ZWST

Parlamentarischer Abend in Berlin

Jüdisches Leben in Deutschland im 21. Jahrhundert: Unter diesem Motto lud die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) am Donnerstag zu einem Parlamentarischen Abend.

ZWST-Präsident Abraham Lehrer konnte zahlreiche Gäste in der Hessischen Landesvertretung in Berlin begrüßen, darunter die Parlamentarische Staatssekretärin für Arbeit und Soziales, Kerstin Griese (SPD), Jürgen Dusel, Beauftragter der Landesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderungen, den Präsidenten der Diakonie, Ulrich Lilie, und den Geschäftsführer des Zentralrats der Juden, Daniel Botmann.

verantwortung Lehrer sagte, dass sich die ZWST als soziale Vertretung der jüdischen Gemeinden in Deutschland verstehe und als solche gesamtgesellschaftliche Verantwortung übernehme. »Wir wollen auch in der Zukunft unser Engagement ausbauen und zunehmend Verantwortung übernehmen.« Diesem Gedanken entspringe die Idee eines Parlamentarischen Abends, den man erstmals veranstalte.

Die Erfolge und Herausforderungen der Migration und die Bildungsarbeit gegen Antisemitismus waren dabei thematische Schwerpunkte. Die Gäste nutzten die Gelegenheit, diese auch mit den ZWST-Vorstandsmitgliedern Mark Dainow und Ran Ronen sowie mit ZWST-Direktor Benjamin Bloch und seinem Stellvertreter Aron Schuster zu diskutierten.

Die Bundestagsabgeordnete Aydan Özoguz (SPD) begrüßte es, sich in diesem Rahmen über die aktuelle Fragen der jüdischen Wohlfahrtspflege informieren zu können: »Man tauscht sich hier sehr gut miteinander aus. Das ist wichtig, und ich fände es gut, wenn sich so etwas wiederholt.« ddk

Solidarität

Das Leben wieder in den Griff bekommen

Angehörige der bei einem Raketenangriff in Majdal Shams getöteten Kinder besuchten die Kultusgemeinde München und Oberbayern

von Luis Gruhler  06.10.2026

Diskussion

»Wir wurden gehört«

Schüler und Studenten des Projekts »Meet a Jew« treffen CDU/CSU-Fraktionschef Thorsten Frei. Im Mittelpunkt stehen der 7. Oktober, persönliche Sorgen und Erfahrungen

von Christine Schmitt  06.10.2026

Porträt der Woche

»Ich bin einfach ich«

Persia Kantorovych hat eine jüdische Mutter und einen muslimischen Vater

von Annette Kanis  06.10.2026

Lesen

Die geblieben sind

Hanna Veiler beschreibt in »Jung, jüdisch, wütend« die Erfahrungen junger Jüdinnen und Juden mit Einsamkeit, Enttäuschung und Solidarität nach dem 7. Oktober. Ein Auszug

von Hanna Veiler  06.10.2026

7. Oktober

Rotes Rathaus zeigt Ausstellung zum Hamas-Überfall auf Israel

Der Überfall der Terrororganisation Hamas hat überall in Israel Spuren hinterlassen. Eine neue Berliner Ausstellung beleuchtet die Erfahrungen von Sportlern und Fans rund um den 7. Oktober 2023

 05.10.2026

Shelly Meyer

Kommentar

Wer tatsächlich vom »Judenfetisch« profitiert

150 Juden in Berlin haben mit einem Offenen Brief die Linkspartei unterstützt - das sind etwa 0,4 Prozent der Berliner jüdischen Stimmen. Doch sie könnten für die breite Öffentlichkeit kaum wertvoller sein

von Shelly Meyer  04.10.2026

Wuppertal

Am helllichten Tag

Nach dem Brandanschlag auf die Synagoge geht das Gemeindeleben in der nordrhein-westfälischen Stadt weiter. Aber was bedeutet diese Normalität?

von Helmut Kuhn  01.10.2026

Rostock

Zunehmend sprachlos

Die Gemeinde hatte Schlimmeres befürchtet, doch Sorgen bleiben auch nach den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern

 01.10.2026

Wiedervereinigung

Zeit der Blüte

Am 3. Oktober 1990 trat die DDR der Bundesrepublik Deutschland bei. Für jüdische Gemeinden in Ost und West war dies ein neuer Anfang, für manche auch die Rettung. Drei Gemeindemitglieder erzählen, wie sie diese Zeit erlebten

von Christine Schmitt  01.10.2026