Gedenken

»Wir werden sie niemals vergessen«

Dieter Graumann Foto: Christian Rudnik

»Wir gedenken heute aller Frauen und Männer, aller Mütter und Väter und aller Kinder, die in der Schoa umgebracht wurden. Wir verneigen uns in Trauer und Respekt vor ihnen. Und wir versprechen, dass wir sie niemals vergessen werden.« Dies sagte Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, zum heutigen Holocaust-Gedenktag, Jom Haschoa.

Die Zahl der sechs Millionen Opfer der Schoa sei niemals eine abstrakte Größe und werde es niemals sein, betonte Graumann. »Vielmehr denken wir an unsere Großmütter und Großväter, die wir zu oft niemals hatten, an so viele Verwandte, an Freunde unserer Großeltern – von denen es vielleicht noch ein Foto gibt, von denen wir zuweilen nur noch eine Geschichte kennen. Doch kennenlernen konnten wir sie nie. Ihr Leben wurde in der Schoa ausgelöscht. An sie denken wir an diesem Tag, sogar an jedem Tag.«

Und auch jene, die in der Schoa unsagbar gelitten haben und dem Tod oft nur knapp entronnen sind, würden nicht vergessen, so Graumann weiter. »Es ist uns gleichermaßen Herzenswunsch und Pflicht, diesen geplagten und traumatisierten Menschen einen würdigen Lebensabend zu bereiten. Wir wollen ihnen zuhören, damit wir in Zukunft ihre Stimme sein und ihre Geschichten und Gefühle weitergeben können. Nie wieder sollen sie sich verlassen fühlen.« ja

»Paul-Spiegel-Filmfestival«

Sieben gute Filme

In Düsseldorf beginnen das Festival unter dem Motto »Jüdische Welten« mit einem besonderen Gast vor jedem Film

 16.04.2026

Hochschule

»Spaltung statt Austausch«

Das Studierendenparlament der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf fordert den akademischen Boykott Israels. Der jüdische Student Michael Ilyaev erklärt, warum er das für falsch hält

von Joshua Schultheis  15.04.2026

Programm

Hawdala, ein rotes Sofa und das Geheimnis der Königin: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 16. April bis zum 23. April

 15.04.2026

München

»Die Stimmung ging sofort in Richtung Aufbruch«

Grigori Dratva über einen Anschlag auf das Restaurant »Eclipse Grillbar«, Solidarität und den Blick nach vorn

von Luis Gruhler  15.04.2026

Carolin Bohl sel. A.

Blockiertes Gedenken

Wie sich in einer kleinen Stadt in Niedersachsen bei der Planung eines Benefizkonzerts für Terroropfer in Israel die Menschlichkeit durchsetzte

von Sophie Albers Ben Chamo  14.04.2026

Jom Haschoa

Narbe gegen das Vergessen

Wir, die Nachkommen der Zeitzeugen und der Ermordeten, dürfen das Leid unserer Großeltern nicht verstecken – wir müssen dafür sorgen, dass es unseren Kindern erspart bleibt

von Eugene Korsunsky  14.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  13.04.2026

Gedenken

Zwischenrufe bei Weimer-Rede in Buchenwald

Schon im Vorfeld hatte es Kritik am Auftritt des Kulturstaatsministers beim Buchenwald-Gedenken gegeben. Auch vor Ort gab es Gegenwind. Das sagt Weimer selbst dazu

 13.04.2026

Gedenken

»Für mich steht sein ›Hochverrat‹ heute als das höchste Zeugnis von Treue zur Menschlichkeit«

Hape Kerkeling sprach anlässlich des 81. Jahrestages der Befreiung des KZ Buchenwald über seinen Großvater Hermann, der dort fast drei Jahre inhaftiert war. Wir dokumentieren seine Rede

 13.04.2026