Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Lady Leyla liefert Lebensmittel. Foto: Flash 90

Hotel
Das »Brown Beach House« hat den Preis für das weltbeste Hotel-Design erhalten. Das amerikanische Tourismusmagazin »Jetsetter« listete die seiner Meinung nach besten Herbergen auf der ganzen Welt auf. Das israelische Haus an der Hajarkon-Straße gelangte in der Kategorie Design auf Platz eins. Die Ausstattung »im tropischen Design« war ausschlaggebend für die Auszeichnung, erklärte das Magazin. Buchen kann man das gestylte Hotel ab 214 Dollar pro Nacht.

Ferien
In Israel haben die großen Ferien begonnen. Nachdem am 22. Juni bereits die Oberschüler im ganzen Land in den Sommer entlassen wurden, hatten am 30. Juni auch die Mädchen und Jungs der Grundschulen ihren letzten Schultag. Die Ferien dauern bis zum 1. September. Während etliche Kinder mit ihren Eltern in den Urlaub reisen, verbringen andere ihre Tage in den sogenannten Keijtanot, den Sommerferienlagern mit verschiedenen Aktivitäten von Wassersport über Robotik bis hin zu Zirkusakrobatik.

Fest
Zum traditionellen Fastenbrechen nach dem muslimischen Ramadan, dem Iftar-Fest, hat Staatspräsident Reuven Rivlin verschiedene Oberhäupter der muslimischen Gemeinschaft Israels in seine Residenz geladen. Auch dabei waren die Botschafter von Jordanien, Ägypten, Usbekistan sowie der Charge d’Affaires der Türkei. Rivlin nutzte die Gelegenheit, um die palästinensische Führung dazu aufzurufen, die jüngsten Terroranschläge zu verurteilen. »Es darf nicht sein, dass die Autonomiebehörde und die palästinensische Gesellschaft im Angesicht dieses brutalen Terrors gleichgültig bleiben oder ihn sogar befördern. Es liegt in ihrer Verantwortung, den nächsten Mord zu verhindern.«

Rakete
Eine Rakete, die aus dem Gazastreifen abgeschossen wurde, ist in der Nacht zum Samstag in einer Vorschule in der israelischen Kleinstadt Sderot eingeschlagen. Es gab keine direkten Verletzten, da die Schule zu dieser Uhrzeit leer stand, doch einige Anwohner in der Gegend erlitten einen Schock. Am Gebäude der Schule entstand Sachschaden. Am Abend zuvor war bereits ein Geschoss aus dem von der Hamas regierten Streifen in der Shaar-Hanegev-Region im Grenzgebiet eingeschlagen. Es waren die ersten vermeldeten Raketeneinschläge im Monat Juni.

Schiff
Das Versöhnungsabkommen zwischen der Türkei und Israel wird in die Tat umgesetzt. Nur wenige Tage nach der Unterzeichnung kam bereits am Sonntag ein Schiff mit 11.000 Tonnen Hilfsgütern für den Gazastreifen aus der Türkei im Hafen von Aschdod an. Dort wurde die »Lady Leyla« entladen, die Waren wurden von den Behörden überprüft und per Lkw weitertransportiert. Es soll sich bei der Ladung vor allem um Lebensmittel und Spielwaren handeln. Alles sollte noch vor dem Feiertag Eid al-Fitr am Mittwoch im Palästinensergebiet ankommen.

Zahlung
Finanzminister Mosche Kachlon hat die sofortige Auszahlung von rund 30 Millionen Schekel (umgerechnet mehr als sechs Millionen Euro) an in Israel lebende Holocaust-Überlebende angeordnet. Wegen eines gerichtlichen Disputs waren die Zahlungen an die oft unterhalb der Armutsgrenze lebenden Menschen zwölf Monate lang ausgeblieben. 11.000 Überlebende werden das Geld jetzt umgehend erhalten, gab das Ministerium an.

Reise
Regierungschef Benjamin Netanjahu befindet sich derzeit auf einer Reise durch verschiedene afrikanische Staaten. Er selbst bezeichnete die Visite als »historisch«. Am Freitag traf er mit einer Delegation aus mehreren Armeegenerälen in Uganda ein, wo sich vor 40 Jahren die Flugzeugentführung in Entebbe abspielte, die mit der spektakulären »Operation Joni« beendet wurde. Gemeinsam mit dem ugandischen Präsidenten Yoweri Museveni nahm Netanjahu an einer Gedenkveranstaltung teil. Anschließend ging die Reise weiter nach Kenia und Äthiopien, wo er die Staatsoberhäupter von Kenia, Südsudan, Sambia, Äthiopien und Tansania traf. Der Premier wird auch von mehr als 80 Geschäftsleuten begleitet, um bilaterale Geschäftsbeziehungen anzukurbeln. Die israelische Regierung will 50 Millionen Dollar in die Verbesserung der Beziehungen mit Afrika investieren.

Jerusalem

Eli Vered Hazan wird neuer Weltvorsitzender des Keren Hayesod

Der bisherige Botschafter folgt auf Sam Grundwerg, der den Hilfsfonds in den vergangenen acht Jahren geführt hat

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Jerusalem/Teheran

Mossad-Chef soll Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad getroffen haben

Laut einem Bericht der »New York Times« soll Israel an einer Operation gearbeitet haben, den früheren Schoa-Leugner und Befürworter eines Atomprogramms zurück an die Macht zu bringen

von Ralf Balke  14.07.2026

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Lionel Messis Herkunft und Sympathien rumoren, erzählt der Sohn eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  14.07.2026 Aktualisiert

Tel Aviv

Generalstabschef kritisiert Gesetzentwurf zu Haredi-Wehrdienst scharf

Es sei »unvorstellbar«, dass die Armee, deren Soldaten seit zweieinhalb Jahren außergewöhnliche Opfer brächten, gleichzeitig an einem System mitwirken solle, das massenhafte Ausnahmen von Strafverfolgung ermögliche, sagt der Armeechef

 14.07.2026

Brüssel

900 Millionen Euro Herzenswärme

Knapp eine Milliarde Euro soll für den Wiederaufbau in den Gazastreifen gehen. Dass die Mittel am Ende tatsächlich nur in die zivile Infrastruktur fließen, ist zweifelhaft

von Michael Thaidigsmann  13.07.2026

Essay

Wann endet ein Flüchtlingsstatus?

Der Flüchtlingsstatus ist kein Dauerzustand. Wer über Asyl spricht, muss auch über die Bedingungen sprechen, unter denen Schutz wieder entfallen sollte

von Steven Guttmann  13.07.2026

Paris

»Die Isolation Israels ist ein historisches moralisches Versagen«

»Es ist ein dunkler Moment für Juden auf der ganzen Welt«, sagt der französische Philosoph Bernard-Henri Lévy. »Wir müssen stolz, stark und weise sein.«

 13.07.2026

Brüssel

Bundesregierung bremst in EU-Debatte um Israel-Sanktionen

Produkte aus israelischen Siedlungen beschränken? Etliche EU-Staaten sind dafür. In Brüssel bahnt sich allerdings ein juristischer Streit an

 13.07.2026

Jerusalem

Netanjahu: Siedlergewalt geht von »150 jugendlichen Straftätern« aus

Der Ministerpräsident verurteilt Selbstjustiz im Westjordanland, betont aber auch, dass »99 Prozent« der Siedler gesetzestreue Bürger seien

 13.07.2026