Gazastreifen

»Kommt nicht in Frage« – Hamas schließt Entwaffnung aus

Hamas-Terroristen in Gaza Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Die Hamas weigert sich offenbar, ihre Waffen abzugeben, wie es eigentlich in der zweiten Phase des Friedensplans für den Gazastreifen vorgesehen ist. Eine Entwaffnung »kommt nicht in Frage und ist nicht verhandelbar«, sagte ein Vertreter der Terrororganisation am Samstag zu Reportern der Nachrichtenagentur AFP.

Der von den USA entwickelte 20-Punkte-Plans für ein Ende des Krieges im Gazastreifen sieht eigentlich vor, dass die Hamas ihre Waffen abgibt. Das war auch eine Kernforderung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Der will damit sicherstellen, dass die Terrororganisation möglichst dauerhaft entmachtet wird und die Massaker vom 7. Oktober 2023 nicht wiederholen kann.

Punkt sechs des Plans sieht vor, dass, sobald alle Geiseln freigelassen worden sind, Hamas-Mitgliedern Amnestie gewährt werden soll, wenn sie ihre Waffen freiwillig abgeben und sich zur friedlichen Koexistenz verpflichten. Hamas-Mitglieder, die den Küstenstreifen verlassen wollen, soll sicheres Geleit gewährt werden.

Der Plan sieht außerdem vor, dass sämtliche militärische und terroristische Infrastruktur, einschließlich Tunnel und Waffenfabriken zerstört werden sollen. Der Entmilitarisierungsprozess im Gazastreifen umfasst auch den Rückkauf und die Unbrauchbarmachung von Waffen.

Erst wenn die Demilitarisierung des Gazastreifens abgeschlossen ist, soll sich die israelische Armee dem Plan zufolge vollständig aus dem Küstenstreifen zurückziehen. ja

Essay

Der Flüchtlingsstatus der Palästinenser muss endlich enden!

Wer über Asyl spricht, muss auch über die Bedingungen sprechen, unter denen Schutz wieder entfallen sollte

von Steven Guttmann  16.07.2026

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Herkunft und Sympathien der Spielerikone kursieren, erzählen die Söhne eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine andere, besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  16.07.2026 Aktualisiert

Italien

Wenn Anne Frank und Primo Levi mit »Nazis« beschmiert werden

Erneut antisemitischer Vandalismus gegen ein Holocaust-Gedenkgemälde in Mailand

 16.07.2026

Israel

Knesset beschließt Ausweitung geschlechtergetrennter Studiengänge

In Zukunft sollen auch Master- und Promotionsstudiengänge getrennt ür Frauen und Männer ermöglicht werden

 16.07.2026

Washington D.C.

Künftige kolumbianische Regierung will Botschaft nach Jerusalem verlegen

Damit gibt es bald neun diplomatische Vertretungen in der israelischen Hauptstadt

 16.07.2026

Westjordanland

Sicherheitsbehörden: Angriffe gewaltbereiter Siedler gehen zurück

Seit dem Höchststand im März sollen die Zahlen zuletzt aufgrund der Maßnahmen von Armee, Inlandsgeheimdienst und Polizei zurückgegangen sein

 16.07.2026

Tel Aviv

Eisenkot erhebt schwere Vorwürfe gegen Netanjahu

Netanjahu habe ihn vor Jahren als Generalstabschef gebeten, Soldaten auf den Golanhöhen in einen Schutzbunker zu schicken – in einem Gebiet, in dem sein Sohn Avner stationiert war

 16.07.2026

Wahlkampf

Der Anti-Bibi

Erstmals führt Gadi Eizenkot mit seiner Partei Jaschar die Wahlumfragen an. Wer ist der überraschende Top-Herausforderer?

von Joshua Schultheis  16.07.2026

Israel

Oberstes Gericht stoppt Gesetz zum Schutz ultraorthodoxer Verweigerer des Wehrdienstes

Die Richter kündigen zudem eine rasche Anhörung über die Rechtmäßigkeit der Regelung an

 16.07.2026