Programm

14 Tage, 16 Veranstalter

Synagoge Chemnitz Foto: JA

Programm

14 Tage, 16 Veranstalter

Chemnitz lädt zu den jüdischen Kulturtagen ein

von Heide Sobotka  18.02.2010 00:00 Uhr

Henryk M. Broder hält es mit Immanuel Kant: Sein Vortrag »Kritik der reinen Toleranz« am 1. März (Veranstaltungssaal DAStietz, 19. Uhr) ist sicherlich einer der Höhepunkte der 19. Jüdischen Kulturtage in Chemnitz. Doch schon die erste Veranstaltungswoche bietet auch Musik, Spiel und Tanz. Mit Ballett wird sie am 20. Februar um 19.30 Uhr im festlichen Opernhaus eröffnet. Der Abend beginnt um 19.30 Uhr mit Tanz nach der Musik der »Kaddish/Serenade« von Leonard Bernstein. Es folgt um 22 Uhr ebenfalls eine Premiere, die Oper mit Yankele.

für kinder Die 15 Mitveranstalter haben unter der Federführung des Vereins Tage der Jüdischen Kultur in Chemnitz ein Programm für zwei Wochen zusammengestellt. Führungen, Referate, besondere Vorträge für Kinder, Heiteres mit dem Koscheren Knigge von Michael Wuliger (21. Februar), Besinnliches mit dem Liederzyklus nach Texten von Else Lasker-Schüler Leise schwimmt der Mond durch mein Blut, vorgetragen von Elena Janis-Hamann und Tobias Rank (25. Februar).

Die brisante Frage nach »Hoffnung und Trauma der Jugend im Nahen Osten« stellt Hanna Lehming (23. Februar) und einen Gruß auf Jiddisch schicken die Künstler der Galerie artECK mit ihrem: »A schejnen Dank, Chemnitz«.

Party Jüdisches Gemeindeleben lässt sich hautnah erfahren. Am 21. Februar erklären Dorothee Lücke und Renate Aris Kindern, was in der Gemeinde vor sich geht. Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr im Gemeindezentrum, Stollbergstraße 28. Der Chor der Gemeinde, »Schir Semer«, lädt am 22. Februar ab 19.30 Uhr in den Veranstaltungssaal im DAStietz, Moritzstraße 20 ein. Mitten im Gemeindeleben sind die Gäste bei der Purimparty am 27. Februar ebenfalls in der Stollbergstraße. Um 19.30 Uhr geht es los. Vorsitzende Ruth Röcher führt am 28. Februar ab 16 Uhr durch die 2002 eröffnete Chemnitzer Synagoge.

Einen Abstecher in die jüdische Küche unternimmt Lars Ariel Dziuballa. Am 22. Februar fragt er: »Was bedeutet koschere Küche?«. Die Antwort gibt er ab 19 Uhr im Restaurant Schalom. Die Mitveranstalter wie die Jüdische Gemeinde Chemnitz, das Evangelische Forum Chemnitz, der Bürgerverein »Für Chemnitz«, die Stadtbibliothek und die Volkshochschule Chemnitz erwarten wie der Freundeskreis der jüdischen Gemeinde Chemnitz und das Restaurant Schalom auch in der 19. Auflage der Kulturtage viele Besucher.

www.tdjk.de

7. Oktober

»Wir erinnern nicht schweigend«

Melody Sucharewitz über ihren Kampf gegen das Vergessen des 7. Oktober bei der Gedenkveranstaltung auf dem Bebelplatz in Berlin. Ihre Rede im Wortlaut

von Melody Sucharewicz  08.10.2026

Frankfurt

Jüdische Gemeinde Frankfurt erhöht Druck auf Hessischen Rundfunk

Im Streit um das in der NS-Zeit enteignete Grundstück der örtlichen B’nai-B’rith-Loge stehen nun auch personelle Konsequenzen im Raum

 25.09.2026

Düsseldorf

Josef-Neuberger-Medaille für Grünen-Ministerin Mona Neubaur

Mit der Josef-Neuberger-Medaille ehrt die Jüdische Gemeinde Düsseldorf seit über 30 Jahren Menschen oder Institutionen der nichtjüdischen Öffentlichkeit

 14.09.2026

Rosch Haschana

Neujahrswünsche von Friedrich Merz und Johann Wadephul

Zum jüdischen Neujahrsfest schicken der Bundeskanzler und der Bundesaußenminister Grußbotschaften an die jüdischen Gemeinden

 10.09.2026

Berlin

Wahlkampfdebatte im Gemeindehaus

Die Jüdische Gemeinde lud anlässlich der bevorstehenden Wahl die Spitzenkandidaten von CDU, Linken, Grünen und SPD zum Podiumsgespräch. Am Ende wurde mal wieder über Antisemitismusdefinitionen gestritten

von Debora Eller  10.09.2026

Viktoria Ladyshenski

Schleswig-Holstein

»Wir packen unsere Koffer«

Viktoria Ladyshenski, Geschäftsführerin der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein, warnt, dass die Gefahr durch linken und islamistischen Antisemitismus in Deutschland nicht ernst genug genommen wird

 08.09.2026

Sachsen-Anhalt

Landeszentrale unterstützt Fahrten von Schülern zu jüdischen Gemeinden

Seit Jahren können Schulklassen für Fahrten zu Gedenkstätten Zuschüsse beim Land Sachsen-Anhalt beantragen. Künftig soll auch jüdisches Leben sichtbar gemacht werden, weshalb das Land die Förderung ausweitet

 31.08.2026

Ehrung

Rabbiner Andreas Nachama erhält Berliner Moses-Mendelssohn-Preis         

Er gilt als eine zentrale Figur des jüdischen Lebens in Deutschland: der Rabbiner und Publizist Andreas Nachama. Nun erhält er eine besondere Auszeichnung

von Daniel Zander  31.08.2026

Memoiren

Und dennoch!

2012 erschienen die Lebenserinnerungen der Schoa-Überlebenden Charlotte Knobloch. Titel: »In Deutschland angekommen«. Heute sagt sie: »Ich habe mich getäuscht.« Jetzt legt deshalb ein weiteres Buch vor

von Christoph Renzikowski  21.08.2026