Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Süß, süßer, preigekrönt: israelische Pralinen Foto: Thinkstock

Solidarität
Tausende von Oberschülern im ganzen Land zeigten Solidarität mit Jonathan Pollard. Auf der ersten Seite ihrer Abiturarbeit in Mathematik schrieben die Jugendlichen die Gleichung »29 Jahre = viel zu viel« und drängten US-Präsident Barack Obama: »Mr. President, lassen Sie ihn bitte endlich frei!« Die Aktion war von der Gruppe »Jugend für Pollard« über WhatsApp organisiert worden und hatte sich in Windeseile herumgesprochen. Der jüdische Amerikaner Pollard hatte in den 80er-Jahren die USA für Israel ausspioniert und sitzt bereits seit nahezu drei Jahrzehnten in Haft. Israelische Politiker hatten immer wieder darauf gedrängt, ihn endlich freizulassen.

Schmerzmittel
Das israelische Pharmazieunternehmen Teva wird verklagt. Die amerikanischen Bezirke Orange und Santa Clara ziehen gegen insgesamt fünf große Arzneimittelhersteller vor Gericht. Ihnen wird vorgeworfen, für einen Anstieg der Abhängigkeit von Schmerzmitteln verantwortlich zu sein. In der Anklageschrift steht geschrieben, dass die Unternehmen den »regelmäßigen Alltagsgebrauch von Mitteln gegen leichte Rückenschmerzen, Arthritis oder andere chronische Schmerzen fördern, während die Tabletten eigentlich nur für einen kurzen Zeitraum genommen werden sollten«. In subtilen und irreführenden Werbestrategien würden diese Opioide vermarktet. Teva äußerte sich noch nicht zu den Vorwürfen. Doch man geht davon aus, dass die Firmen die Klage gegen sie mit Top-Anwälten abschmettern werden.

Pralinen
Von wegen Schweiz oder Belgien. Israel ist die neue Top-Destination auf der inoffiziellen Schokoladen-Landkarte. Beim Internationalen Schokoladenwettbewerb in Florenz gewannen zwei israelische Chocolatiers nun hohe Auszeichnungen. Allen voran sahnte Ika Cohen die Goldmedaille in der Kategorie »dunkle Ganaches und Trüffel« ab. Den Juroren mundete ihre Satar-Praline offenbar sehr, obwohl sie das nahöstliche Gewürz gar nicht kannten, erzählte Cohen später im Interview. Im Jahr zuvor war der Tel Aviverin bereits für ihre Zitronenpralines die Bronzemedaille verliehen worden. Julia Freger von Bruno Chocolate holte für ihren Mumbai Crunch und die Chalwa-Cremepralinen zwei Auszeichnungen in Silber. Beide Frauen werden im Oktober am Weltfinale teilnehmen.

Traumberuf
Der Trainer des erfolgreichen Basketballteams Makkabi Tel Aviv, David Blatt, würde sein Sportoutfit liebend gern gegen einen Nadelstreifenanzug tauschen. In einem Interview mit Channel 2 antwortete er auf die Frage, welches sein Traumjob sei, er würde gerne »in den nächsten Bus steigen, um als Botschafter Israels in Washington DC zu arbeiten«. Blatt erklärte, er könne sich nichts Großartigeres vorstellen, als sein Heimatland (Israel) in seinem Geburtsland (USA) zu vertreten. Allerdings ist der Erfolgscoach auch einer Anstellung in der NBA nicht abgeneigt, wie er verlauten ließ. Und die dürfte wahrscheinlicher sein als ein Chefsessel in der Botschaft. Denn Experten munkeln, dass verschiedene US-Teams Blatt bereits im Visier haben.

Alleingang
Justizministerin Zipi Livni muss möglicherweise um ihren Job fürchten. Denn nach ihrem Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ist ihr Chef ganz und gar nicht »amused«. Zwar hatte Livni Premierminister Benjamin Netanjahu vorher gefragt, doch als der davon abriet, traf sie sich trotzdem mit Abbas zu einem Gespräch. Weil er die Koalition nicht gefährden wolle, habe Netanjahu ein Auge zugedrückt, hieß es aus Regierungskreisen, doch noch einmal dürfe sich die Verhandlungsführerin der Friedensgespräche einen Alleingang nicht erlauben. Die Ministerin hatte den Präsidenten in London zu einem Gespräch getroffen.

Promi-Paar
Dieses Mal kamen sie ohne offizielle Einladung. Der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy und seine Frau Carla Bruni reisten zum ersten Konzert der Sängerin nach Israel. Am Sonntagabend spielte Bruni vor ausverkauftem Haus, während ihr Mann sie im Publikum bewunderte. Die beiden wirkten sehr entspannt und glücklich darüber, im Heiligen Land zu weilen. Reportern erzählten sie, wie gerne sie hier seien. Bruni wolle bald mit ihren Kindern wiederkommen und nach Eilat sowie ans Tote Meer fahren. Das Paar besuchte auch einen alten Freund, Israels Staatspräsident Schimon Peres. Am Samstagabend lud er die beiden in seine Residenz zum Abendessen ein und empfing sie mit offenen Armen an der Eingangstür.

Kommentar

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