Bochum

Schüsse auf Synagoge: DNA-Spuren belasten Angeklagten

Synagoge der Jüdischen Gemeinde Bochum Foto: imago stock&people

Vor zweieinhalb Jahren soll ein Rechtsextremer nachts zwei Schüsse auf die Bochumer Synagoge abgegeben haben. Laut Staatsanwaltschaft durchschlugen die Projektile eine Scheibe über dem Eingang des Gotteshauses. Seit Donnerstag muss sich der 37-jährige Bochumer für diese und weitere Straftaten vor dem Bochumer Landgericht verantworten. Auf Anraten seines Verteidigers will sich der Angeklagte nicht zu den Vorwürfen äußern.

Neben den Schüssen auf die Synagoge geht es in dem Prozess auch um zwei Brandanschläge auf einen Kindergarten und ein Wohnhaus in Bochum. In beiden Fällen sollen mit brennbarer Flüssigkeit gefüllte Glasflaschen geworfen worden sein. Größerer Schaden entstand jedoch laut Anklage nicht. Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass der Angeklagte auch diese Taten aufgrund seiner rechtsextremen Gesinnung verübt hat. In dem Wohnhaus lebte offenbar eine Familie mit polnischen Wurzeln.

Der Angeklagte wurde im Frühjahr 2023 festgenommen. Im Rahmen einer Wohnungsdurchsuchung sollen bei ihm Drogen und eine Gaspistole gefunden worden sein. Ob diese Waffe zum Abfeuern der Projektile auf die Synagoge benutzt wurde, steht noch nicht fest. Eine DNA-Sachverständige erläuterte jedoch im Prozess, dass sowohl auf den Projektilen als auch an den bei den Brandanschlägen verwendeten Glasflaschen DNA-Spuren gesichert werden konnten, die mit hoher Wahrscheinlichkeit von dem Angeklagten stammen. dpa

Düsseldorf

Netz für die Zukunft

Das Karriereprogramm »Reschet« bringt junge Gemeindemitglieder und Studierende branchenübergreifend mit erfahrenen Mentoren zusammen

von Annette Kanis  16.06.2026

Jewrovision

Zehn Städte, ein Team

Jugendreferentin Viktoria Dohmen über Entfernungen, Zusammenhalt und den Erfolg von JuJuBa

von Christine Schmitt  16.06.2026

Köln

Die Kraft des Schofars in der gegenwärtigen Weltlage

Das Festival »Shalom-Musik.Koeln« geht in die vierte Auflage – und präsentiert erstmals ein Antilopenhorn

von Ulrike Gräfin Hoensbroech  15.06.2026

Pride Month

»Es bleibt noch viel zu tun«

Hana Yael Tebelmann im Gespräch über den »Pride Month«, die Pläne von »Keshet Deutschland« und Antisemitismus in der LGBTIQ-Community

von Leon Stork  14.06.2026

Porträt der Woche

»Mein Humor hält mich jung«

Aaron Ben-Shlomo stammt aus dem Iran, lebte in Israel und zog nach Südbaden

von Anja Bochtler  14.06.2026

Berlin

»Ich bin stolz! Sehr stolz«

Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden geehrt worden. Wir dokumentieren hier exklusiv seine Rede im Wortlaut

von Dieter Nuhr  12.06.2026 Aktualisiert

WM 2026

Tooooooooooooooooor!

Zwischen Training, Turnieren und Stadionbesuchen: Jüdinnen und Juden berichten, warum Fußball für sie mehr ist als das runde Leder

von Christine Schmitt  12.06.2026

Jewrovision

»Wir glauben an uns«

Die Jugendlichen von Neschama performten einen eindrucksvollen Act und räumten den begehrten Videopreis ab

von Luis Gruhler  11.06.2026

Berlin

Jüdischer Juristenverband als herausragende soziale Initiative ausgezeichnet

Die Organisation jüdischer Juristen ist eines von 25 Projekten, die vom Verein »startsocial« für ihr Engagement gewürdigt wurden. Gastgeber der Ehrenveranstaltung war Bundeskanzler Friedrich Merz

 11.06.2026