Berlin

Urteil zu Angriff auf Lahav Shapira erwartet

Der Angeklagte steht mit seinem Rechtsanwalt Ehssan Khazaeli im Saal des Amtsgerichts Tiergarten. Die Aufnahme stammt vom ersten Prozesstag am 8. April 2025. Foto: picture alliance/dpa

Nach dem brutalen Angriff eines Lehramtsstudenten auf seinen jüdischen Kommilitonen Lahav Shapira wird im Berufungsverfahren am Berliner Landgericht am Montag ein Urteil erwartet. Dabei geht es um die Höhe des Strafmaßes. Der Student Mustafa El-H. A. war im April vergangenen Jahres vom Amtsgericht Tiergarten wegen gefährlicher Körperverletzung zu drei Jahren Haft verurteilt worden.

Die Verteidigung beantragte im Berufungsverfahren, den Angeklagten zu einer nicht näher bezifferten Freiheitsstrafe unter zwei Jahren zu verurteilen und diese zur Bewährung auszusetzen. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft beantragte eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und elf Monaten. Die Nebenklage sprach sich dafür aus, die Berufung des Angeklagten zu verwerfen.

Krankenhausreif geschlagen

Der Täter hatte den Studenten Lahav Shapira im Februar 2024 vor einer Bar in Berlin-Mitte angegriffen. Shapira, Bruder des Comedians Shahak Shapira, hatte zuvor an der Berliner Freien Universität Plakate abgerissen, die er als antisemitisch empfunden hatte. Zudem leitete er dort als Administrator eine Chatgruppe, in der er antisemitische Beiträge gelöscht hatte. Daraufhin hatte ihn der damalige FU-Student Mustafa El-H. A. bei der Begegnung krankenhausreif geschlagen.

Lesen Sie auch

In erster Instanz war das Gericht beim Strafmaß über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinausgegangen. Diese hatte zwei Jahre und vier Monate gefordert, die Verteidigung plädierte auf eine Bewährungsstrafe. Gericht und Staatsanwaltschaft sahen bei der Attacke ein antisemitisches Motiv gegeben. Mustafa El-H. A. hatte die Tat gestanden. epd/ja

Islamismus

Tagesspiegel-Vorwürfe gegen Karoline Preisler: Nun antwortet die FDP-Politikerin

Hatte sie einen jungen Mann wegen einer Vornamensgleichheit zu Unrecht als CSD-Attentäter verdächtigt? Preisler widerspricht und beklagt, die Zeitung habe sie nicht zu Wort kommen lassen

 30.07.2026 Aktualisiert

Washington D.C.

Trump: Netanjahu will, dass USA im Iran involviert bleiben

Unterschiedliche Interessen Israels und der USA sind im Iran-Krieg mehrfach zutage getreten. Kurz vor seinem Treffen mit Netanjahu deutet Trump an, dass die Differenzen nicht überwunden sind

 28.07.2026

In eigener Sache

Volontär/in gesucht

Wir suchen zum 15. Oktober 2026 einen Volontär (m/w/d) in Vollzeit

 06.07.2026

Holzstörche zur Geburt in Niederösterreich. Noch immer werden neben den klassischen Namen viele biblische Namen den Kindern gegeben.

Statistik

Diese hebräischen Vornamen in Österreich sind am beliebtesten

Österreichische Eltern wählen gern Klassiker. Unter den Top Ten sind auch viele Namen biblischen Ursprungs

von Nicole Dreyfus  04.07.2026

Bundesamt für Statistik

Dieser hebräische Vorname ist am beliebtesten bei Schweizer Eltern

Auch in der Schweiz wählen Eltern weiterhin häufig biblische Namen für ihr Neugeborenes

von Nicole Dreyfus  04.07.2026 Aktualisiert

Erhebung

Dieser hebräische Babyname ist in Deutschland am beliebtesten

Welche Namen geben Eltern ihren Sprösslingen in diesem Jahr am liebsten? In welchen Bundesländern gibt es Abweichungen?

 04.07.2026 Aktualisiert

Doha

Indirekte Gespräche zwischen Iran und USA sollen begonnen haben

Die Lage zwischen den USA und dem Iran bleibt weiter angespannt. Dennoch laufen nun Gespräche im Golfstaat Katar

 01.07.2026

Diplomatie

»25 Gründe, warum ich Israel vermisse«

Der deutsche Botschafter Steffen Seibert verlässt in wenigen Tagen nach vier Jahren das Land und kehrt zurück nach Berlin

von Sabine Brandes  30.06.2026

Resümee

Felix Klein: Lebensqualität für Juden hat sich verschlechtert

Nach acht Jahren im Amt wechselt der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, im August den Job. Auf seine Amtszeit blickt der 58-Jährige mit gemischten Gefühlen zurück

von Corinna Buschow, Markus Geiler  29.06.2026