Nahost

Israel soll Militärflugplatz in Nordsyrien attackiert haben

(Symbolfoto) Foto: copyright (c) Flash90 2020

Das israelische Militär hat nach syrischen Angaben einen Militärflugplatz im Nordwesten Syriens angegriffen. Das Außenministerium verurteilte die Angriffe vom frühen Morgen als Verletzung seiner Souveränität. Die Angriffe seien eine gefährliche Eskalation, die die Sicherheit und Stabilität der gesamten Region bedrohe, hieß es. Schäden oder Verletzte wurden nicht gemeldet.

Israel wollte sich auf Nachfrage nicht zu der Angelegenheit äußern. Der US-Sondergesandte für Syrien und US-Botschafter in der Türkei, Tom Barrack, bestätigte, dass es sich um israelische Angriffe handelt.

Seit dem 8. Dezember 2024 habe Israel wiederholt Ziele in Syrien angegriffen, während die syrische Regierung Zurückhaltung übe, die Stabilität stärken wolle und eine weitere Eskalation zu vermeiden versuche, teilte das syrische Außenministerium weiter mit. Die fortgesetzten Angriffe zeigten, dass Israel die Region in eine neue Phase von Spannungen und Instabilität treiben wolle.

USA: Angriffe gefährden Stabilität in der Region

Der US-Sondergesandte Barrack kritisierte die »bestätigten israelischen Luftangriffe« auf den Militärflugplatz Abu al-Duhur in Syrien als unnötige Eskalation. Die Angriffe trügen nicht zur Stabilität in der Region bei, schrieb Barrack auf X. Die Regierung von Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa habe weder eine aggressive Haltung eingenommen noch Stellvertreterkräfte unterhalten. Vielmehr habe sie wiederholt signalisiert, eine Deeskalation mit Israel anzustreben, betonte Barrack.

Die USA hätten in der Vergangenheit Gespräche zwischen den Konfliktparteien ermöglicht und würden dies auch künftig tun, um diplomatische Bemühungen voranzutreiben. Dauerhafte Vereinbarungen zur Deeskalation könnten nur durch anhaltenden Dialog mit allen beteiligten Staaten und maßgeblichen Akteuren erreicht werden.

Beobachter: Flugplatz soll wieder in Betrieb genommen werden

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte war der Flugplatz seit Jahren außer Betrieb. Er werde derzeit jedoch mit türkischer Unterstützung wieder instand gesetzt. Türkische Fahrzeuge und Ausrüstung seien dort seit einiger Zeit im Einsatz. Die Arbeiten dienten technischen und logistischen Vorbereitungen für eine mögliche Wiederinbetriebnahme. In den vergangenen Tagen soll zudem eine türkische Militärdelegation den Flugplatz besucht und sich über den Stand der Arbeiten informiert haben. dpa/ja

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