Berlin

Warnstreik an Schulen der Jüdischen Gemeinde

Foto: dpa

Die Lehrer an den Schulen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin sollen am Donnerstag in einen ganztägigen Warnstreik treten. Dazu aufgerufen hat die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW), nachdem alle Aufforderungen an den Vorsitzenden der Gemeinde zur Aufnahme von Tarifverhandlungen bisher unbeantwortet geblieben sind, wie der Sprecher des GEW-Landesverbandes Berlin, Markus Hanisch, am Dienstag sagte.

Seit Jahren forderten die Lehrkräfte an den jüdischen Schulen Berlins, dass die Jüdische Gemeinde mit der Gewerkschaft einen Tarifvertrag abschließe. Bisher gebe es an den Schulen keine verlässlichen Regelungen der Arbeits- und Einkommensbedingungen und keine demokratische Beteiligung der Beschäftigten, so Hanisch.

Tarifverhandlung Die letzte Aufforderung zu Tarifverhandlungen sei am 3. Mai an den Gemeindevorstand gegangen, sagte der GEW-Sprecher. Den ersten Versuch zu Verhandlungen startete die Gewerkschaft laut Hanisch bereits 2015. Dieser sei damals mit dem Hinweis auf gemeindeeigene Regelungen zurückgewiesen worden.

Die GEW fordert nach eigenen Angaben eine Bezahlung auf dem Niveau, das auch für die Tarifbeschäftigten des Landes Berlin gilt. Dabei sei die Gewerkschaft bereit, Besonderheiten der Jüdischen Gemeinde zu beachten, heißt es. Der Warnstreik betrifft das Moses-Mendelssohn-Gymnasium in Mitte und die Heinz-Galinski-Grundschule in Charlottenburg. epd

Rheinland-Pfalz

SchUM-Kulturtage Speyer präsentieren jüdisches Leben

Ob ein Kochkurs mit dem Landesrabbiner oder jiddische Lieder mit dem Oberkantor: Die SchUM-Kulturtage laden ab Oktober mehr als einen Monat lang dazu ein, die jüdische Kultur kennenzulernen

 14.09.2026

Kino

»Ich habe keine Heimat«

Eine Dokumentation über Albrecht Weinberg erzählt von Verfolgung, Erinnerung und der schwierigen Rückkehr in das Land der Täter

von Esther Martel  14.09.2026

Porträt der Woche

Der Barockmusiker

Moshe Haas stammt aus Israel, ist Kantor und liebt Johann Sebastian Bach

von Anja Bochtler  14.09.2026

Berliner Leuchtturmprojekt

Musikalische Stolpersteine jetzt in fünf Bundesländern

Mehrere Tausend in Gehwegen eingelassene »Stolpersteine« halten europaweit die Erinnerung an Verfolgte des Naziregimes wach. Jetzt gibt es auch »Stolperstein«-Podcasts

 14.09.2026

Düsseldorf

Josef-Neuberger-Medaille für Mona Neubaur

Mit der Josef-Neuberger-Medaille ehrt die Jüdische Gemeinde Düsseldorf seit über 30 Jahren Menschen oder Institutionen der nichtjüdischen Öffentlichkeit. Für ihren Einsatz gegen Antisemitismus geht der Preis in diesem Jahr an NRW-Ministerin Neubaur

 14.09.2026

Deutschland

Morddrohung gegen Charlotte Knobloch nach AfD-Wahlsieg

Die Gewaltandrohung steht in explizitem Zusammenhang mit dem Wahlsieg der AfD. Knobloch sagt aus Sicherheitsgründen Veranstaltung ab

 11.09.2026

Neujahr

Mit Tatkraft und Ausdauer

Gerade in diesen Zeiten müssen wir als jüdische Gemeinschaft die Werte der Demokratie verteidigen. Denn auch wir tragen Verantwortung – mehr denn je

von Charlotte Knobloch  11.09.2026

Berlin

Bundespräsident Steinmeier: Müssen alles daran setzen, Antisemitismus zu bekämpfen

»Es ist beschämend und darf uns niemals ruhen lassen, wenn Jüdinnen und Juden in Deutschland Anfeindungen auf der Straße oder in Universitäten ausgesetzt sind« schreibt Frank-Walter Steinmeier

 11.09.2026

Imkerei

»Bienen muss man respektieren«

Wie bei vielen Juden steht bei den Gempels zu Rosch Haschana Honig auf dem Tisch. Doch bei ihnen kommt er aus dem eigenen Garten. Ein Ausflug nach Leipzig

von Mascha Malburg  11.09.2026