Deutsch-Jüdisches Theater

Stille auf der Bühne

Wie viele Kultureinrichtungen in der Stadt hat auch das Deutsch-Jüdische Theater seinen Betrieb vorübergehend einstellen müssen. Das Virus trifft das Ensemble empfindlich: Vorstellungen wurden abgesagt, Proben finden nicht mehr statt, auch nicht mit Maske. Dabei haben die Schauspieler ihr Stück Shalom-Salam: Wohin?, das seit 2015 auf dem Spielplan steht, auf den Alltag in der Pandemie zugeschnitten und es entsprechend aktualisiert.

Das Theaterstück, das die Schauspieler gemeinsam mit Berliner Jugendlichen jüdischer, muslimischer und christlicher Herkunft erarbeiten, erzählt von vier Berliner Familien und ihrem durch die Pandemie veränderten Alltag.

Doch an Aufführungen ist derzeit nicht zu denken. Auch die Proben werden aufgrund der notwendigen Maßnahmen immer wieder verschoben. Dennoch bleiben die Jugendlichen ihrem Projekt mit viel Engagement treu. Gerade weil sie – ähnlich wie ihre Protagonisten – Träume haben, Freunde, Familie, ihre Heimat vermissen. Oder sich ganz einfach nach einem normalen Alltag jenseits der Pandemie sehnen. Hier erzählen sie davon. ja

Bayern

»Es ist Zeit, den Hass zu beenden«

Eine Mahnwache der Deutsch-Israelischen Gesellschaft zeigte Solidarität mit dem Opfer des israelfeindlichen Verbrechens in der Region Würzburg

von Stefan W. Römmelt  25.07.2026

Alija

Darum bleibe ich

Der 7. Oktober hat unsere Autorin zu einem anderen Menschen gemacht. Und beinahe wäre sie nach Israel ausgewandert. Vieles aber hält sie hier – aus gutem Grund

von Barbara Bišický-Ehrlich  23.07.2026

Interview

»Kiddusch mit Empanadas«

Daniela Rusowsky über die lateinamerikanische Gemeinschaft in Berlin, Melodien aus der Heimat und die Bedeutung von Kabbalat Schabbat

von Mascha Malburg  23.07.2026

Programm

Marathon-Mann, Swingende Hermline und ein festliches Triple in Karlsruhe: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 23. Juli bis zum 30. Juli

 22.07.2026

Projekt

Ein Denkmal für gefallene Soldaten und ermordete Juden

Ein Dorf will mit einer Gedenkstätte an die Opfer der NS-Zeit erinnern. Das geplante gemeinsame Gedenken an gefallene Soldaten und ermordete Juden ruft ein unterschiedliches Echo hervor

von Jens Bayer-Grimm  21.07.2026

Berlin

Jüdisch, Queer, Selbstbewusst

Der »Pride-Shabbat« des Vereins Keshet Deutschland zeigt auch in diesem Jahr wieder, dass jüdisches und queeres Leben zusammengehören

von Leon Stork  20.07.2026

Pforzheim

Die vergessene jüdische Geschichte der Goldstadt

Vom Schwarzwald aus verkauften Juden einst Schmuck in die ganze Welt. Erst langsam wird diese Geschichte aufgearbeitet. Sie ist nicht immer glänzend – und auch noch nicht vorbei

von Mascha Malburg  20.07.2026

Porträt der Woche

»Ich wollte zum Ursprung«

Richard Ernst konvertierte zum Judentum, wurde Gärtner und Hobbymaler

von Anja Bochtler  18.07.2026

Würdigung

Im Einsatz für die Demokratie

Minister Georg Eisenreich zeichnete Engagierte in Justiz und Polizei mit dem Fritz-Neuland-Gedächtnispreis aus

von Luis Gruhler  18.07.2026