Jerusalem

Wadephul: Iranische Waffen gefährden »nicht nur Israel, sondern auch uns in Europa«

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) am Dienstag in Jerusalem Foto: picture alliance/dpa

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat sich nach einem bis zuletzt geheimgehaltenen Besuch in Israel zu seinen Gesprächen geäußert. Mit seinem israelischen Amtskollegen Gideon Sa’ar diskutierte er die aktuelle Situation und die Frage, was nach dem andauernden Krieg gegen das iranische Regime geschehen sollte.

»Für mich als deutscher Außenminister war es wichtig, unsere Solidarität zu bekunden, mit Israel und natürlich auch über die Gesamtsituation zu sprechen, einen Blick darauf zu werfen: Wie kann dieser Konflikt irgendwann beendet werden, wenn man dem Iran die entscheidenden Waffen aus der Hand geschlagen hat?«, sagte Wadephul in einem Tiktok-Video, das an Bord seines Flugzeuges aufgenommen wurde.

Die iranischen Waffen gefährdeten »nicht nur Israel, sondern auch uns in Europa und die ganze Welt«, so der Minister. »Also all das, was an Urananreicherung geschieht und zu einer Atomwaffe (...) hätte führen können, aber vor allen Dingen ein ganz umfangreiches Raketenprogramm, sogenannte ballistische Raketen, die Israel, auch andere Regionen, auch Europa erreichen könnten.« Die Unterstützung Teherans »für viele Terrororganisationen hier in der Region« wurde ihm zufolge auch thematisiert.

Ausbreitung des Konfliktes

Am Montagabend habe er mit seinem amerikanischen Kollegen Marco Rubio telefoniert, sagte Wadephul. Die diskutierten Themen habe er anschließend am Dienstag in Israel mit Gideon Sa’ar vertieft. Dazu habe die Frage gehört, wie eine Situation erreicht werden könne, »wo man eine Sicherheitsstruktur nach diesem Krieg wieder errichtet.«

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»Weil uns allen natürlich daran gelegen ist, dass dieser Krieg sich nicht immer weiter ausbreitet, sondern dass das erreicht wird, was diese beiden Staaten (die USA und Israel, Anm. d. Red.) sich vorgenommen haben, aber dann auch darüber geredet werden kann: Wie können wir dazu kommen, dass die Situation sich wieder beruhigt?«

Die Auswirkungen seien »auch ganz praktisch bei uns an jeder Tankstelle« sichtbar, erklärte der Außenminister. »Und wir sehen natürlich auch hier in der Region ein Ausbreiten des Konfliktes, weil der Iran unverantwortlicherweise sich nicht nur verteidigt, sondern eben auch unbeteiligte dritte Staaten angreift.«

Am Abend war Wadephul auf dem Weg nach Riad. »Saudi-Arabien wird vom Iran angegriffen und dort wird Thema sein, was Saudi-Arabien tut, um sich zu verteidigen. Und in der Tat auch die Frage: Was können wir insgesamt tun? Was wird von Europa erwartet, um zu einer Befriedung der Situation zu kommen, um dazu beizutragen, dass dieser Konflikt nicht weiter eskaliert?« im

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