferenz zum »Heimatschutz« in Tel Aviv besuchen. Sicherheitsminister, Polizeichefs und andere, die mit Schutz betraut sind, werden aus allen Ecken der Erde anreisen. Vier Themen stehen auf der Agenda: Cybersicherheit, »Smarte Städte«, der Schutz kritischer Infrastruktur und Krisenmanagement. Die Bedrohung durch die wachsende Zahl von Terroranschlägen in der ganzen Welt bringt das Thema Sicherheit überall auf die Tagesordnung. Und etwas darüber lernen kann man am besten in Israel.

Gazastreifen

Krankenhaus in Khan Younis weist Vorwürfe von »Ärzte ohne Grenzen« zurück

Die Organisation berichtet von bewaffneten Männern im Nasser-Krankenhaus – die Klinik widerspricht

 16.02.2026 Aktualisiert

Bericht

Emojis sollen Startsignal für Hamas-Massaker gewesen sein

Geheime Emoji-Codes lösten tödliche Angriffe aus: Wie Hamas-Terroristen am Vorabend des 7. Oktober 2023 über simple Symbole zum Überfall auf Israel mobilisiert wurden

 16.02.2026

Entwicklung

Jerusalem soll erstmalig seit 1967 über grüne Linie wachsen

Die jüngsten Siedlungspläne der Regierungskoalition sorgen für Kritik im In- und Ausland

von Sabine Brandes  16.02.2026

Gaza

Israelische Armee: Hamas nutzte Nasser-Krankenhaus als Kommandozentrale

Die jüngsten Entwicklungen seien ein weiterer Beleg für die Notwendigkeit, die Hamas zu entwaffnen, betonen die Streitkräfte

 16.02.2026

Jerusalem

Gerald Steinberg: Kampagne mit »Genozid«-Vorwurf gegen Israel seit Jahren vorbereitet

Der Leiter des »NGO Monitor« sagt, viele NGOs betrieben eine systematische Dämonisierung Israels, verstärkten gegenseitig ihre Narrative und prägten damit die internationale öffentliche Meinung

 16.02.2026

Infrastruktur

Israel bekommt zwei neue internationale Flughäfen

Standort des ersten Airports soll das Gebiet Ziklag im Negev sein, während der zweite bei Ramat David entstehen wird

 16.02.2026

Jerusalem

Medien: »verdächtiger Umschlag« in Netanjahus Büro gefunden

Ein Umschlag im Büro des israelischen Regierungschefs sorgt für Aufregung. Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass Mitarbeiter dort einen verdächtigen Fund machen

 16.02.2026

Israel

Kartellbehörde verhängt Millionenstrafe gegen Coca-Cola

Die Central Bottling Company, die die Limonade in Israel herstellt, soll mehrfach gegen das Lebensmittelgesetz verstoßen haben

 16.02.2026

Israel

Sderot geht mit Drohnen gegen Hundekot vor

Die Geräte sollen Verstöße in Echtzeit erkennen. Wer den Kot nicht wegräumt, muss bis zu 130 Euro zahlen

 16.02.2026