Terror auf See

Tote nach Huthi-Angriff auf Handelsschiff

Der unter liberianischer Flagge fahrende Massengutfrachter "Eternity C" beim Untergang im Roten Meer am Mittwoch, den 9. Juli 2025.
Der unter liberianischer Flagge fahrende Massengutfrachter »Eternity C« beim Untergang im Roten Meer am Mittwoch, den 9. Juli 2025 Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Die Huthi-Miliz hat nach US-Angaben das Handelsschiff »Eternity C« versenkt. Dabei wurden vier Menschen getötet. Die jemenitische Terrorgruppe übernahm am Mittwoch die Verantwortung für den tödlichen Angriff, den zweiten innerhalb von 24 Stunden auf dem Roten Meer.

Zuvor war am 6. Juli das Handelsschiff »Magic Seas« nach einer Attacke der Huthi untergegangen. Die Rebellen veröffentlichten ein Video. Darauf zu sehen sind maskierte Bewaffnete, die die »Magic Seas« stürmen, und Explosionen, die den Massengutfrachter versenkten.

Das zweite Schiff, die »Eternity C«, ein unter liberianischer Flagge fahrender Massentransporter, der am Montag in See stach, wurde bei dem Angriff schwer beschädigt. Bei der darauffolgenden Rettungsaktion, die laut der EU-Militäroperation Aspides am Mittwochmorgen stattfand und von einem Privatunternehmen durchgeführt wurde, wurden sechs Menschen aus dem Meer gerettet. Die Seeleute hätten mehr als 24 Stunden im Wasser verbracht, sagten sie.

Am frühen Mittwochabend hieß es, 19 Besatzungsmitglieder würden noch vermisst. Insgesamt sollen 22 Besatzungsmitglieder und drei Sicherheitsleute an Bord gewesen sein. Bereits zuvor hatte die EU-Militäroperation Aspides den Untergang der »Eternity C« nach einem Angriff der Miliz im Roten Meer bestätigt.

Hinsichtlich des Untergangs behauptete ein Sprecher des Huthi-Militärs, dass das Schiff in Richtung des israelischen Hafens Eilat unterwegs war und zur Unterstützung der Palästinenser in Gaza angegriffen wurde. Die Miliz greift seit Beginn des Gaza-Kriegs im Oktober 2023 immer wieder Handelsschiffe mit angeblichem Bezug zu Israel an. Erklärtes Ziel ist dabei die Unterstützung der Hamas im Gazastreifen. Diese wird wie die Huthi-Miliz vom Iran unterstützt.

Lesen Sie auch

Der Angriff auf die »Eternity C« stellt den schwersten Angriff dar, den die Huthis auf der entscheidenden Handelsroute durchführten. Dieser sowie der Untergang des Massengutträgers »Magic Seas« am vergangenen Sonntag werfen neue Fragen über die Sicherheit des Roten Meeres auf, da die Schiffe langsam begonnen hatten, in ihre Gewässer zurückzukehren.

Huthi-Angriffe haben viele Reedereien dazu veranlasst, den zeitaufwändigen Umweg um die Südspitze Afrikas zu machen, um das Rote Meer zu vermeiden, das normalerweise etwa 12 Prozent des Welthandels trägt. Jährlich wird auf dieser Seestraße Fracht im Wert von einer Milliarde Dollar transportiert.

Islamismus

Tagesspiegel-Vorwürfe gegen Karoline Preisler: Nun antwortet die FDP-Politikerin

Hatte sie einen jungen Mann wegen einer Vornamensgleichheit zu Unrecht als CSD-Attentäter verdächtigt? Preisler widerspricht und beklagt, die Zeitung habe sie nicht zu Wort kommen lassen

 30.07.2026 Aktualisiert

Washington D.C.

Trump: Netanjahu will, dass USA im Iran involviert bleiben

Unterschiedliche Interessen Israels und der USA sind im Iran-Krieg mehrfach zutage getreten. Kurz vor seinem Treffen mit Netanjahu deutet Trump an, dass die Differenzen nicht überwunden sind

 28.07.2026

In eigener Sache

Volontär/in gesucht

Wir suchen zum 15. Oktober 2026 einen Volontär (m/w/d) in Vollzeit

 06.07.2026

Holzstörche zur Geburt in Niederösterreich. Noch immer werden neben den klassischen Namen viele biblische Namen den Kindern gegeben.

Statistik

Diese hebräischen Vornamen in Österreich sind am beliebtesten

Österreichische Eltern wählen gern Klassiker. Unter den Top Ten sind auch viele Namen biblischen Ursprungs

von Nicole Dreyfus  04.07.2026

Bundesamt für Statistik

Dieser hebräische Vorname ist am beliebtesten bei Schweizer Eltern

Auch in der Schweiz wählen Eltern weiterhin häufig biblische Namen für ihr Neugeborenes

von Nicole Dreyfus  04.07.2026 Aktualisiert

Erhebung

Dieser hebräische Babyname ist in Deutschland am beliebtesten

Welche Namen geben Eltern ihren Sprösslingen in diesem Jahr am liebsten? In welchen Bundesländern gibt es Abweichungen?

 04.07.2026 Aktualisiert

Doha

Indirekte Gespräche zwischen Iran und USA sollen begonnen haben

Die Lage zwischen den USA und dem Iran bleibt weiter angespannt. Dennoch laufen nun Gespräche im Golfstaat Katar

 01.07.2026

Diplomatie

»25 Gründe, warum ich Israel vermisse«

Der deutsche Botschafter Steffen Seibert verlässt in wenigen Tagen nach vier Jahren das Land und kehrt zurück nach Berlin

von Sabine Brandes  30.06.2026

Resümee

Felix Klein: Lebensqualität für Juden hat sich verschlechtert

Nach acht Jahren im Amt wechselt der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, im August den Job. Auf seine Amtszeit blickt der 58-Jährige mit gemischten Gefühlen zurück

von Corinna Buschow, Markus Geiler  29.06.2026