Kultur

Feste feiern

Sukkot steht vor der Tür. Das Fest, das ursprünglich die Wüstenwanderung der Israeliten symbolisiert, bezieht sich für viele Israelis heute zwar immer noch auf eine Wanderung, aber in einer völlig anderen Art und Weise. Diese wird nicht zu Fuß in der Wüste angetreten, sondern im klimatisierten Auto, mit dem man zwischen den unzähligen Festivals, die während dieser Feierwoche stattfinden werden, hin und her reist. Eine Schätzung spricht von über 100.000 Menschen, die mehr als 40 Festivals im Land besuchen werden.
In Israel aber lässt es die politische Realität nicht immer zu, Kultur zu genießen. Das Akko-Festival für alternatives Theater (www.accofestival.co.il), das am 4. Oktober eröffnet werden soll, zieht die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Im vorigen Jahr musste es wegen Krawallen zwischen jüdischen und arabischen Bürgern der Stadt abgesagt werden. Albert Ben Shoshan, Vorstandschef des Festivals, hofft auf einen friedlicheren Verlauf in diesem Jahr: »Wir tun alles, um die Stimmung zu beruhigen und glauben, dass alles gut gehen wird. Nach meiner Einschätzung werden wir die gleichen Besucherzahlen erreichen wie in den Jahren zuvor.«
Ein weiteres bekanntes Festival im Norden ist das internationale Filmfestival in Haifa (www.haifaff.co.il), das dieses Jahr seinen 25. Geburtstag feiert. Ein Blick auf die neuen israelischen Filme lohnt sich, denn die Filmkunst des Landes findet derzeit weltweit große Beachtung. Der Film Leba-non von Shmulik Maoz, der auch gezeigt wird, wurde vor gut zwei Wochen mit dem Golden Löwen in Venedig ausgezeichnet.

Klänge Wer Lust auf Musik hat, sollte in den Süden reisen. Das Arad-Festival war in den 90er-Jahren das wichtigste Musikfestival in Israel. Nach längerer Pause öffnet das »Volume Arad« (volume-arad.
cellcom.co.il) wieder seine Tore. Empfehlenswert ist das Konzert mit dem bezeichnenden Titel »Made in Israel« am 6. Okto-
ber, bei dem israelische Musiker, die die meiste Zeit außerhalb des Landes auftreten, sich gemeinsam präsentieren werden. Asaf Avidan wird mit Shlomi Shaban spielen, außerdem Izabo mit Oren Lavi und Avraham Tal. Ein weiteres Musikfestival im Süden ist »In-D-Negev« (www.in-d-negev.peasinspace.com). Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich dabei um ein Angebot für Freunde der israelischen Independent-Musik. Alternativ auch im Datum, es findet nicht wie andere Festivals während der Feiertagswoche statt, sondern erst eine Woche später. Für Liebhaber der düsteren Musik stehen dort Ruth Dolores Weiss und Aviv Guedj auf dem Programm, für genügend Spaß und Tanz sorgen die »Midnight Peacocks«.

Bewegung Yoga, Meditation und Tantra sind in Israel sehr beliebt. Diese New-Age-Welle hat bereits ihr eigenes Festival: Durch »Sagol« (www.sagol.org) wird man laut Veranstalter in die Lage versetzt, sich selbst und den Kosmos zu entdecken, mit Workshops wie »Ein Treffen mit mir« oder »Das Geheimnis der Namen in der Kabbala«. Das Festival wird, wie man erwarten kann, ökologisch und kinderfreundlich. Dabei soll neben Esoterik auch Musik geboten werden, mit Gruppen wie »Andralamosia« und »Boom Pam«.
Auch Tel-Aviv-Besucher können außerirdische Erfahrungen machen, nämlich beim ICON-Festival (www.icon.org.il). Was als kleine Konferenz des israelischen Vereins für Science-Fiction und Fantasy anfing, entwickelte sich zu einer sechstägigen Veranstaltungsreihe mit umfangreichem Programm.

Schweden

Im Wahlkampf mit dem Davidstern

Simona Mohamsson ist Schwedens Bildungs- und Integrationsministerin und Vorsitzende der Liberalen. Jetzt überraschte die Tochter muslimischer Einwanderer mit einer deutlichen Geste

von Michael Thaidigsmann  19.08.2026

Nahost

Israel soll Militärflugplatz in Nordsyrien attackiert haben

Israel hat seit dem Umsturz wiederholt auch Ziele in Syrien ins Visier genommen. Nun wird ein erneuter Angriff gemeldet. Der US-Sondergesandte für Syrien übt deutliche Kritik

 18.08.2026

Vandalismus

Deportationsmahnmal in Berlin beschmiert

Das Denkmal an der Putlitzbrücke soll an die über 30.000 Juden erinnern, die zu NS-Zeiten vom benachbarten Moabiter Güterbahnhof aus in Konzentrationslager deportiert wurden

 18.08.2026

Sachsen-Anhalt

Gericht: AfD-Mitgliedern kann Waffenbesitzkarte entzogen werden

Mitglieder und Unterstützer der AfD in Sachsen-Anhalt haben gegen den Entzug ihrer Waffenbesitzkarte geklagt. Das Verwaltungsgericht Magdeburg wies die Klage ab. Nun entschied das Oberverwaltungsgericht.

 10.08.2026

Potsdam

Jüdische Gelehrsamkeit in berühmter Schlösserlandschaft - Rabbinerseminare im Wandel

Vor fünf Jahren wurde das Europäische Zentrum Jüdischer Gelehrsamkeit eröffnet - mit Rabbinerseminaren und einer Synagoge. Seitdem hat sich in der Rabbinerausbildung viel verändert. Wie geht es weiter?

von Leticia Witte  10.08.2026

Islamismus

Tagesspiegel-Vorwürfe gegen Karoline Preisler: Nun antwortet die FDP-Politikerin

Hatte sie einen jungen Mann wegen einer Vornamensgleichheit zu Unrecht als CSD-Attentäter verdächtigt? Preisler widerspricht und beklagt, die Zeitung habe sie nicht zu Wort kommen lassen

 30.07.2026 Aktualisiert

Washington D.C.

Trump: Netanjahu will, dass USA im Iran involviert bleiben

Unterschiedliche Interessen Israels und der USA sind im Iran-Krieg mehrfach zutage getreten. Kurz vor seinem Treffen mit Netanjahu deutet Trump an, dass die Differenzen nicht überwunden sind

 28.07.2026

In eigener Sache

Volontär/in gesucht

Wir suchen zum 15. Oktober 2026 einen Volontär (m/w/d) in Vollzeit

 06.07.2026

Holzstörche zur Geburt in Niederösterreich. Noch immer werden neben den klassischen Namen viele biblische Namen den Kindern gegeben.

Statistik

Diese hebräischen Vornamen in Österreich sind am beliebtesten

Österreichische Eltern wählen gern Klassiker. Unter den Top Ten sind auch viele Namen biblischen Ursprungs

von Nicole Dreyfus  04.07.2026