Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Erdgas im Mittelmeer Foto: Flash 90

Party
Hanna Bentow hat eine zweite Batmizwa bekommen. Das Mädchen, das vor einem Monat seine Feier in der Synagoge von Kopenhagen beging, als der Sicherheitsmann Dan Uzan draußen vor der Tür erschossen wurde, ist nach Jerusalem eingeladen worden. Ein generöser Spender ermöglichte der gesamten Familie eine neuntägige Reise durch das Land. »Es gibt keinen Vergleich zwischen den beiden Batmizwas«, sagte Hannas Mutter Mita anschließend. »Hier in Israel hatten wir eine wundervolle Möglichkeit, in einer anderen Umgebung zu feiern, die entspannter und sicherer ist.« Trotzdem müssten sie immer an Dan denken. Sofort nach der Landung in Israel ging Hannas Vater an die Kotel und sagte das Totengebet Kaddisch für Dan Uzan.

Einbruch
In das Haus und das Auto des ehemaligen Bürgermeisters von Sderot, Eli Moyal, ist eingebrochen worden. Doch die Diebe hatten es offenbar nicht auf Wertgegenstände abgesehen, sondern auf eine Tonaufzeichnung, heißt es. Diese Vermutung äußerte Moyal im Armeeradio. Denn die Einbrecher hätten lediglich ein Handy mitgenommen, große Mengen von Bargeld jedoch liegen gelassen. Bei der Aufnahme handele es sich um den Mitschnitt eines Anrufs von Sara Netanjahu, in dem sie die Ehefrau von Moyal, Monique Ben Melech, beschimpft habe. Nachdem der Lokalpolitiker den Premierminister für seine Politik im Süden öffentlich kritisiert hatte, soll Sara eines Tages Monique angerufen und ihr in klaren Worten erklärt haben, wer der starke Mann im Land und wer ihrer Meinung nach lediglich ein Winzling sei. »Mein Mann handelt mit außergewöhnlicher politischer Weisheit, liest Tonnen von Büchern, versteht Wirtschaft, Sicherheit, hat akademische Titel, kennt die Literatur und weiß, wie man mit den Anführern der Welt spricht.« Moyal würde Netanjahu nicht einmal bis zu den Knöcheln reichen, soll Frau Netanjahu noch hinzugefügt haben.

Streit
Tochtergesellschaften der israelischen Delek-Gruppe und der amerikanischen Noble Energy verklagen die Regierung. Sie argumentieren, dass der Staat mehr Erlöse aus dem Verkauf des Erdgases vor der Küste eingenommen hat, als erlaubt. In dem Streit geht es um 15 Millionen Dollar. Das Energie- und Wasserministerium soll, so der Vorwurf, die Gelder für das teurere Tamar-Feld im Mittelmeer berechnet haben, während die Firmen jedoch noch Gas zu niedrigeren Preisen entsprechend alter Verträge geliefert hatten.

Video
In einem grauenvollen neuen Video der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) ist vermutlich die Ermordung eines arabischen Israelis zu sehen. Jerusalem bestätigte die Authentizität jedoch noch nicht. Der aus Ostjerusalem stammende Muhammed Said Ismail Musallem war vor einigen Monaten aus Israel verschwunden und hatte später seine Familie kontaktiert, um ihr mitzuteilen, dass er sich IS in Syrien angeschlossen hat. Angeblich habe er später versucht, die Organisation zu verlassen, und ist bei einem Fluchtversuch festgenommen worden. Daraufhin habe der IS ihm vorgeworfen, ein Spion des Mossad zu sein. Die Familie des Getöteten weist das jedoch weit von sich. In dem Video ist Musallem zu sehen, wie er in einem orangefarbenen Overall im Sand kniet. Hinter ihm stehen zwei männliche Gestalten. Eine von ihnen ist ein Junge, lediglich zwölf oder 13 Jahre alt. Das Video zeigt später, wie der Jugendliche den Knienden mit einer Pistole erschießt. Die neueste sadistische Taktik der extremistischen Islamisten soll es sein, Kinder und Jugendliche als Selbstmordattentäter und Tötungskommandos einzusetzen.

App
Zwei Israelis haben den »Oscar« der App-Welt gewonnen. Haran Wolfovitz Yaffe und Omri Erez holten den ersten Preis der Mobile Premier Awards (MPA) nach Israel. 800 Kandidaten waren in Barcelona an den Start gegangen. Die Macher verbinden mit ihrer preisgekrönten Applikation »Fansino« Musiker und Fans. »Durch unsere Musik-App können beide Seiten miteinander kommunizieren«, sagten Yaffe und Erez und erläuterten, dass sie damit den schwieriger werdenden Marktbedingungen für Musiker entgegenwirken wollen. »Wir stellen mit Fansino die grundlegende Verbindung zwischen den Künstlern und dem Publikum wieder her. Denn das ist der Saft, der die Musik fließen lässt.« Fünf Jahre zuvor hatte schon einmal eine israelische Applikation, das Navigationssystem Waze, den MPA mit nach Hause nehmen können.

Zeitungsinterview

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Israels Armee setzt ihre Offensive im Westjordanland fort. An Israels Wahltag wird es Zugangssperren für Palästinenser geben. In Israel kommt es derweil zu Massenprotesten gegen die Regierung

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