Berlin

Wegner verspricht Schutz jüdischen Lebens

Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner Foto: picture alliance / contrastphoto

Berlin

Wegner verspricht Schutz jüdischen Lebens

Der Regierende Bürgermeister versprach eine konsequente Haltung

 10.10.2023 20:39 Uhr

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (CDU), hat nach dem Angriff der Hamas auf Israel verstärkten Schutz jüdischen Lebens in der Bundeshauptstadt angekündigt. Wer auf Berlins Straßen Morde feiere oder dort Antisemitismus auslebe, werde es mit einer konsequenten Haltung des Senats zu tun bekommen, sagte er am Dienstag nach der Senatssitzung. »Wir wissen, dass es eine Minderheit ist«, fügte er mit Blick auf die Täterinnen und Täter hinzu.

Es gelte vor allem jüdische Schulen zu schützen. Manche Eltern hätten Angst, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Mit Blick auf Konflikte an Bildungseinrichtungen betonte Wegner die Notwendigkeit, den Schulfrieden zu sichern. »Wir brauchen kein Öl, das ins Feuer gegossen wird, aber auch keine Relativierungen«, sagte Wegner weiter: »Wir werden alles daran setzen, jüdisches Leben zu schützen, 24 Stunden am Tag, alle zusammen.«

Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) betonte »unverrückbare Solidarität mit Israel«. Auch für Berlin rechne sie mit massiven Auswirkungen des Krieges. Die Stellvertreterin des Regierenden Bürgermeisters fügte hinzu, es werde ein klares Vorgehen gegen diejenigen geben, die barbarische Taten feierten. Giffey sprach sich überdies für eine Wiedereinführung des Wachschutzes an Schulen aus, an denen dies nötig sei. epd

Thüringen

Achava-Festspiele: Dialog zwischen Religionen und Kulturen

Die Achava-Festspiele gehen mit mehr als 80 Veranstaltungen in ihre zwölfte Ausgabe. Neben Konzerten umfasst das Programm Ausstellungen, Filme, Vorträge, interreligiöse Begegnungen sowie Angebote für Familien und Schulen

 02.07.2026

Sport

Maccabiah Chai!

170 Athletinnen und Athleten sind in Israel beim größten jüdischen Sportevent – Wir stellen Ihnen sechs vor

von Katrin Richter, Helmut Kuhn  01.07.2026

Sachsen-Anhalt

»Eine offene Tür ist unsere Antwort«

Landesverbands-Geschäftsführerin Rimma Fil über wachsenden Antisemitismus, Sorgen vor der Landtagswahl und den festen Willen der jüdischen Gemeinden, sichtbar zu bleiben

von Christine Schmitt  01.07.2026

Verlegung

Magdeburg erhält 900. Stolperstein

Seit 2007 wird in Magdeburg mit Stolpersteinen an Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Die nunmehr 47. Verlegung wurde auf zwei Tage verteilt

 01.07.2026

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

von Guy Katz  30.06.2026

Meinung

Maccabiah ist gelebte Selbstbehauptung

Gerade jetzt ist es für jüdische Sportler wichtig, in Israel Kraft zu tanken. Es geht nicht nur um Sport, sondern auch um Selbstbehauptung und ein tieferes Verständnis für das Land

von Alon Meyer  30.06.2026

Aufruf

Jüdische Hochschullehrer fordern besseren Schutz gegen Antisemitismus

Hochschulen können ihre jüdischen Studierenden und Lehrenden nicht ausreichend gegen Antisemitismus schützen. Das NJH will das ändern und fordert unter anderem die Möglichkeit zur Exmatrikulation von Störern

 30.06.2026

Forschung

Historiker Gerber: Erinnerung an Holocaust verschwindet

Der Leipziger Historiker Jan Gerber wendet sich gegen ein kontinuierliches Verschwinden der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der Schoa. Der Tod der letzten Zeitzeugen ist für ihn dabei nicht entscheidend

von Volker Hasenauer  29.06.2026

Festival

Trotz Rekordhitze: Tausende Gäste bei Jüdischer Woche in Leipzig

Trotz der sommerlichen Hitze und damit verbundener Programmänderungen seien die Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet auf großen Zuspruch gestoßen

 29.06.2026