Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Siamang-Äffin mit Kind Foto: Flash 90

Schabus
Der erste »Schabus« (Schabbat-Bus) rollte am vergangenen Freitag durch Jerusalem. Die Initiative säkularer Hauptstädter sei ein voller Erfolg gewesen, freuten sich die Organisatoren. Um die 100 Fahrgäste stiegen ein, hauptsächlich Studenten aus dem Viertel French Hill sowie Einwohner aus Beit Hakerem und Kiriat Jovel. Rechtlich gesehen ist der Shuttleservice dank der Gründung einer Kooperative ein privates Beförderungsmittel und fällt somit nicht unter das Gesetz, das am Schabbat öffentlichen Verkehr verbietet. Wer mitfahren will, muss allerdings zunächst für rund zehn Euro Jahresgebühr Mitglied in der Kooperative werden.

Streit
Eine Demonstration gegen eine Veranstaltung der Zeugen Jehovas in der israelischen Stadt Raanana ist ausgeartet. Nach einem langen Gerichtsstreit war den Vertretern der Religionsgemeinschaft erlaubt worden, in einem Gebäude der Stadtverwaltung ein Seminar abzuhalten. Zunächst hatte die Verwaltung dies untersagen wollen, »um die öffentliche Ordnung nicht zu stören«, doch das Bezirksgericht genehmigte die Tagung mit dem Hinweis auf die Religionsfreiheit. Doch Gegner wollten den Richterspruch nicht anerkennen. Kurz vor Beginn des Seminars tauchten rund 1000 Demonstranten auf, riefen, sangen, beteten und forderten die Teilnehmer auf, die Räumlichkeiten nicht zu betreten. Eine kleine Gruppe versuchte sogar, gewaltsam ins Gebäude einzudringen, bis die Männer festgenommen wurden. Der Oberrabbiner der Stadt, Yitzhak Peretz, hatte zum Protest gegen die Zeugen Jehovas aufgerufen.

Tunesien
Israels Antiterrorbüro hat eine Reisewarnung für Tunesien erlassen. Es gab an, Hinweise auf Terroranschläge gegen Juden erhalten zu haben, die zum Lag-BaOmer-Fest auf die Insel Djerba reisen wollen. Es sei die höchste Sicherheitsstufe erlassen worden, ein Zeichen, dass ein Anschlag kurz bevorsteht. Im März sind bei einer Terrorattacke im tunesischen Bardo-Museum 23 Menschen getötet worden, 19 von ihnen waren Touristen. Die extremistische Terrorgruppe IS (Islamischer Staat) hatte damals die Verantwortung für die Morde übernommen. Viele Juden pilgern auf Djerba zum Todestag von Rabbi Schimon Bar Jochai zur El-Ghriba-Synagoge. 2002 waren auf der Insel 21 Touristen ermordet worden.

Nachwuchs
Große Überraschung im Safaripark in Ramat Gan. Das Siamang-Affenpaar hat Nachwuchs bekommen. Mama Jambi hatte ihr Baby so gut vor den neugierigen Augen der Zoowärter versteckt, dass die erst rund anderthalb Monate nach der Geburt einen Blick auf das Affenjunge werfen konnten. Siamang-Affen gehören zu den Gibbons, die aus den Dschungelgebieten Sumatras und Malaysias stammen. Da sie vom Aussterben bedroht sind, freut sich der Safaripark umso mehr über die gute Nachricht.

Frisuren
Obwohl israelische und palästinensische Politiker einander gar nicht grün sind, funktioniert die Kooperation im Bereich des Friseurhandwerks dennoch bestens. Haarstylistin Asma Massimi aus der Stadt Nablus im Westjordanland hat Hunderte von israelischen und internationalen Friseuren bei einem Wettbewerb in Tel Aviv ausgestochen. Die junge Frau gewann in der Kategorie »Frisur für jeden Tag« und ist begeistert: »Ich schaffe mit meinem Sieg eine Menge Respekt für Palästina.« Asma darf zudem nun eine Nobelschere im Wert von 1500 Euro ihr Eigen nennen.

Pop
Samstagnacht rockte er Tel Aviv. 40.000 waren gekommen, um die britische Popsensation Robbie Williams im Yarkon-Park zu erleben. Getreu dem Motto seiner Welttournee »Let me entertain you« fühlten sich die Fans ganz ausgezeichnet unterhalten. Ausgestattet mit zahllosen Tattoos, Teufelshörnern und Ledergarderobe machte Williams seinem Namen als Enfant terrible der Popszene alle Ehre. Doch der Barde kann auch ganz gefühlvoll. Er erzählte Persönliches von seiner Alkohol- und Drogensucht und wie ihm die Musik geholfen hat, davon loszukommen. Für die Kritiker, die ihn aufgefordert hatten, nicht in Israel zu spielen (darunter Pink Floyds Roger Waters) hatte er einen Satz parat: »Wenn mich zuhause jemand fragt, wie es in Israel war, kann ich nur sagen: ›It was fucking wonderful!‹«

Fund
Alle waren über den Goldschatz aus dem Meer begeistert, der vor einigen Wochen zufällig von Tauchern vor Caesarea entdeckt worden war. Doch die Gemeinschaft der Drusen kommt nun aus dem Feiern gar nicht mehr heraus. Denn das Porträt, das auf dem Großteil der 2580 Münzen zu sehen war, zeigt offensichtlich Al-Hakim bi Amr Allah. Und der gilt in der drusischen Gemeinde als Inkarnation Gottes, nachdem er im Jahr 1018 dazu erklärt worden war. An ihrem nächsten Feiertag wollen die Drusen daher nicht nur ihre Heiligen, sondern auch die fünf ehrlichen Finder feiern.

Tel Aviv

Gemeinsames Seemanöver Deutschlands und Israels vor Haifa

Ein Schiff der Bundesmarine besucht Haifa, es folgt ein Manöver mit Israel. Die gemeinsame Seefahrt geschieht vor dem Hintergrund einer weiter angespannten Lage in der Region nach dem Iran-Krieg

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Nachruf

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Der Holocaust-Überlebende, Reservisten-Oberst und Mitbegründer des Kibbuz Netzer Sereni wurde 99 Jahre alt

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Humanitäre Hilfe

Mehr als 10.000 Tote in Venezuela erwartet

Die Hilfsorganisation IsraAID macht sich auf den Weg in das lateinamerikanische Land nach den zwei verheerenden Erdbeben vom Mittwochabend

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Erste Hilfe für Plüsch und Seele

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Wettbewerb

Borat und der König vom KitKat

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Jerusalem

Katz: IDF bleibt im Südlibanon – auch bei möglichem Druck aus Washington

»Die IDF sind vorbereitet … und wir ziehen uns nicht zurück«, sagt der israelische Verteidigungsminister

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Nachrichten

Erfrischung, Iran, Design

Kurzmeldungen aus Israel

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