Frankfurt/Main

Zeichen der Solidarität

Abubakr-Moschee in Frankfurt/Main Foto: dpa

Der Präsident des Zentralrates der Juden, Dieter Graumann, wird am Aktionstag der Islamverbände an diesem Freitag eine Moschee in Frankfurt am Main besuchen. »Anschläge auf Moscheen tun uns natürlich auch weh«, sagte Graumann dem Evangelischen Pressedienst. Der Zentralrat der Juden habe immer an der Seite der muslimischen Gemeinschaft gestanden, wenn diese – in welcher Form auch immer – angegriffen wurde, »und das werden wir auch weiterhin tun«, versicherte er.

freitagsgebet Anlässlich des Freitagsgebetes wird Graumann die Abubakr-Moschee besuchen. Nach dem Gebet ist dort eine Kundgebung geplant. An diesem Aktionstag ein Zeichen der Solidarität zu setzen, sei ihm sehr wichtig und eine persönliche Herzenssache, sagte der Zentralratspräsident. »Es ist gut, dass sich die muslimischen Verbände gegen den Terrorismus fanatischer Islamisten zur Wehr setzen wollen«, ergänzte er.

Die Islamverbände wollen am Freitag gegen Hass und den Missbrauch von Religion ein Zeichen setzen. In bundesweit rund 2000 Moscheen sind nach dem Freitagsgebet Mahnwachen und Friedensgebete geplant. In großen Städten soll es zudem Kundgebungen mit Politikern geben. epd

Programm

Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 30. April bis zum 7. Mai

 29.04.2026

Düsseldorf

Zwei Familien, eine Freundschaft

Die Rubinsteins und die Spiegels erlebten wichtige Momente gemeinsam. Erinnerungen an einen Freund

von Herbert Rubinstein  29.04.2026

Erinnern

»Paul, du fehlst«

Vor 20 Jahren am 30. April starb Paul Spiegel. Als Zentralratspräsident hat er das Land geprägt und sich für Verständigung eingesetzt. Wie würde er auf das Heute blicken? Gedanken von Gisèle Spiegel

von Gisèle Spiegel  29.04.2026

Jubiläum

»Wir richten den Blick nach vorn«

Toby Axelrod über 20 Jahre Limmud Deutschland, Herausforderungen und eine ganz besondere Aktion

von Christine Schmitt  28.04.2026

Militär

Für Deutschland kämpfen?

Nach der Schoa war es für Juden unvorstellbar, wieder in einer deutschen Armee zu dienen. Doch wie blickt die jüdische Gemeinschaft heute auf die Bundeswehr?

von Joshua Schultheis  28.04.2026

Gedenken

17 neue Stolpersteine für Magdeburg

Seit dem Jahr 2007 wurden in Magdeburg mehr als 860 Stolpersteine für Opfer der Verfolgungen in der Zeit des Nationalsozialismus verlegt. Am 4. Mai kommen weitere 17 Steine an den Wohnorten von jüdischen Mitbewohnern hinzu

 28.04.2026

Berlin

Festakt zur Umbenennung in Margot-Friedländer-Platz

Der Vorplatz des Berliner Abgeordnetenhauses wird zum 7. Mai umbenannt

 28.04.2026

Berlin

»Ich will mich nicht verstecken«

Ron Dekel wurde angepöbelt, weil er eine Kippa trug. Ein Video davon ging viral, er wurde im Netz beleidigt, man lauerte ihm vor der Synagoge auf. Hier spricht der Präsident der Studierendenunion darüber, was ihm passiert, seitdem er sich sichtbar als Jude zeigt

von Mascha Malburg  27.04.2026

Anschlag

Hakenkreuz an Synagoge in Cottbus

Innerhalb weniger Tage ist die Cottbuser Synagoge zweimal von Unbekannten beschmiert worden. In der Nacht zum Montag wurde an der Fassade ein Hakenkreuz entdeckt. Zeitgleich wurde ein alternatives Wohnprojekt mit einer Rauchbombe attackiert

 27.04.2026