Frankfurt/Main

Zeichen der Solidarität

Abubakr-Moschee in Frankfurt/Main Foto: dpa

Der Präsident des Zentralrates der Juden, Dieter Graumann, wird am Aktionstag der Islamverbände an diesem Freitag eine Moschee in Frankfurt am Main besuchen. »Anschläge auf Moscheen tun uns natürlich auch weh«, sagte Graumann dem Evangelischen Pressedienst. Der Zentralrat der Juden habe immer an der Seite der muslimischen Gemeinschaft gestanden, wenn diese – in welcher Form auch immer – angegriffen wurde, »und das werden wir auch weiterhin tun«, versicherte er.

freitagsgebet Anlässlich des Freitagsgebetes wird Graumann die Abubakr-Moschee besuchen. Nach dem Gebet ist dort eine Kundgebung geplant. An diesem Aktionstag ein Zeichen der Solidarität zu setzen, sei ihm sehr wichtig und eine persönliche Herzenssache, sagte der Zentralratspräsident. »Es ist gut, dass sich die muslimischen Verbände gegen den Terrorismus fanatischer Islamisten zur Wehr setzen wollen«, ergänzte er.

Die Islamverbände wollen am Freitag gegen Hass und den Missbrauch von Religion ein Zeichen setzen. In bundesweit rund 2000 Moscheen sind nach dem Freitagsgebet Mahnwachen und Friedensgebete geplant. In großen Städten soll es zudem Kundgebungen mit Politikern geben. epd

Holocaust-Gedenktag

»Mama, wo sind all die Menschen?«

Tova Friedman sprach im Deutschen Bundestag über ihre Deportation nach Auschwitz, das Grauen im KZ und darüber, was das Überleben mit ihr gemacht hat. Wir dokumentieren ihre Rede

von Tova Friedman  28.01.2026

Programm

Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 29. Januar bis zum 5. Februar

 28.01.2026

Meinung

Was würden Saba und Safta sagen?

Sie würden uns zurufen: »Wehrt euch gegen diesen Hass! Schließt euch mit denen zusammen, die in Deutschland bisher schweigen aber dennoch die Mehrheit darstellen.«

von Avitall Gerstetter  28.01.2026

Berlin

Feuer im Jüdischen Krankenhaus: Kein antisemitisches Motiv

In der Nacht kommt es zu einem Feueralarm. Ein Patient steht im Verdacht, einen Brand verursacht zu haben. Viele Details sind weiterhin unklar

 28.01.2026 Aktualisiert

Gedenken

Union Berlin und Hertha BSC gedenken gemeinsam der Holocaust-Opfer

Am internationalen Holocaust-Gedenktag erinnerten die beiden Stadtrivalen Hertha BSC und Union Berlin gemeinsam an die Deportationen, die in der NS-Zeit vom S-Bahnhof Grunewald ausgingen Beide Vereine mahnten zum Vertrauen in die Demokratie

 27.01.2026

Gedenken

Iris Berben erinnert an Schoa-Überlebende Margot Friedländer

Die Schauspielerin engagiert sich im Projekt »Ich bin Zweitzeugin von...«. So soll die Erinnerung an die Überlebenden des Holocaust wach bleiben

von Anita Hirschbeck  27.01.2026

Studien

Trauma, Resilienz und Lebenswille: Warum manche Schoa-Überlebende so alt werden

Die Forschung ist einem bemerkenswerten Phänomen auf der Spur: Viele Überlebende des Holocausts werden auffallend alt

 27.01.2026

Digitalisierung

Avatare gegen das Vergessen

Wie soll in Zukunft an die Schoa erinnert werden? Eine Konferenz hat sich unter anderem mit dieser Frage auseinandergesetzt und ein Hologramm der Zeitzeugin Eva Umlauf vorgestellt

von Helmut Kuhn  26.01.2026

Berlin

Vorzeigeprojekt »Kanaan« meldet Insolvenz an

Das israelisch-palästinensische Restaurant im Stadtteil Prenzlauer Berg stellt seinen Restaurantbetrieb bald ein

 26.01.2026