Koblenz

Koblenz bekommt endlich eine Synagoge

Der Vorsitzende des Landesverbands der jüdischen Gemeinden in Rheinland-Pfalz, Avadislav Avadiev, wünscht sich mehr Sichtbarkeit des Judentums. Trotz einer Zunahme von antisemitischen Straftaten »dürfen wir uns nicht von solchen Leuten beeinflussen lassen«, sagte er in Mainz. Die jüdischen Gemeinden seien offen für alle Besucher.

Die geforderte Sichtbarkeit wird es auch in Form einer neuen Synagoge im klassischen Stil geben - mitten in der Koblenzer Innenstadt. Avadiev zufolge soll diese bis zum Jahr 2026 gebaut werden. »Wenn sie Ende 2025, Anfang 2026 oder im Laufe von 2026 fertig wird, wäre ich zufrieden.« Die Planung mit dem Architekten habe bereits begonnen.

Skizze Auf dem für die Synagoge schon gekauften Grundstück sollten an Chanukka Anfang Dezember eine Chanukkia und ein Bauplakat mit einer Skizze aufgestellt werden, kündigte Avadiev an.

In Rheinland-Pfalz gibt es derzeit sieben aktive Synagogen, nämlich in Kaiserslautern, Speyer, Worms, Mainz, Bad Kreuznach, Trier und Koblenz, heißt es. Hinzu kommen weitere Synagogen, die als Gedenkstätten oder für Veranstaltungen genutzt werden. Die jüdischen Gemeinden zählen in Rheinland-Pfalz über 3000 Mitglieder. dpa/ja

Kommentar

Und nun?

Bloße Empörung über den Wahlsieg der rechtsextremen AfD ist billig und wohlfeil. Es sollte endlich auch über die Gründe ihrer Popularität gesprochen werden. Die Parteien der Mitte müssen endlich aufwachen

von Philipp Peyman Engel  07.09.2026

Reaktion

Zentralrat der Juden schockiert über AfD-Ergebnis

Josef Schuster ist entsetzt über das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt. Besondere Gefahren sieht der Präsident des Zentralrats der Juden in der Bildungspolitik

 06.09.2026

München

Bayern erhöht Staatsleistungen für israelitische Kultusgemeinden

Seit 1997 gibt es in Bayern einen Staatsvertrag mit den jüdischen Gemeinden. Dieser muss immer wieder mal angepasst werden. Am Freitag war es wieder soweit. Ein Signal der Wertschätzung

 06.09.2026

Porträt der Woche

Meisterin des Spagats

Naama Freedman vereint Kunst, Musik, Film und Sprache jenseits der Genregrenzen

von Lorenz Hartwig  06.09.2026

Israel-Hasserin El Hissy

Jüdische Gemeinde Frankfurt übt scharfe Kritik am Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Die Hintergründe

 04.09.2026

Mode

»Die Kippa gehört zum Outfit«

Jonathan Hirsch über edle Stoffe zu den Feiertagen, stilistische Entgleisungen und die jüdische Kopfbedeckung als Accessoire

von Mascha Malburg  04.09.2026

Bildung

Neues ELES-Stipendium unterstützt jüdische Mediziner bei ihrer Promotion

Die Bewerbungsphase beginnt heute. Vorgesehen ist eine Förderung über zwölf Monate

 03.09.2026

Bad Sobernheim

Mit allen gemeinsam

Die Bildungsfreizeit ist für »Gesher« ein Höhepunkt des Jahres

von Leon Stork  03.09.2026

Und wenn ...

Am Sonntag wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Es steht viel auf dem Spiel. Katrin Richter und Stephan Pramme waren unterwegs in Magdeburg, Halle und Dessau

von Katrin Richter  03.09.2026