Berlin

Wahl wird angefochten

Abstimmung bei der RV-Wahl Foto: Mike Minehan

Die Wahl zur Repräsentantenversammlung (RV) vom 4. Dezember der Jüdischen Gemeinde zu Berlin wird angefochten. Drei der vier Gruppierungen haben Einspruch erhoben. »Hatikwa« und »Koach!« sollen Gründe für eine Neuwahl angegeben haben. »Verantwortung Jetzt!« fordert eine Neuauszählung der Stimmen.

Die Unterlagen sind bereits beim Schiedsausschuss, der am Montag, 19. Dezember, ab 15 Uhr im Gemeindehaus in der Fasanenstraße öffentlich tagen wird.

Die amtierende Gemeindevorsitzende Lala Süsskind sagte: »Wir sind und bleiben ein Tollhaus.« Mehr falle ihr dazu nicht ein.

Stimmen Tuvia Schlesinger von »Schalom«, der ebenfalls Einspruch erhoben hatte, hat mittlerweile angekündigt, seinen Antrag auf Neuauszählung zurückzuziehen. »Ich hatte befürchtet, dass bei der Stimmenauszählung Fehler bei der Übertragung passiert sein könnten, habe aber festgestellt, dass es keinen Einfluss auf die RV haben würde.«

Mirjam Marcus von »Verantwortung Jetzt!« drängt weiter auf eine Neuauszählung. Beim amtlichen Wahlergebnis hatte sie die gleiche Zahl an Stimmen wie Assia Gorban von »Koach!«, Marcus verlor den Losentscheid und kam auf den 22. Platz. Die RV setzt sich aus 21 Repräsentanten zusammen.

Uckermark

Stille Weite

Alex Stolze ist Musiker und hat sich in einem Dorf unweit der deutsch-polnischen Grenze einen jüdischen Ort in Brandenburg geschaffen

von Katrin Richter  18.01.2026

Berlin

»Meine Überraschung war die Rosenblütenkonfitüre«

Laurel Kratochvila backt Challa, Rugelach und Bagels. Nun hat sie ein Buch über polnische Backkunst geschrieben, das die »New York Times« prämiert hat. Eine Reise in die Familiengeschichte und an den Straßenrand

von Katrin Richter  18.01.2026

Grunewald

Friedhof Heerstraße braucht mehr Platz

Die Gemeinde hofft auf die lang erwartete Erweiterung. 1200 neue Grabstellen sind geplant

von Christine Schmitt  18.01.2026

Porträt der Woche

Action als Lebenselixier

Ruth Frenk ist Gesangspädagogin, lebt am Bodensee und fand im Alter die große Liebe

von Matthias Messmer  18.01.2026

Gelnhausen

»Stopp! So geht das nicht!«

Die Stadt wollte das Rabbinerhaus aus dem 16. Jahrhundert verkaufen. Ein Förderverein schritt ein und entwickelt nun ein Konzept als »Ort des Dialogs«

von Eugen El  18.01.2026

Dessau-Roßlau

Buch zur jüdischen Geschichte Anhalts vorgestellt

Ein neues Buch informiert über jüdische Orte in Anhalt und soll zum Besuch anregen

 16.01.2026

Weimar

Trauer um Raymond Renaud

Der französische Überlebende des NS-Konzentrationslagers Buchenwald wurde 102 Jahre alt

 15.01.2026

Antisemitismus

Schriftstellerin Funk lebt lieber in Tel Aviv

Künstlerinnen und Künstler aus Israel klagen seit Langem über Schwierigkeiten in Deutschland

 15.01.2026

Hamburg

Espresso für die Seele

Der Jugendkongress der ZWST und des Zentralrats ist für viele das Highlight des Jahres. Hier findet eine Generation, die gestalten möchte, Impulse, Gespräche und Resilienz

von Eugen El  15.01.2026