Gazastreifen

»Kommt nicht in Frage« – Hamas schließt Entwaffnung aus

Hamas-Terroristen in Gaza Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Die Hamas weigert sich offenbar, ihre Waffen abzugeben, wie es eigentlich in der zweiten Phase des Friedensplans für den Gazastreifen vorgesehen ist. Eine Entwaffnung »kommt nicht in Frage und ist nicht verhandelbar«, sagte ein Vertreter der Terrororganisation am Samstag zu Reportern der Nachrichtenagentur AFP.

Der von den USA entwickelte 20-Punkte-Plans für ein Ende des Krieges im Gazastreifen sieht eigentlich vor, dass die Hamas ihre Waffen abgibt. Das war auch eine Kernforderung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Der will damit sicherstellen, dass die Terrororganisation möglichst dauerhaft entmachtet wird und die Massaker vom 7. Oktober 2023 nicht wiederholen kann.

Punkt sechs des Plans sieht vor, dass, sobald alle Geiseln freigelassen worden sind, Hamas-Mitgliedern Amnestie gewährt werden soll, wenn sie ihre Waffen freiwillig abgeben und sich zur friedlichen Koexistenz verpflichten. Hamas-Mitglieder, die den Küstenstreifen verlassen wollen, soll sicheres Geleit gewährt werden.

Der Plan sieht außerdem vor, dass sämtliche militärische und terroristische Infrastruktur, einschließlich Tunnel und Waffenfabriken zerstört werden sollen. Der Entmilitarisierungsprozess im Gazastreifen umfasst auch den Rückkauf und die Unbrauchbarmachung von Waffen.

Erst wenn die Demilitarisierung des Gazastreifens abgeschlossen ist, soll sich die israelische Armee dem Plan zufolge vollständig aus dem Küstenstreifen zurückziehen. ja

Geiselverhandlungen

Israels geheimer Draht zur Hamas

Ein ehemaliger Mitarbeiter des Geheimdienstes Schin Bet enthüllt in einem Interview erstmals direkte Gespräche mit der Führung der Terrororganisation nach dem 7. Oktober 2023

von Sabine Brandes  30.08.2026

Westjordanland

Auslandspresseverband in Israel fordert Schutz für Journalisten

Gewalttätige Siedler attackieren US-Journalisten im Westjordanland – der Auslandspresseverband warnt vor einem gefährlichen Trend

 30.08.2026

Knesset-Wahlen

Ein Wegweiser durch den Dschungel der israelischen Politik

Am 27. Oktober wählt Israel. Sie wollen mitreden, aber können die Parteien nicht auseinanderhalten? Willkommen im Klub. Die Israelis können es auch nicht

von Guy Katz  30.08.2026

Jerusalem

Geheimdienst: Netanjahus Sohn wegen Bedrohung aus USA zurück

Netanjahu hatte von iranischen Mordplänen gegen einen seiner Söhne gesprochen. Der Inlandsgeheimdienst bestätigt nun, Jair sei wegen einer akuten Bedrohung aus den USA nach Israel zurückgekehrt

 30.08.2026

Jerusalem

Netanjahu verurteilt Gewalt radikaler Siedler im Westjordanland

In Kusra belagern radikale Siedler seit drei Wochen mehrere Häuser palästinensischer Einwohner. Erstmals hat sich nun der Ministerpräsident dazu geäußert

 30.08.2026

Rehovot

Israelische Forscher melden Erfolg bei Krebsforschung

Forscher des Weizmann Institute of Science entdeckten gemeinsam mit amerikanischen Wissenschaftlern einen bislang unterschätzten Mechanismus bei der Entstehung genetischer Mutationen

 28.08.2026

Birmingham

Ermittlungen gegen früheren Polizeichef wegen Ausschluss israelischer Fußballfans

Der Ausschluss von Anhängern des israelischen Fußballclubs Maccabi Tel Aviv bei dessen Auswärtsspiel im November vergangenen Jahres in Großbritannien hat ein Nachspiel

 28.08.2026

Vereinte Nationen

Generalsekretär Guterres: UN-Sonderberichterstatter »völlig außer Kontrolle« in Bezug auf Israel

Der scheidende UN-Generalsekretär António Guterres hat die extreme Einseitigkeit einiger UN-Sonderberichterstatter bezüglich des jüdischen Staates eingeräumt. Eine allgemeine Voreingenommenheit der UNO gegenüber Israel sieht er aber nicht

 28.08.2026

7. Oktober

»Sie aßen Kuchen – als ob kein Skelett neben ihnen läge«

Die ehemalige israelische Geisel Evyatar David erzählt erstmals einem internationalen Sender vom Hunger, der Gefangenschaft in den Terrortunneln der Hamas und wie es ihm heute geht

von Sabine Brandes  27.08.2026