Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Expandiert: Ahava-Creme Foto: Thinkstock

Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Abgesessen, abbekommen, abgeschickt

von Sabine Brandes  23.10.2012 08:05 Uhr

Abgesessen
Es könnte das Rennen der Skandalpolitiker werden. Nachdem der wegen Korruption verurteilte Ehud Olmert darüber nachdenkt, bei den vorgezogenen Parlamentswahlen anzutreten, ist auch Arieh Deri wieder dabei. Der Ex-Schas-Vorsitzende war 1999 wegen Bestechlichkeit zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden, die er bereits abgesessen hat. Trotz großer Kritik wurde er nun wieder in die ultraorthodoxe Sefardenpartei aufgenommen. Den jetzigen Innenminister Eli Yishai dürfte das weniger freuen, war Deri doch stets sein größter Konkurrent. Laut einem Beschluss des geistlichen Oberhaupts, Rabbi Ovadia Josef, jedoch sollen die beiden plus Bauminister Ariel Atias sämtliche Parteigeschicke bis zur Wahl als Triumvirat leiten.

Abbekommen
Bislang war sie ohne Namen. Doch jetzt hat sie einen besonders schönen abbekommen. Eine Straße in dem arabischen Viertel Beit Hanina in Jerusalem ist vor einigen Tagen nach Umm Kulthum benannt worden. Die legendäre ägyptische Sängerin (1898–1975) ist auch in Israel bekannt und beliebt. Bürgermeister Nir Barkat persönlich weihte den Weg ein. Viele Straßen in Gegenden wie Abu Tor, Schuafat oder Issawija sind seit Jahrzehnten unbenannt. Der Plan der Stadtverwaltung ist es, noch in diesem Jahr an 145 Straßen Schilder mit Bezeichnungen aufzustellen.

Abgelegt
Er hat ihn endgültig an den Nagel gehängt. Der herausragende Judoka Arik Zeevi hat den schwarzen Gürtel für immer abgelegt. Am vergangenen Donnerstag beendete der 35-jährige Israeli seine Sportkarriere. Er ist einer der erfolgreichsten Athleten des Landes. 2001 holte er die Silbermedaille bei den Weltmeisterschaften, drei Jahre darauf Bronze bei den Olympischen Spielen. Viermal wurde er zudem Europameister im Judo. Als Gründe für seinen Rücktritt vom aktiven Sport nannte Zeevi sein fortgeschrittenes Alter und den Wunsch, mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen.

Abgekauft
Erfolgreiches vom Toten Meer: Die Marke für gesunde Kosmetik weitet ihre internationale Tätigkeit aus. Ahava Dead Sea Laboratories wird es ab sofort auf weiteren sieben Märkten geben. Menschen in Polen, Italien, Korea, Griechenland, Dänemark, Kambodscha und der Schweiz dürfen sich über die hochwertigen Produkte mit den Mineralien freuen. Bislang war Ahava bereits in 35 Ländern vertreten, meist durch Franchising, in Berlin und Budapest sogar mit eigenen Läden. Firmenpräsident Yakov Ellis zeigte sich ob der neuesten Entwicklung erfreut und erklärte, dass die meisten der neuen Märkte durch Apotheken oder Drogerieketten abgedeckt werden.

Abgestraft
Vom Täter zum Opfer? Der ehemalige Staatspräsident Mosche Katzav beklagt sich über Schikanen durch Mithäftlinge. Das frühere Staatsoberhaupt werde beschimpft, beleidigt und bedroht, schrieb die Zeitung Yedioth Ahronoth. Der 66-Jährige wurde wegen Vergewaltigung und sexueller Belästigung verurteilt und sitzt seit vergangenem Dezember im Gefängnis Maasijahu in der Nähe von Tel Aviv eine siebenjährige Haftstrafe ab. Nun hat sich Katzavs Ehefrau Gila mit einem Gnadengesuch an den jetzigen Staatspräsidenten Schimon Peres gewandt. Das Justizministerium werde den Antrag prüfen, heißt es.

Abgeschickt
Angeblich handelt es sich um eine Fälschung. Geht es nach der Muslimbruderschaft, so ist der Brief des ägyptischen Präsidenten Mohammed Morsi an seinen israelischen Amtskollegen nicht authentisch. In dem Schreiben hatte das Oberhaupt des Landes am Nil im Juli Schimon Peres als »großartigen und guten Freund« bezeichnet. Außerdem hatte Morsi den Wunsch nach einer Fortführung und Stärkung der freundlichen Beziehung geäußert, »die glücklicherweise zwischen unseren Staaten besteht«. Peres hatte zuvor Wünsche zum Ramadan geschickt. Dass der Brief aus Ägypten echt ist, bestätigte jetzt der präsidiale Pressesprecher Yassir Ali in Kairo. Allerdings wird Morsis freundliches Sentiment nach dem Wochenende wieder einmal infrage gestellt. Er wurde dabei beobachtet, wie er in einer Moschee nach antisemitischen Tiraden des Vorbeters »Amen« sagte.

Modschtaba Chamenei

Wo ist der neue Ayatollah?

Der »Oberste Führer« des Iran ist seit seiner Wahl nicht öffentlich aufgetreten. Ist er noch am Leben?

von Sabine Brandes  07.04.2026

Teheran

Landesweite Angriffe auf Verkehrsinfrastruktur im Iran

Mehrere Autobahnen und Eisenbahnbrücken wurden angegriffen. Israels Premierminister Netanjahu bestätigt die Angriffe und sagt, dass die Ziele von den Revolutionsgarden genutzt würden

 07.04.2026 Aktualisiert

Teheran

Iran meldet Angriff auf Eisenbahnbrücke

Israels Militär droht mit Angriffen auf das iranische Schienennetz. Nur wenige Stunden später meldet der Iran die Bombardierung einer Eisenbahnbrücke

 07.04.2026

Haifa

Vier Opfer eines iranischen Angriffs als Mitglieder einer Familie identifiziert

Die Eheleute Wladimir Gershovitz und Lena Ostrovsky Gershovitz, deren Sohn Dimitri sowie dessen Frau Lucille-Jane sind am Sonntag bei einem Raketeneinschlag in Haifa getötet worden. Die Anteilnahme im Land ist groß

 07.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  07.04.2026

Iran-Krieg

Medien: USA greifen Dutzende Ziele auf Ölinsel Charg an

Bereits Mitte März hat das US-Militär die Insel Charg im Persischen Golf bombardiert. Nun berichten US-Medien über neue Angriffe

 07.04.2026 Aktualisiert

Türkei

Schüsse vor Israels Konsulat in Istanbul – Ein Angreifer tot

Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul sind Schüsse gefallen. Einer von drei Angreifern wird nach offiziellen Angaben getötet. Was steckt dahinter?

 07.04.2026 Aktualisiert

Teheran

Bericht: Synagoge in Teheran bei israelischem Angriff beschädigt

Ein Luftangriff hat laut iranischen Angaben eine Synagoge in Teheran schwer beschädigt. Was bisher bekannt ist

 07.04.2026

Jerusalem

Nach Rassismus-Skandal: Netanjahu entlässt seinen Kabinettschef

Zvi Agmon soll sephardische Abgeordnete rassistisch beleidigt haben. Seinen Posten als Kabinettschef muss er nun räumen

 07.04.2026