Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Selfie mit einem Taucher Foto: Thinkstock

Haie
Mehr als 150 Haie haben sich vor einigen Tagen an Israels Küste versammelt. Das ungewöhnliche Aufkommen erklären Wissenschaftler mit dem warmen Wasser, das vom Elektrizitätswerk in der nördlichen Stadt Hadera ins Meer fließt. Zwar waren schon früher Haie im Mittelmeer gesichtet worden, doch dieser Schwarm sei der größte gewesen, der jemals beobachtet wurde. Die Naturparkbehörde warnte die Bürger derweil davor, ins Wasser zu gehen, weil es gefährlich werden könnte. Die Behörde sah sich veranlasst, den Aufruf zu veröffentlichen, nachdem sich einige Israelis in die Nähe der Haie gewagt hatten, um Selfies zu knipsen. »Keine gute Idee!«, schrieb die Behörde daraufhin auf den sozialen Netzwerken.

Krankenhaus
Oppositionsführer Isaac Herzog musste den vergangenen Samstag im Krankenhaus verbringen. Den behandelnden Ärzten zufolge hatte der Chef der Arbeitspartei einen leichten Schlaganfall erlitten. Nach einem Tag im Hospital twitterte er aber schon wieder: »Ich bin froh, dass ich es hinter mir habe. Mein Dank gilt all jenen, die sich nach mir erkundigt und sich um mich gesorgt haben. Ich wünsche allen gute Gesundheit.« Die Mediziner und das Pflegepersonal im Krankenhaus nannte Herzog »Engel in Weiß und Grün«.

Blogger
Der israelische Blogger, der in Weißrussland festgehalten wird, soll nach Aserbaidschan ausgeliefert werden. Das erklärte der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko am Freitag. Alexander Lapshin war am 15. Dezember in Minsk verhaftet worden, weil er die Region Nagorno-Karabach besucht und angeblich den aserbaidschanischen Präsidenten beleidigt hatte. Israel und Russland haben in den vergangenen Wochen mehrfach versucht, den 40-Jährigen freizubekommen. Bislang ohne Erfolg. Lukaschenko sagte jedoch, dass es immer noch eine Möglichkeit gebe, »wenn Israel es will«. Was genau damit gemeint ist, ließ er jedoch offen.

Feuer
Das Feuer in der U-Bahn von Haifa, der Carmelit, wurde wahrscheinlich durch einen technischen oder elektrischen Defekt verursacht, so die Sicherheitskräfte. Der Schaden beläuft sich auf mehrere Millionen Schekel. Als der Brand am Samstag ausgebrochen war, war die U-Bahn wegen des Schabbats nicht in Betrieb. Er begann in der Station Paris Square und erfasste zwei Wagen. Wäre das Feuer an einem Wochentag ausgebrochen, hätte es eine Katastrophe geben können. Die Carmelit ist mit nur 1,8 Kilometern Länge und sechs Haltestellen eine der kürzesten U-Bahnen der Welt. Sie wurde 1959 in Betrieb genommen.

Alija
Nun dürfen sie doch einreisen. Das Innenministerium hat neun Konvertiten aus Venezuela erlaubt, Alija zu machen. Zunächst hatte dieselbe Behörde den Südamerikanern untersagt, nach Israel zu immigrieren. Doch nach einer stürmischen Debatte in der Knesset lenkte das Ministerium ein, als vorgeschlagen wurde, dass sie in Israel erneut formal zum Judentum übertreten und einer anerkannten Gemeinde beitreten würden. Die neun Personen leben derzeit unter extrem schwierigen Bedingungen und sollen wegen Lebensmittelknappheit und zunehmender Gewalt in Venezuela akut gefährdet sein, hatte die Jewish Agency berichtet.

Demonstration
Es waren zwei Demonstrationen in einer: Zuerst waren am vergangenen Samstagabend Tausende Menschen in Tel Aviv vor dem Rathausplatz auf die Straße gegangen, um gegen Rassismus der Regierung zu demonstrieren. Später forderten sie zudem die Legalisierung von Marihuana. Knessetmitglieder, bekannte Künstler und Berühmtheiten forderten »Freiheit, Gerechtigkeit und gesunden Menschenverstand« im Hinblick auf privaten Haschischkonsum. Sicherheitsminister Gilad Erdan hatte in der vergangenen Woche erläutert, dass er Haschbesitz für den Eigenbedarf entkriminalisieren wolle.

Müll
Versehentlich haben Angestellte einer Tel Aviver Zweigstelle der Bank Leumi ein Paket mit 50.000 Euro in bar in den Mülleimer geworfen. Sie bemerkten den Fehler erst, als der Müllwagen schon abgefahren war. Ein geistesgegenwärtiger Bankmitarbeiter rief aber bei der Verwaltung der Müllverwertungsanstalt Hirija an, und tatsächlich wurde einige Minuten später das Paket mit den Banknoten wiedergefunden. Die gesamte Summe war gerettet. Anschließend schrieb die Bankverwaltung: »Dies war ein menschliches Versehen, das in der bestmöglichen Weise gehandhabt wurde, sodass am Ende kein Schaden entstanden war.«

Redaktioneller Hinweis:
Im Zusammenhang mit der am 9. Februar an dieser Stelle veröffentlichten Meldung zur Verhaftung des Bloggers Alexander Lapshin hat uns die Berliner Botschaft der Republik Aserbaidschan mitgeteilt, dass Lapshin nicht wegen Beleidigung des Präsidenten verhaftet worden sei, sondern weil er die aserbaidschanische Region Berg-Karabach mehrmals illegal besucht und Aufrufe zur Verletzung der territorialen Integrität Aserbaidschans verbreitet habe.

Shelly Meyer

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Terror

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