Thüringen

»Definitiv ein Dammbruch«

Die Wahl eines Ministerpräsidenten mit und dank Stimmen der AfD war für Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, »definitiv ein Dammbruch«.

Er hätte die Möglichkeit, dass ein Abgeordneter der FDP oder der CDU eine so zustande gekommene Wahl annehme, bis vor einer Woche mit »niemals« beantwortet, sagte Schuster am Montag in Frankfurt/Main bei einer Veranstaltung des Wirtschaftsclubs Rhein-Main.

»Von den Rändern her fangen Rechtspopulisten an, unsere demokratischen Werte zu untergraben«, warnte der Zentralratspräsident.

Einfallstore Das sei in der vergangenen Woche in Thüringen erlebbar geworden. »Diese Einfallstore müssen wir wieder schließen«, forderte Schuster, der in Frankfurt zu Antisemitismus in Vergangenheit und Gegenwart gesprochen hatte. Dabei warnte er insbesondere vor antisemitischer Hetze in sozialen Medien, die »in beängstigender Häufigkeit« zu sehen sei.

»Wie entsetzlich die Folgen des Hasses im Netz sind, hat im vergangenen Jahr der Anschlag (auf die Synagoge) in Halle gezeigt«, mahnte Schuster. dpa

Holzstörche zur Geburt in Niederösterreich. Noch immer werden neben den klassischen Namen viele biblische Namen den Kindern gegeben.

Statistik

Diese hebräischen Vornamen in Österreich sind am beliebtesten

Österreichische Eltern wählen gern Klassiker. Unter den Top Ten sind auch viele Namen biblischen Ursprungs

von Nicole Dreyfus  04.07.2026

Bundesamt für Statistik

Dieser hebräische Vorname ist am beliebtesten bei Schweizer Eltern

Auch in der Schweiz wählen Eltern weiterhin häufig biblische Namen für ihr Neugeborenes

von Nicole Dreyfus  04.07.2026 Aktualisiert

Erhebung

Dieser hebräische Babyname ist in Deutschland am beliebtesten

Welche Namen geben Eltern ihren Sprösslingen in diesem Jahr am liebsten? In welchen Bundesländern gibt es Abweichungen?

 04.07.2026 Aktualisiert

Doha

Indirekte Gespräche zwischen Iran und USA sollen begonnen haben

Die Lage zwischen den USA und dem Iran bleibt weiter angespannt. Dennoch laufen nun Gespräche im Golfstaat Katar

 01.07.2026

Diplomatie

»25 Gründe, warum ich Israel vermisse«

Der deutsche Botschafter Steffen Seibert verlässt in wenigen Tagen nach vier Jahren das Land und kehrt zurück nach Berlin

von Sabine Brandes  30.06.2026

Resümee

Felix Klein: Lebensqualität für Juden hat sich verschlechtert

Nach acht Jahren im Amt wechselt der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, im August den Job. Auf seine Amtszeit blickt der 58-Jährige mit gemischten Gefühlen zurück

von Corinna Buschow, Markus Geiler  29.06.2026

Bündnis Sahra Wagenknecht

Mit einer Portion Antisemitismus gegen den Zionismus

Das Jugendbündnis im BSW hat einen Beschluss zum Zionismus gefasst, der aufhorchen lässt. Auf Instagram verwendete der Verband zudem antisemitische Bildsprache aus der NS-Zeit

von Michael Thaidigsmann  22.06.2026

Zeitgeschichte

Georges-Arthur Goldschmidt sieht Guillotine am Beginn der Schoa

Der französisch-deutsche Schriftsteller sagte in einem Interview »Diese Normalisierung der Todesstrafe hat Europa zerstört.«

 09.06.2026

Holocaust-Gedenken

Wagner und Mendel kritisieren Yad-Vashem-Entscheid

In Deutschland sollen zwei Niederlassungen der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem entstehen. Der jüdische Wissenschaftler Meron Mendel und der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wagner, sehen das in Teilen kritisch

 29.05.2026