Krieg in Nahost

300 Tage in Geiselhaft: Große Kundgebungen in Israel

Kundgebung am Donnerstagabend in Tel Aviv Foto: copyright (c) Flash90 2024

Am Donnerstagabend versammelten sich Tausende von Demonstranten im ganzen Land, darunter auch Angehörige der von Hamas im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln. Anlass war das Gedenken an die 300 Tage seit dem Massaker vom 7. Oktober.

Die Demonstranten forderten die Regierung auf, ein Abkommen über die Freilassung der Geiseln und einen Waffenstillstand zu schließen. Das berichtet »Times of Israel«.

Hunderte Menschen marschierten durch Tel Aviv, trugen gelbe Bänder und Fotos der Geiseln und blockierten die Begin-Kreuzung in der Nähe des Kirya-Hauptquartiers der israelischen Armee (IDF). Die Hauptkundgebung fand anschließend am »Platz der Geiseln« in Tel Aviv statt.

Lesen Sie auch

Die Familien ketten sich entlang der Route aneinander, um das Leid ihrer Angehörigen im Gazastreifen zu symbolisieren. Sie entrollten eine 40 Meter lange Fahne, die die Tage seit Beginn des Krieges zählte.

Ähnliche Proteste wurden auch in Jerusalem, Beersheba und Herzliya abgehalten.

111 Geiseln weiterhin im Gazastreifen

Es wird angenommen, dass 111 der 251 am 7. Oktober von der Hamas entführten Geiseln weiterhin im Gazastreifen festgehalten werden, wobei Dutzende von ihnen vermutlich tot sind. Am 7. Oktober wurden rund 1.200 Menschen in Israel getötet, hauptsächlich Zivilisten, als Tausende Terroristen die Grenze zu Gaza durchbrachen und eindrangen. ja

Terror

Hisbollah greift Israel an: Mehrere Soldaten verletzt

Im Norden des jüdischen Staates werden zwei Soldaten in Krankenhäuser gebracht. Einer von ihnen ist schwer verwundet. Ein weiterer Soldat wird im Süd-Libanon getroffen

 08.05.2026

Vorwurf

»Kult-Rabbi« aus Meron verhaftet

Ein Gemeindeführer der Breslov-chassidischen Bewegung soll seine Autorität für sexuelle Übergriffe missbraucht haben

von Sabine Brandes  08.05.2026

Gesellschaft

Regierung will Rückkehrrecht ändern

Entsprechend des Entwurfs sollen künftig nur noch orthodoxe Übertritte zum Judentum anerkannt werden

von Sabine Brandes  08.05.2026

Tel Aviv

Erster Hantavirus-Fall in Israel registriert

Die betroffene Person soll sich vor mehreren Monaten während eines Aufenthalts in Osteuropa angesteckt haben

 08.05.2026

Jerusalem

Bennett verklagt Ministerin und Fernsehsender wegen Behauptungen über psychische Erkrankung

Der Oppositionspolitiker fordert laut israelischen Medienberichten Schadenersatz in Höhe von zwei Millionen Schekel (0,59 Millionen Euro)

 08.05.2026

Jerusalem/Washington D.C./Ankara

Israel und USA wollen neue Gaza-Flottille stoppen, bitten Türkei um Hilfe

Konkret geht es demnach um 15 Boote, die sich in türkischen Häfen befinden und Teil der sogenannten »Global Sumud Flotilla« werden sollen

 08.05.2026

Meinung

LMU München: Ein Abschiedsbrief an meine geliebte Alma Mater

Ein Liebesbrief aus Enttäuschung an eine Universität, die sich selbst zu verlieren droht

von Guy Katz  08.05.2026

Tel Aviv

Sirenen und Schlagzeilen

Unsere Israel-Korrespondentin Sabine Brandes über das Arbeiten im Ausnahmezustand

von Sabine Brandes  07.05.2026

Redaktion

Die Menschen hinter der Jüdischen Allgemeinen

Wer textet und redigiert, gestaltet, illustriert und organisiert heute die Jüdische Allgemeine? 18 Menschen, neun Ressorts – wir stellen uns vor

 07.05.2026