Kompakt

Schinken

new york Ein junger Reformjude hat vergangene Woche im orthodoxen Stadtteil Williamsburg ein besonders unkoscheres Restaurant eröffnet. Wie Jason Marcus (30) der New York Post sagte, setze er auf Gäste, die Schinken mögen und sich wünschen, dass ihre »Schälchen von Miesmuscheln sich niemals leeren«. Das Lokal hat einen provozierenden Namen: »Traif«, das jiddische Wort für unreine Speisen. »Ich habe bemerkt, dass die meisten Leute nicht wissen, was es bedeutet, und deshalb neugierig sind«, sagt Marcus. Die Rabbiner der Umgebung empörten sich über die Eröffnung des Lokals. Nur einer, der chassidische Aktivist Isaac Abraham, sagte, er sei glücklich über den Namen des Restaurants. »Es ist das Alarmlämpchen, nicht einzutreten.« Inhaber Marcus hofft indes, dass der Ort zu einem jüdischen Treffpunkt werde und die Gemeinschaft zusammenbringe. Am Abend der Eröffnung lockte das Lokal mehr als 50 Gäste an, unter ihnen eine Gruppe chassidischer Juden. ja

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