ZWST

Parlamentarischer Abend in Berlin

Jüdisches Leben in Deutschland im 21. Jahrhundert: Unter diesem Motto lud die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) am Donnerstag zu einem Parlamentarischen Abend.

ZWST-Präsident Abraham Lehrer konnte zahlreiche Gäste in der Hessischen Landesvertretung in Berlin begrüßen, darunter die Parlamentarische Staatssekretärin für Arbeit und Soziales, Kerstin Griese (SPD), Jürgen Dusel, Beauftragter der Landesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderungen, den Präsidenten der Diakonie, Ulrich Lilie, und den Geschäftsführer des Zentralrats der Juden, Daniel Botmann.

verantwortung Lehrer sagte, dass sich die ZWST als soziale Vertretung der jüdischen Gemeinden in Deutschland verstehe und als solche gesamtgesellschaftliche Verantwortung übernehme. »Wir wollen auch in der Zukunft unser Engagement ausbauen und zunehmend Verantwortung übernehmen.« Diesem Gedanken entspringe die Idee eines Parlamentarischen Abends, den man erstmals veranstalte.

Die Erfolge und Herausforderungen der Migration und die Bildungsarbeit gegen Antisemitismus waren dabei thematische Schwerpunkte. Die Gäste nutzten die Gelegenheit, diese auch mit den ZWST-Vorstandsmitgliedern Mark Dainow und Ran Ronen sowie mit ZWST-Direktor Benjamin Bloch und seinem Stellvertreter Aron Schuster zu diskutierten.

Die Bundestagsabgeordnete Aydan Özoguz (SPD) begrüßte es, sich in diesem Rahmen über die aktuelle Fragen der jüdischen Wohlfahrtspflege informieren zu können: »Man tauscht sich hier sehr gut miteinander aus. Das ist wichtig, und ich fände es gut, wenn sich so etwas wiederholt.« ddk

Interview

»In eine Synagoge bin ich das erste Mal in Deutschland gegangen«

Ab den 90er-Jahren fingen viele sowjetische Juden in Deutschland noch einmal von vorn an. Sind sie angekommen? Ein Gespräch über Flüchtlingsheime, nicht anerkannte Diplome und die Wiederentdeckung jüdischer Traditionen

von Mascha Malburg  29.01.2026

Meinung

Die Täter müssen sich schämen

Ein Missbrauchsskandal erschüttert derzeit die jüdische Gemeinschaft Deutschlands. Wer solche Taten besser verhindern will, muss Betroffene in die Lage versetzen, angstfrei über ihre schrecklichen Erfahrungen sprechen zu können

von Daniela Fabian  29.01.2026

Urteil

Fristlose Kündigung eines Rabbiners bestätigt

Die Jüdische Gemeinde Berlin hatte im Sommer 2023 einem Rabbiner wegen sexueller Übergriffigkeit fristlos gekündigt. Eine Klage des Mannes dagegen wurde jetzt auch in zweiter Instanz zurückgewiesen

 29.01.2026

Holocaust-Gedenktag

»Mama, wo sind all die Menschen?«

Tova Friedman sprach im Deutschen Bundestag über ihre Deportation nach Auschwitz, das Grauen im KZ und darüber, was das Überleben mit ihr gemacht hat. Wir dokumentieren ihre Rede

von Tova Friedman  28.01.2026

Programm

Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 29. Januar bis zum 5. Februar

 28.01.2026

Meinung

Was würden Saba und Safta sagen?

Sie würden uns zurufen: »Wehrt euch gegen diesen Hass! Schließt euch mit denen zusammen, die in Deutschland bisher schweigen, aber dennoch die Mehrheit darstellen«

von Avitall Gerstetter  28.01.2026

Berlin

Feuer im Jüdischen Krankenhaus: Kein antisemitisches Motiv

In der Nacht kommt es zu einem Feueralarm. Ein Patient steht im Verdacht, einen Brand verursacht zu haben. Viele Details sind weiterhin unklar

 28.01.2026 Aktualisiert

Gedenken

Union Berlin und Hertha BSC gedenken gemeinsam der Holocaust-Opfer

Am internationalen Holocaust-Gedenktag erinnerten die beiden Stadtrivalen Hertha BSC und Union Berlin gemeinsam an die Deportationen, die in der NS-Zeit vom S-Bahnhof Grunewald ausgingen Beide Vereine mahnten zum Vertrauen in die Demokratie

 27.01.2026

Gedenken

Iris Berben erinnert an Schoa-Überlebende Margot Friedländer

Die Schauspielerin engagiert sich im Projekt »Ich bin Zweitzeugin von...«. So soll die Erinnerung an die Überlebenden des Holocaust wach bleiben

von Anita Hirschbeck  27.01.2026