Berlin

Zum ersten Mal

»Be Cool, be Kosher, be Berlin«: der Slogan auf Luftballons und Papphütchen Foto: Gregor Zielke

»Koscher feiern und leben« – unter diesem Motto zogen hunderte Menschen am Sonntag in der »Jüdischen Parade« vom Olivaer Platz zur Münsterschen Straße. Mit dabei: tanzende Rabbiner, als Clowns verkleidete Rabbinatsstudenten, Kindergartenkinder und Schüler, Synagogenbeter und Artisten, Musiker und zahlreiche Gemeindemitglieder. Angeführt wurde der bunte Zug von einem Festwagen mit tanzenden Figuren sowie dem Modell einer koscheren Küche.

Ganz vorn liefen gemeinsam Rabbiner Yehuda Teichtal und der US-Gesandte Greg Delawie, der sich freute, »dass es wieder so fröhliches jüdisches Leben mitten in Berlin« gibt. Die Parade von Chabad Lubawitsch fand bereits im vergangenen Jahr statt. Diesmal führte sie erstmals direkt über den Kurfürstendamm. Vor dem Jüdischen Bildungszentrum wurde bis zum Abend mit Musik, Bühnenshow, Kinderattraktionen, zahlreichen Informationsständen und koscherem Essen gefeiert. ja

Programm

Vortrag, Führung, Finissage: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 27. August bis zum 3. September

 26.08.2026

Neuanfang

Erste Klasse

Zwischen Schultüte und Blumen: Jüdinnen und Juden öffnen ihre Fotoalben und blicken auf ihre Einschulung zurück – in Israel, im Baltikum, in der Sowjetunion sowie in Ost- und West-Berlin

von Christine Schmitt  26.08.2026

Kommentar

Die verlorene Mitte

Beim Betrachten des Wahlkampfs zu den Landtagswahlen im Herbst muss man feststellen: Judenhass ist in Deutschland längst kein Ausschlusskriterium mehr für die Parteien der sogenannten politischen Mitte

von Benjamin Graumann  26.08.2026

Plädoyer

Stark und selbstbewusst

Die Zeiten des Ghettos und Sich-Wegduckens gehören zum Glück der Vergangenheit an. Umso mehr sollten Juden hierzulande entschiedener für ihre Interessen eintreten

von Sacha Stawski  25.08.2026

München

Von Deutschland in die Welt

Eine Ausstellung widmet sich dem Wirken jüdischer Architekten, deren Karrieren von Verfolgung und Exil bestimmt waren. Ihre Bauten beeinflussten die Moderne maßgeblich

von Ellen Presser  25.08.2026

Dresden

Ausstellung würdigt jüdische Sportlerinnen und Sportlern

Deutsch-jüdische Sportlerpersönlichkeiten stehen im Mittelpunkt einer Präsentation. Anlässlich des Jahres der jüdischen Kultur wird sie in Dresden gezeigt

 25.08.2026

Spremberg/Forst

Stolpersteine gestohlen

Der Staatsschutz ermittelt

 24.08.2026

Dresden

Unbekannter entwendet Kippa

Der Staatsschutz der Dresdner Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen

 24.08.2026

Meinung

Jüdische Schulen: Orte der Zugehörigkeit

Der Wunsch nach jüdischer Bildung wächst, während die Strukturen zunehmend fragil werden

von Eduard Steinberg  24.08.2026