Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Gleich bei Instagram: Selfie am Toten Meer Foto: Flash 90

Posten
Es geht das Gerücht, die Politikerin Zipi Livni könne einen Posten bei den Vereinten Nationen erhalten. Zwar ließ ihr Büro wissen, offiziell gebe es noch kein Angebot, doch die Spatzen pfeifen es von den Dächern, dass sie stellvertretende Generalsekretärin werden soll. Würde sich das bewahrheiten, wäre es die erste israelische Besetzung für diesen Posten. Die Hatnua-Vorsitzende und einstige Außenministerin ist keine Unbekannte auf internationalen Konferenzen. Sie war in der ehemaligen Regierung Chefunterhändlerin für die Gespräche mit den Palästinensern. Dieses Angebot werde offenbar auch in die Waagschale geworfen, um den ehemaligen palästinensischen Premier Salam Fayyad wieder als Leiter der UN-Mission in Libyen einzusetzen. Dazu hatten die USA ihr Veto eingelegt. Der israelische Präsident Reuven Rivlin äußerte sich bereits zu den Spekulationen: »Es ist wahr, dass Livni und ich jahrelang Rivalen waren. Doch ich habe niemals ihre Fähigkeiten angezweifelt. Besonders im Hinblick darauf, dass wir das Bedürfnis haben, die UN für Israels Herausforderungen zu sensibilisieren, könnte Livnis Berufung ein Segen für unser Land sein.«

Zahlen
Der Tourismus ist klar im Aufwind. Im Januar stiegen die Zahlen im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres für ankommende Reisende aus dem Ausland um 27 Prozent. »In den vergangenen Monaten hat Israel Rekordzahlen beim ankommenden Tourismus verzeichnet«, verkündete Tourismusminister Yariv Levin auf der internationalen Reisemesse, die kürzlich in Tel Aviv stattfand. »Dies ist kein Zufall, sondern Politik.« Die verschiedenen Marketing-Aktionen zeigten ihre Wirkung und werden es auch in Zukunft tun, ist sich Levin sicher. Zum ersten Mal war auch wieder die Türkei auf der Messe vertreten. Ihr Tourismusminister Navi Avci erklärte, dass man die Israelis vermisse und in der nächsten Zeit gern die Zahlen der Reisenden in das Land am Bosporus verdoppeln möchte.

Erledigungen
Bankbesuche, Steuererklärungen oder Führerschein-Erneuerung – das bürokratische Leben geht auch für jene junge Menschen weiter, die in der Armee sind. Meist helfen die Eltern dabei aus. Doch für die rund 1600 »Lone Soldiers«, die ohne Familie nach Israel gekommen sind, um freiwillig in der Armee zu dienen, sind ihre Angehörigen weit entfernt. Dafür will die Organisation Nefesh B’Nefesh einspringen und gemeinsam mit den jungen Soldaten die Hürden überwinden. Am »Tag der Erledigungen« wird ihnen regelmäßig von Freiwilligen geholfen, die für sie den lästigen Papierkram übernehmen.

Speisen
Im Sommer wird Jerusalem um einige Gourmettempel reicher – und zwar solche auf vier Rädern. Die Food-Trucks kommen auf die Straßen. Unter dem Namen »Auto-Chef« wird eine Flotte von fünf bis sieben Lieferwagen verschiedene kulinarische Köstlichkeiten anbieten. Zum ersten Mal war diese Idee 2013 in Jerusalem eingeführt worden, und sie wurde von den Städtern frenetisch bejubelt. Doch das Gesundheitsministerium hatte bislang Einwände. Jetzt aber sollen lokale Chefköche und Restaurants auf diese Weise Neues ausprobieren können, ohne sofort in ein neues Restaurant zu investieren. Bürgermeister Nir Barkat freut sich: »Die kulinarische Szene in Jerusalem ist weltweit bekannt. Wir wollen die Lokale zu den Einwohnern bringen, in die Büros und in andere Stadtteile, um die Menschen mit ihren einheimischen Geschäften zusammenzubringen.«

Job
Major Arye Sharuz Shalicar hat einen neuen Job. Der gebürtige Deutsche und ehemalige Sprecher der israelischen Armee arbeitet seit Anfang des Jahres im Ministerium für Nachrichtendienst in Jerusalem. Dort ist er Abteilungsleiter des Bereichs internationale Beziehungen. In Deutschland ist Shalicar, der während seiner Schulzeit im Wedding Mitglied einer Gang war, besser als Buchautor und Redner bekannt. Besonders beliebt bei Tausenden Menschen aus dem In- und Ausland ist auch seine Facebook-Seite, auf der er ein differenziertes Bild von Israel zeichnet. Die Seite betreibt er immer noch – »wenn es die Zeit denn zulässt«.

Stadion
Er hat Lust auf noch mehr American Football: Robert Kraft, Eigentümer des Super-Bowl-Gewinnerteams New England Patriots, lässt in Israel ein neues Stadion bauen. Kraft hat angekündigt, sechs Millionen Dollar für das Sportstadion außerhalb von Jerusalem zu spendieren. Es soll offenbar schon Ende 2017 eröffnet werden. Robert Kraft unterstützt bereits seit Langem Projekte in Israel. Das Stadion wird das erste sein, das den offiziellen amerikanischen Größenvorschriften entspricht und Platz für Tausende Zuschauer bieten soll. American Football gewinnt auch in Israel immer mehr Anhänger. Es gibt derzeit rund 1350 aktive Spieler in mehreren Städten des ganzen Landes.

Nahost

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Iran

Iranisches Regime droht mit Angriff auf US-Stützpunkte

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Waffenruhe

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Be'eri

Nach dem 7. Oktober

Daniel Neumann hat den Kibbuz Be’eri besucht und fragt sich, wie es nach all dem Hass und Horror weitergehen kann. Er weiß, wenn überhaupt, dann nur in Israel

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Knesset

In den Startlöchern

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Nachrichten

Wetter, Katargate, Bevölkerung

Kurzmeldungen aus Israel

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Kommentar

Ärzte mit Grenzen

Die Waffen schweigen weitgehend in Gaza, der Informationskrieg tobt weiter. Ein besonders niederträchtiges Beispiel liefert »Ärzte ohne Grenzen«

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Kommentar

Die Proteste im Iran und die blamable Berichterstattung von ARD und ZDF

Die Mullahs sollen weg, der Schah soll kommen: Dafür hat die Linke gerade keine Erklärung parat - und mit ihr auch nicht die links geprägten Redaktionen des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks

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Gesellschaft

»Habaita« – das Wort des Jahres in Israel

Ein simpler hebräischer Ausdruck aus drei Silben bezeichnet das Gefühl eines ganzen Landes

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