München

Aufklären und warnen

Das NS-Dokumentationszentrum vergibt künftig einen Preis für herausragende Projekte

11.10.2017 – von Helmut ReisterHelmut Reister

Auf facebook teilen Auf twitter teilen Auf google+ teilen per E-Mail schicken

Ab dem kommenden Jahr wird das NS-Dokumentationszentrum einen Preis für Projekte verleihen, die der Aufklärung über den Nationalsozialismus dienen. Den Auftrag dazu erteilte der Münchner Stadtrat.

Einer Mitteilung des NS-Dokumentationszentrums zufolge sollen herausragende Publikationen, Aktivitäten und Projekte ausgezeichnet werden, die maßgeblich zur Aufklärung der NS-Zeit, der vom NS-Regime begangenen Verbrechen sowie über Folgen und Weiterwirken des nationalsozialistischen Denkens in der Bundesrepublik beitragen. Der Preis ist mit 8000 Euro dotiert und soll künftig alle zwei Jahre vergeben werden.

Expertengruppe Bei der Auswahl der Projekte soll besonderes Augenmerk auf eine hohe Qualität, eine breite gesellschaftliche Wirkung und eine zeitgemäße, zukunftsorientierte Ausgestaltung der Beiträge gelegt werden. Dies soll eine Jury sicherstellen, die aus sechs Fachleuten aus dem deutschsprachigen Raum und fünf ehrenamtlichen Mitgliedern des Stadtrats besteht. Die Expertengruppe wird internationale Publikationen und Projekte vorschlagen, diese diskutieren und daraus eine Preisträgerin oder einen Preisträger empfehlen. Die endgültige Entscheidung über die Preisvergabe trifft schließlich der Stadtrat.

»Die heute wieder massiv von Rechtspopulisten und Rechtsextremen verbreiteten Hetzparolen gleichen auf erschreckende Weise der nationalsozialistischen Propaganda. Fremdenhass, Antisemitismus und Geschichtsvergessenheit dringen vom rechten Rand in die Mitte der Gesellschaft vor«, warnt Hans-Georg Küppers, Kulturreferent der Landeshauptstadt München. »Dagegen müssen wir ein entschiedenes ›Nie wieder!‹ setzen«, so Küppers über die Zielsetzung der Preisverleihung.

Winfried Nerdinger, Gründungsdirektor des NS-Dokumentationszentrums, unterstrich ebenfalls die Notwendigkeit eines solchen Engagements. »Es ist unsere Aufgabe, im NS-Dokumentationszentrum über die NS-Zeit aufzuklären und deutlich zu machen, wo die menschenverachtende Ideologie der Rechten ihre Wurzeln hat. Mit dem Preis, den wir ab dem nächsten Jahr verleihen, zeichnen wir Beiträge aus, die genau diese Arbeit und Zielsetzung unterstützen.«

www.ns-dokuzentrum-muenchen.de

Auf facebook teilen Auf twitter teilen Auf google+ teilen per E-Mail schicken

Video

Chanukka Sameach!

Fotostrecken

Unser Blog aus Israel

BDS

BDS-Bewegung – zum Dossier

Boycott Divestment Sanctions

Zum Dossier

Wieso Weshalb Warum

Religiöse Bräuche und Begriffe

mehr…

Sprachgeschichte(n)

Über die Herkunft gängiger Wörter wie Pleite, Knast und Polente

mehr…

Anzeige

Gottesdienste

Gottesdienste in den Jüdischen Gemeinden

Glossar

Glossar

Gemeinden

Juedische Gemeinden

Service

Service

Wetter

Wetter - Herbst
Berlin
4°C
schneeregenschauer
Frankfurt
5°C
regenschauer
Tel Aviv
17°C
wolkig
New York
-4°C
wolkig
Zitat der Woche
»Einer unserer Anwälte ist Jude.«
Kayla Moore, Ehefrau des US-Politikers Roy Moore, verteidigt ihren Mann
gegen Vorwürfe, er sei antisemitisch, rassistisch und habe Frauen belästigt.