Frankfurt am Main

Michel Friedman will nicht für TikTok tanzen

Michel Friedman Foto: picture alliance/dpa

Der Publizist Michel Friedman sieht in sozialen Netzwerken ein »brutales Instrument des Kapitalismus«. »Algorithmen machen aus allem, was wir inhaltlich beschreiben können, eine kommerziell zugespitzte Ware«, sagte Friedman der »Süddeutschen Zeitung« und fügte hinzu: »Sie verkaufen uns, denn sie haben nichts dagegen, dass Mächte wie Russland, aber auch China, mit ihnen unsere Demokratien angreifen.«

TikTok sei eine Plattform, die primär Propaganda und Lügen verbreite. »Sie lässt ihre Konsumenten manipulieren und verdummen. Für TikTok oder Instagram werde ich nicht anfangen zu singen oder zu tanzen«, sagte der 69-jährige Frankfurter Rechtsanwalt Friedman.

Lesen Sie auch

Bei allem hoffe er natürlich dennoch, dass seine Inhalte ihren Weg in die Netzwerke fänden. »Meine Rede im hessischen Landtag haben auf YouTube Hunderttausende Menschen gehört - und das sind junge Menschen«, sagte der Publizist.

Bei seiner Rede zum Gedenken an den 50. Todestag des Judenretters Oskar Schindler (1908-1974) am 9. Oktober vergangenen Jahres hatte Friedman die AfD im Landtag in Wiesbaden scharf attackiert und als »Partei des Hasses« bezeichnet. An die AfD-Abgeordneten gewandt, sagte er: »Oskar Schindler würde Sie verachten!« epd

Zeitgeschichte

Georges-Arthur Goldschmidt sieht Guillotine am Beginn der Schoa

Der französisch-deutsche Schriftsteller sagte in einem Interview »Diese Normalisierung der Todesstrafe hat Europa zerstört.«

 09.06.2026

Holocaust-Gedenken

Wagner und Mendel kritisieren Yad-Vashem-Entscheid

In Deutschland sollen zwei Niederlassungen der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem entstehen. Der jüdische Wissenschaftler Meron Mendel und der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wagner, sehen das in Teilen kritisch

 29.05.2026

Reisen

Kein Parkplatz am Ben-Gurion-Flughafen

US-Militärjets blockieren 70 Prozent des Flughafens. Flüge fallen aus, Airlines bleiben weg und kurz vor dem Sommer herrscht große Unsicherheit

von Sabine Brandes  29.05.2026

Diplomatie

Israels Präsident begrüßt ersten Botschafter Somalilands

Als weltweit erstes Land hatte Israel vor einem halben Jahr die muslimisch geprägte Region im Norden Somalias als unabhängigen Staat anerkannt. Jetzt kommt der erste Botschafter nach Israel

 18.05.2026

Internationaler Strafgerichtshof

Bericht: Geheime internationale Haftbefehle gegen Ben-Gvir und andere

»Haaretz« berichtet über mögliche neue Schritte gegen mehrere israelische Minister und Militärvertreter

von Sabine Brandes  17.05.2026

Stuttgart

Die Vorfreude steigt

Die Jüdische Allgemeine berichtet weiterhin live von der Jewrovision. Die Jugendzentren sind inzwischen nach und nach angekommen, das Madrichim-Team empfängt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort. Die Vorfreude auf die Show steigt!

 15.05.2026

Genf

Döpfner fordert beim World Jewish Congress entschlossenen Kampf gegen Antisemitismus

Mit Blick auf die Hamas-Massaker vom 7. Oktober kritisiert der Springer-Chef die Reaktion: »Unmittelbar nachdem die Bilder der Opfer zu sehen waren, begann die Verharmlosung.«

 12.05.2026

In eigener Sache

Wir suchen Verstärkung

Wir suchen zum 1. Juli 2026 einen Politik-Redakteur (m/w/d) in Vollzeit

 07.05.2026

Jerusalem

Israel fordert von Großbritannien mehr Einsatz gegen Antisemitismus

Nach einem weiteren Terrorangriff auf Juden wirft Jerusalem London vor, die Lage nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Präsident Herzog: »Es ist an der Zeit, dass die Welt aufwacht.«

 30.04.2026