Gemeindetag

»Von Video bis Krav Maga«

Frau Loeb, der Gemeindetag im Dezember gehört zu den Großereignissen, die der Zentralrat anbietet. Worauf können sich die Gemeindemitglieder freuen?
Es wird eine großartige Veranstaltung werden, bei der für jeden Geschmack etwas dabei sein wird – angefangen vom Essen über das Unterhaltungsprogramm bis hin zum Sightseeing und natürlich den umfangreichen Workshops.

Welche kulturellen Highlights werden dieses Mal für die Teilnehmer angeboten?
Für uns besteht das Angebot aus diesem Bereich nur aus Highlights – etwa die Klassiker wie Jüdisches Museum, Liebermann-Villa oder Anne Frank Zentrum. Neu im Programm sind das Filmmuseum, der Martin-Gropius-Bau und das DDR-Museum. In allen Häusern bieten wir für Teilnehmer eigene Führungen an. Wir empfehlen die Unterwelten-Führungen am Donnerstag, bei denen unter anderem alte U-Bahnhöfe gezeigt werden.

Sind auch wieder Stadtführungen und sportliche Aktivitäten geplant?
Das macht wie immer einen wichtigen Teil des Gemeindetags aus. Die brandneue Multimedia-Show am Brandenburger Tor »The Gate« über die Geschichte des Brandenburger Tors ist unser Favorit bei den Stadtführungen. Sportlich runden wir den Gemeindetag mit Yoga, Krav Maga und Entspannungstechniken ab. Das Schwimmbad im Hotel steht den Gästen ebenfalls zur Verfügung und wird besonders für das Kinderprogramm genutzt.

Besonders gefragt beim letzten Gemeindetag waren die Seminare und Podiumsdiskussionen ...
... ja, sie sind die Plattform für Meinungsaustausch und somit wieder fester Bestandteil. Als Highlight haben wir Dr. Ruth zum Thema Sex gewinnen können – eine der legendären jüdischen Persönlichkeiten in den USA.

Wird es etwas ganz Neues beim Event geben, das so vorher nicht Bestandteil war?
Auf jeden Fall. Wir planen zum Beispiel eine Video-Wall, auf die die Teilnehmer während des Gemeindetags Fotos hochladen können. Der Gemeindetag wird auch intensiver als früher in den sozialen Netzwerken begleitet. Und es wird eine Überraschung geben, die wir gemeinsam mit der Jüdischen Allgemeinen planen. Genaueres wollen wir noch nicht verraten, aber die Gäste können sich diese Überraschung auf jeden Fall mit nach Hause nehmen.

Mit der Veranstaltungsreferentin des Zentralrats sprach Philipp Peyman Engel.

Gedenken

Union Berlin und Hertha BSC gedenken gemeinsam der Holocaust-Opfer

Am internationalen Holocaust-Gedenktag erinnerten die beiden Stadtrivalen Hertha BSC und Union Berlin gemeinsam an die Deportationen, die in der NS-Zeit vom S-Bahnhof Grunewald ausgingen Beide Vereine mahnten zum Vertrauen in die Demokratie

 27.01.2026

Gedenken

Iris Berben erinnert an Schoa-Überlebende Margot Friedländer

Die Schauspielerin engagiert sich im Projekt »Ich bin Zweitzeugin von...«. So soll die Erinnerung an die Überlebenden des Holocaust wach bleiben

von Anita Hirschbeck  27.01.2026

Studien

Trauma, Resilienz und Lebenswille: Warum manche Schoa-Überlebende so alt werden

Die Forschung ist einem bemerkenswerten Phänomen auf der Spur: Viele Überlebende des Holocausts werden auffallend alt

 27.01.2026

Digitalisierung

Avatare gegen das Vergessen

Wie soll in Zukunft an die Schoa erinnert werden? Eine Konferenz hat sich unter anderem mit dieser Frage auseinandergesetzt und ein Hologramm der Zeitzeugin Eva Umlauf vorgestellt

von Helmut Kuhn  26.01.2026

Berlin

Vorzeigeprojekt »Kanaan« meldet Insolvenz an

Das israelisch-palästinensische Restaurant im Stadtteil Prenzlauer Berg stellt seinen Restaurantbetrieb bald ein

 26.01.2026

Podium

Gegen die Gleichgültigkeit

Der Publizist Michel Friedman sprach mit dem Politologen Carlo Masala in den Münchner Kammerspielen über Macht und Demokratie

von Esther Martel  25.01.2026

Makkabi

Ehrenpreis für den Freundeskreis

Der jüdische Sportverein zeichnet die Fangruppe Hersh Goldberg-Polin für ihre Haltung und Zivilcourage aus

 25.01.2026

Berlin

Auschwitz-Überlebende: Erinnerung teilen, um Demokratie zu schützen

Eva Umlauf ruft Schoa-Überlebende dazu auf, ihre Schicksale öffentlich zu machen

 25.01.2026

Gedenkstätten

Tuchel: Gedenkstätten vor politischer Einflussnahme schützen

Historiker fordert, sie als außerschulische Lernorte resilienter zu machen

 25.01.2026