Deutsch-Jüdisches Theater

Stille auf der Bühne

Wie viele Kultureinrichtungen in der Stadt hat auch das Deutsch-Jüdische Theater seinen Betrieb vorübergehend einstellen müssen. Das Virus trifft das Ensemble empfindlich: Vorstellungen wurden abgesagt, Proben finden nicht mehr statt, auch nicht mit Maske. Dabei haben die Schauspieler ihr Stück Shalom-Salam: Wohin?, das seit 2015 auf dem Spielplan steht, auf den Alltag in der Pandemie zugeschnitten und es entsprechend aktualisiert.

Das Theaterstück, das die Schauspieler gemeinsam mit Berliner Jugendlichen jüdischer, muslimischer und christlicher Herkunft erarbeiten, erzählt von vier Berliner Familien und ihrem durch die Pandemie veränderten Alltag.

Doch an Aufführungen ist derzeit nicht zu denken. Auch die Proben werden aufgrund der notwendigen Maßnahmen immer wieder verschoben. Dennoch bleiben die Jugendlichen ihrem Projekt mit viel Engagement treu. Gerade weil sie – ähnlich wie ihre Protagonisten – Träume haben, Freunde, Familie, ihre Heimat vermissen. Oder sich ganz einfach nach einem normalen Alltag jenseits der Pandemie sehnen. Hier erzählen sie davon. ja

Universität

Angst auf dem Campus

Eine Studie zeigt, wie stark jüdische Studierende unter Antisemitismus leiden – und welche Folgen das für ihre psychische Gesundheit hat

von Alicia Rust  01.11.2026

Porträt der Woche

Reihe 9, außen

Diana Sims-Silbermann spielt Cello und ist Theaterärztin. Sie hat immer denselben Platz

von Claudia Irle-Utsch  01.11.2026

Gesellschaft

Die Welt retten? Fangen wir klein an

Am 22. November findet der Mitzvah Day statt. Unter dem Motto »Gemeinsam. Füreinander« engagieren sich Gemeinden, Schulen und Gruppen für soziale Projekte. Die Anmeldungen laufen

von Katrin Richter  01.11.2026

Wettbewerb

Mehr als ein Bibelquiz

Erstmals wurde der »Chidon Hatanach« in der bayerischen Hauptstadt auf lokaler Ebene ausgetragen

von Luis Gruhler  01.11.2026

Eröffnung

Museum Zwangsarbeit zeigt Ausstellung zu »unerwünschten Kindern«

Beziehungen zwischen Deutschen und Zwangsarbeitern im NS-Regime waren verboten. Trotzdem gab es diese Kontakte ebenso wie Kinder aus diesen Beziehungen. Eine Ausstellung in Weimar widmet sich den Geschichten der betroffenen Eltern und Kindern

 30.10.2026

Frankfurt

Eine Akademie für Deutschland

Am Montag wird die Jüdische Akademie feierlich eröffnet. Sie soll innerjüdische Debatten fördern und jüdische Perspektiven stärker in die Gesellschaft einbringen

von Josef Schuster  30.10.2026

Berlin

Wundersame Rückkehr

Eine Delegation des Temple Chai aus Phoenix, Arizona, brachte einen Wimpel und eine Parochet, die 88 Jahre verschollen waren, zurück in die Synagoge Oranienburger Straße

von Alicia Rust  29.10.2026

Frankfurt am Main

L’Chaim! Auf das Leben

Die Gala »WIZO Night for Children« brachte mehr als 560 Patenschaften

von Eugen El  29.10.2026

Gefahr

Antisemitische Gewalt an Halloween?

In einem Schreiben rät der Zentralrat der Juden für das Wochenende zu Vorsicht und empfiehlt verschärfte Sicherheitsmaßnahmen

 28.10.2026