Zu Hause bleiben

Putz-Challenge, Netta-Tanz, Home-Cup

Pessachputz als Challenge Foto: Getty Images / istock

Auch in den kommenden Tagen und Wochen lautet die Devise: Zu Hause bleiben. Dass das jüdische Leben auch in Zeiten der Corona-Pandemie nicht ruht, haben viele Gemeinden bewiesen, die ihre Gottesdienste und Schiurim als Videokonferenz abhalten. In sozialen Medien wie Facebook und Instagram sind noch viele weitere Angebote zu finden, um sich auf Pessach vorzubereiten, Sport zu machen, Gemeinschaft zu erleben oder einfach nur Spaß zu haben. Hier eine Auswahl.

Home-Cup
Makkabi Frankfurt lädt am Sonntag, 5. April, zu einem Online-Fußballturnier. Der Verein bietet seinen sowie allen deutschen Makkabi-Mitgliedern die kostenlose Teilnahme am »Makkabi Home Cup« an. Wer befürchtet, sein Wohnzimmer durch zu beherztes Kicken zu verwüsten, kann beruhigt sein: Das Turnier wird in der Fußballsimulation »FIFA 20« auf der Play Station 4 gespielt. Der Besitz der Spielkonsole ist allerdings Voraussetzung.

Auf ihrer Instagram-Seite bietet die Makkabi Deutschland Jugend unter dem Hashtag #workoutathome kurze Videos mit Kraftsportübungen für zu Hause, die helfen, auch während des Lockdowns fit zu bleiben.

Hilfsbörse
Die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) hat auf Facebook die Gruppe »Chawerim Hilfsbörse – #WeCare« eingerichtet. Sie zählt bereits über 1700 Mitglieder. Die bundesweite Gruppe soll dabei helfen, Menschen, die während der Corona-Pandemie Bedarf, etwa an Einkaufshilfen, haben, mit Freiwilligen in Kontakt zu bringen.
Facebook: Chawerim Hilfsbörse – #WeCare

Kerzenzünden
Die European Union of Jewish Students (EUJS) lädt am Freitag um 18.15 Uhr zu einem virtuellen gemeinschaftlichen Kerzenzünden. Dalia Grinfeld, Assistant Director of European Affairs der Anti-Defamation League und ehemalige JSUD-Präsidentin, wird über jüdische Helden, die unter Bedingungen der Isolation lebten, sprechen.

Netta-Tanz
Das Frankfurter Jugendzentrum »Amichai« ruft zu einer Tanz-Challenge: Jugendliche, egal aus welcher Stadt, egal welchen Alters, sind aufgerufen, bis Freitag um 14 Uhr ein Video einzusenden, wie sie Nettas »Toy Tanz« performen. Auch das Berliner Jugendzentrum »Olam« hat sich der Challenge angeschlossen.

Pessach-Putz
Die Jüdische Studierendenunion Deutschland (JSUD) hat auf Instagram eine Challenge gestartet: #JSUDprePessachPutz. JSUD-Mitglieder zeigen sich beim Hausputz und nominieren ihre Freunde und Kommilitonen. Makkabi Deutschland hat sich der Challenge angeschlossen und zeigt in seiner Instagram-Story sportliche Varianten des Vor-Feiertags-Putzes.
Instagram: #JSUDprePessachPutz / @jsud_official

Corona-Wissen
»Abwarten und Tee trinken« heißt der Podcast des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks (ELES). In der aktuellen Folge spricht der New Yorker Rabbiner Yehuda Sarna mit ELES-Geschäftsführer Jo Frank darüber, wie die Covid-19-Pandemie und der Lockdown jüdisches Leben in New York verändern. Rabbiner Sarna gibt zudem Gedanken zu Pessach.

Solidarität

Das Leben wieder in den Griff bekommen

Angehörige der bei einem Raketenangriff in Majdal Shams getöteten Kinder besuchten die Kultusgemeinde München und Oberbayern

von Luis Gruhler  06.10.2026

Diskussion

»Wir wurden gehört«

Schüler und Studenten des Projekts »Meet a Jew« treffen CDU/CSU-Fraktionschef Thorsten Frei. Im Mittelpunkt stehen der 7. Oktober, persönliche Sorgen und Erfahrungen

von Christine Schmitt  06.10.2026

Porträt der Woche

»Ich bin einfach ich«

Persia Kantorovych hat eine jüdische Mutter und einen muslimischen Vater

von Annette Kanis  06.10.2026

Lesen

Die geblieben sind

Hanna Veiler beschreibt in »Jung, jüdisch, wütend« die Erfahrungen junger Jüdinnen und Juden mit Einsamkeit, Enttäuschung und Solidarität nach dem 7. Oktober. Ein Auszug

von Hanna Veiler  06.10.2026

7. Oktober

Rotes Rathaus zeigt Ausstellung zum Hamas-Überfall auf Israel

Der Überfall der Terrororganisation Hamas hat überall in Israel Spuren hinterlassen. Eine neue Berliner Ausstellung beleuchtet die Erfahrungen von Sportlern und Fans rund um den 7. Oktober 2023

 05.10.2026

Shelly Meyer

Kommentar

Wer tatsächlich vom »Judenfetisch« profitiert

150 Juden in Berlin haben mit einem Offenen Brief die Linkspartei unterstützt - das sind etwa 0,4 Prozent der Berliner jüdischen Stimmen. Doch sie könnten für die breite Öffentlichkeit kaum wertvoller sein

von Shelly Meyer  04.10.2026

Wuppertal

Am helllichten Tag

Nach dem Brandanschlag auf die Synagoge geht das Gemeindeleben in der nordrhein-westfälischen Stadt weiter. Aber was bedeutet diese Normalität?

von Helmut Kuhn  01.10.2026

Rostock

Zunehmend sprachlos

Die Gemeinde hatte Schlimmeres befürchtet, doch Sorgen bleiben auch nach den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern

 01.10.2026

Wiedervereinigung

Zeit der Blüte

Am 3. Oktober 1990 trat die DDR der Bundesrepublik Deutschland bei. Für jüdische Gemeinden in Ost und West war dies ein neuer Anfang, für manche auch die Rettung. Drei Gemeindemitglieder erzählen, wie sie diese Zeit erlebten

von Christine Schmitt  01.10.2026