Tragödie

Acht Tote bei Verkehrsunfall

Zaka-Mitarbeiter an der Unfallstelle Foto: Flash90

Acht Frauen sind am Dienstag bei einem schweren Verkehrsunfall in Israels Süden ums Leben gekommen. Mindestens 24 weitere Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Die Tragödie ereignete sich an der Lehavim-Kreuzung in der Negevwüste, als ein Lastwagen mit einem Bus kollidierte.

Alle Insassen des Autobusses waren muslimische Frauen, die sich auf dem Rückweg vom Gebet in der Jerusalemer Al-Aksa-Moschee befanden. Sie waren am frühen Morgen abgefahren und wollten am Nachmittag wieder in ihren bedunischen Heimatdörfern sein. Einige der Frauen waren nach dem Unfall im Wrack des Busses gefangen und mussten von der Feuerwehr befreit werden.

Gefahrenzone Die Fahrzeuge seien zusammengestoßen, als sie auf der zweispurigen Straße in entgegengesetzte Richtungen fuhren und einander offenbar touchierten, gab die Polizei nach ersten Ermittlungen an.

Der Fahrer des Lkw, der einen Traktor geladen hatte, wird derzeit von der Polizei verhört. Dutzende von Krankenwagen und mehrere Helikopter eilten zur Unfallstelle und transportierten die Verletzen in das Soroka-Krankenhaus in Beer Schewa. Die Straßen 31 und 40 waren stundenlang gesperrt.

Eli Levy, der Vorsitzende des Lehavim-Regionalrates, sagte im Fernsehkanal 2, dass er am Morgen desselben Tages den Generaldirektor des Verkehrsministeriums über die Gefahren auf der Straße 31 unterichtet hatte. »Es ist eine gefährliche Straße mit schlechter Infrastruktur«, so Levy. »Aber sämtliche Behörden ignorieren das.«

Erst im Oktober des vergangenen Jahres waren bei einer Massenkarambolage an derselben Kreuzung ein Mensch getötet und zehn verletzt worden.

Jerusalem

Bericht: Regierung will Hunderte Millionen für 61 Siedlungen bereitstellen

Nach Informationen des Journalisten Barak Ravid will das Kabinett noch heute über einen Plan abstimmen, der die praktische Umsetzung vder Projekte im Westjordanland ermöglichen würde

 11.06.2026

Meeressäuger

Pottwale vor der Küste Ashdods gesichtet

Der Fund gelingt einem Wisschenschaftlerteam, kurz bevor es seine Forschungsfahrt wegen iranischer Angriffe abbrechen muss

 11.06.2026

Berlin

Dieter Nuhr erhält den Leo-Baeck-Preis

Der Kabarettist ist mit dem Leo-Baeck-Preis ausgezeichnet worden. Zentralratspräsident Josef Schuster würdigte den Kabarettisten für seinen entschiedenen Einsatz gegen Antisemitismus

von Detlef David Kauschke  10.06.2026

Leo-Baeck-Preis

»Seine Arbeit hat rettende Relevanz«

Ahmad Mansour lobte in seiner Laudatio auf Dieter Nuhr den Mut und die intellektuelle Unbestechlichkeit des Kabarettisten. Eine Dokumentation

von Ahmad Mansour  10.06.2026

Rede

»Sie beweisen Zivilcourage und folgen mit ihrem Mut dem Beispiel von Leo Baeck«

Zentralratspräsident Schuster hob bei der Vergabe des Leo-Baeck-Preises Dieter Nuhrs ebenso fairen wie kompetenten Blick auf den jüdischen Staat hervor

von Josef Schuster  10.06.2026

Berlin

»Ich bin stolz! Sehr stolz«

Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden geehrt worden. Wir dokumentieren hier exklusiv seine Rede im Wortlaut

von Dieter Nuhr  10.06.2026

Nahost

Sexuelles Fehlverhalten

Strafgerichts-Chefankläger Karim Khan wurde suspendiert

von Sabine Brandes  10.06.2026

Iran

Angeblicher Israel-Spion: Mullahs beschlagnahmen Vermögen von Fußballheld Karimi

Der frühere Kapitän der Nationalmannschaft lebt im Exil in den USA und gehört zu den bekanntesten Kritikern des Regimes

von Sabine Brandes  10.06.2026

Meinung

So macht man Stimmung

Die deutsche Berichterstattung über den Krieg zwischen Israel und der Terrormiliz Hisbollah ist unterkomplex und einseitig. Über die wahren Interessen der Libanesen wird dabei hinweggegangen

von Ahmad Mansour  10.06.2026