Treffen

Hilfsbereite junge Großmütter

»Was Sie leisten, ist wahrlich einzigartig und einzigartig wichtig.« Mit diesen Worten fasste Präsidentin Charlotte Knobloch die Arbeit des Frauenvereins »Ruth« bei deren sommerlicher Brunch-Einladung zusammen. »Ruth ist für die Menschen unserer Gemeinde die wichtigste Organisation. Die jüdische Fraueneinrichtung ist der einzige sozialtätige Verein für bedürftige und einsame jüdische Menschen in München. Ohne Ihr couragiertes und selbstloses Engagement wüssten viele jüdische Menschen in unserer Stadt nicht mehr weiter.«

Miteinander Die menschliche Wärme und die von Herzen kommende Leidenschaft, die Knobloch in ihrer Rede unterstrich, war auch in dem Miteinander bei dem inzwischen schon zur lieb gewordenen Tradition gewordenen Brunch zu spüren. Im Gemeinderestaurant Einstein hatten sich alle Generationen zu einem herzlichen Miteinander versammelt. Die Jüngsten im Kinderwagen, Eltern, Großeltern und sogar Urgroßmütter hatten ihre Freude daran.

Die »Ruth«-Frauen haben ihre Veranstaltung unter das Motto »Junge Großeltern laden ein« gestellt. Gesponsert haben die Veranstaltung Ella und Sam Birnbaum, Hanna und Jakob Feiereisen, Helene Habermann, Chana und Abraham Kaminski, Tita Korytowski, Helene Muallem, Aurelia und Marian Offman, Maria und Abi Pitum, Elisabeth und Henrik Press, Sanny und Jechiel Rackowski, Felicia und Chaim Schipper, Towa und Laslo Schvarcz, Lilly und Richard Steinberg, Sara und David Stopnitzer, Vera und Jonas Szackamer, Noemi und Zygmund Szyjowicz, Vicky und Zeev Vilf, Ruth Weissberg, Chaja Wolf und Helga Guttmann.

Die »Ruth«-Vorsitzende Hanna Feiereisen freute sich über die vielen Gäste, die mit ihrer Spende die notwendige Arbeit des Vereins unterstützten. Sie zeigten damit, wie die Vorsitzende unterstrich, auch die Wertschätzung der Arbeit von Ruth. Mit dabei waren auch Gemeinderabbiner Arie Folger mit Familie und Rabbiner Israel Diskin und seine Frau Chani. Kantor Moshe Fischel steuerte mit seinem Gesang ebenso wie die Crew des Restaurants zum Gelingen der Veranstaltung bei.

Gebot »Eines der 613 Gebote in der Tora lautet: Du sollst den Hungrigen speisen. Dieses Gebot hat sich der Frauenverein Ruth seit über 50 Jahren als oberste Priorität gesetzt«, sagte Hanna Feiereisen. In mehreren Gesprächen unter den Anwesenden wurde dann in kleinerem Kreis über Möglichkeiten gesprochen, die wachsenden Aufgaben zu lösen. Insbesondere Präsidentin Knobloch brachte sich sehr engagiert ein. Eines war allen klar: Der Kreis der engagierten Helferinnen muss wachsen.

Die stolzen Großeltern, die zu dem Brunch eingeladen hatten, brachten noch eine andere Zukunftsperspektive ins Gespräch: die Kinder. Sie hatten zur Vorbereitung auf diesen Tag um Fotos der Enkelkinder gebeten – eine Bitte, der viele gerne nachkamen. Auf eine große Tafel aufgezogen, konnte hier der Familienzuwachs bewundert werden – Gesprächsstoff gab es somit genug.

Fest

Magdeburger Synagogen-Gemeinde hat neue Torarolle eingeweiht

Mit dem Fest der Toravollendung konnte die neue Torarolle der Magdeburger Synagogen-Gemeinde eingeweiht werden. Traditionell wurden die 5 Bücher Mose von einem Sofer genannten Schreiber in Israel angefertigt

von Thomas Nawrath  20.05.2026

Berlin

»Ein leuchtendes Beispiel«

Jüdische Gemeinde Chabad zeichnet die First Lady Elke Büdenbender für ihr Engagement zur Stärkung jüdisches Lebens in Deutschland aus

 20.05.2026

Chemnitz

Ausstellung zum Neuanfang der jüdischen Gemeinde Chemnitz

»Jetzt erst recht!«: Eine Ausstellung im Staatlichen Museum für Archäologie erinnert an den mutigen Neuanfang der jüdischen Gemeinde Chemnitz 1945

 18.05.2026

Baden-Württemberg

»Voices of Hope« - Stuttgart ist Bühne für Jewrovision

Die Veranstalter sprechen vom größten jüdischen Gesangs- und Tanzwettbewerb Europas: Am Freitag startet die Jewrovision in Stuttgart. Vorbild ist der ESC, der parallel in Wien stattfindet - jedoch mit anderen Tönen

von Leticia Witte  12.05.2026

Anschlag

Hakenkreuz an Synagoge in Cottbus

Innerhalb weniger Tage ist die Cottbuser Synagoge zweimal von Unbekannten beschmiert worden. In der Nacht zum Montag wurde an der Fassade ein Hakenkreuz entdeckt. Zeitgleich wurde ein alternatives Wohnprojekt mit einer Rauchbombe attackiert

 27.04.2026

Berlin

Berliner Rabbinerin wird Präsidentin der Rabbinical Assembly

Mit Gesa Ederberg übernimmt erstmals eine Europäerin das Spitzenamt der internationalen Organisation

 18.03.2026

Daniel Grossmann

»Wir bleiben sichtbar«

Der Münchener Dirigent erhält die Wilhelm-Hausenstein-Ehrung

von Esther Martel  04.03.2026

Sicherheit

»Keine jüdische Veranstaltung soll je abgesagt werden müssen«

Nach dem Massaker von Sydney wendet sich Zentralratspräsident Josef Schuster in einer persönlichen Botschaft an alle Juden in Deutschland: Lasst euch die Freude an Chanukka nicht nehmen!

von Josef Schuster  17.12.2025

Osnabrück

Rabbiner Teichtal: »Unsere Aufgabe ist es, nicht aufzugeben«

»Wer heute gegen Juden ist, ist morgen gegen Frauen und übermorgen gegen alle, die Freiheit und Demokratie schätzen«, sagt der Oberrabbiner

 24.10.2025