Moses-Mendelssohn-Zentrum

Neues Netzwerk-Portal »Jüdische Geschichte online« gestartet

Geschäfte im Berliner »Judenviertel« um 1925 Foto: picture alliance / brandstaetter images/Archiv Hubmann

Eine neue Internet-Plattform führt digitale Forschungsprojekte und Materialsammlungen zur jüdischen Geschichte zusammen. Das Fach-Portal »Jüdische Geschichte online« ermögliche erstmals eine komfortable und übergreifende Recherche, erläuterte Lutz Fiedler vom Potsdamer Moses-Mendelssohn-Zentrum für europäisch-jüdische Studien am Donnerstag beim Deutschen Historikertag in Leipzig.

Anna Menny vom Hamburger Institut für die Geschichte der deutschen Juden sprach von einem »Mini-Google« für die jüdische Geschichte, das nach zehnjähriger Vorarbeit nun online gehe.

Quellen und Forschungsdaten Das zweisprachige Portal soll digitale Projekte im Bereich jüdische Geschichte vernetzen und ihre Sichtbarkeit verstärken, etwa durch eine Metasuche und vielfältige Filteroptionen. Die Trefferliste, eine digitale Zusammenschau von virtuell und real an unterschiedlichen Orten aufbewahrten Quellen und Forschungsdaten, soll einen leichteren Zugang zu kleinen Datenbanken oder Editionen ermöglichen.

Das Verbundportal wird vom Moses-Mendelssohn-Zentrum betrieben und entstand in Kooperation mit dem Institut für die Geschichte der deutschen Juden. kna

Warnung

Holocaust-Überlebende besorgt um Zukunft der Demokratie

Sieben Holocaust-Überlebende berichten in dem Buch »Nach der Nacht« über ihre Sorgen um die Demokratie und den Aufstieg rechter Parteien. Zu sehen sind Ausschnitte der Interviews auch im Nachtprogramm der ARD

 19.01.2026

Interview

»Die Kita wird für alle offen sein«

Yevgeny Kutikov, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Potsdam, über die erste jüdische Kita in Brandenburg.

von Christine Schmitt  19.01.2026

Dachau

2025 mehr als eine Million Besucher in KZ-Gedenkstätte

Erstmals wurden in der KZ-Gedenkstätte Dachau ein ganzes Jahr lang Besucher gezählt. 2025 waren es mehr als eine Million. Im kommenden Frühjahr will man deren Profil genauer untersuchen

 19.01.2026

Köln

Jüdischer Karnevalsverein antisemitisch angefeindet

»Es ist das bisher Heftigste, was uns passiert ist«, sagt der Präsident des jüdischen Karnevalsvereins »Kölsche Kippa Köpp«. Den Mut verliert Aaron Knappstein aber nicht

von Leticia Witte  19.01.2026

Uckermark

Stille Weite

Alex Stolze ist Musiker und hat sich in einem Dorf unweit der deutsch-polnischen Grenze einen jüdischen Ort in Brandenburg geschaffen

von Katrin Richter  18.01.2026

Berlin

»Meine Überraschung war die Konfitüre aus Rosenblüten«

Laurel Kratochvila backt Challa, Rugelach und Bagels. Nun hat sie ein Buch über polnische Backkunst geschrieben, das die »New York Times« prämiert hat. Eine Reise in die Familiengeschichte und an den Straßenrand

von Katrin Richter  18.01.2026

Grunewald

Friedhof Heerstraße braucht mehr Platz

Die Gemeinde hofft auf die lang erwartete Erweiterung. 1200 neue Grabstellen sind geplant

von Christine Schmitt  18.01.2026

Porträt der Woche

Action als Lebenselixier

Ruth Frenk ist Gesangspädagogin, lebt am Bodensee und fand im Alter die große Liebe

von Matthias Messmer  18.01.2026

Gelnhausen

»Stopp! So geht das nicht!«

Die Stadt wollte das Rabbinerhaus aus dem 16. Jahrhundert verkaufen. Ein Förderverein schritt ein und entwickelt nun ein Konzept als »Ort des Dialogs«

von Eugen El  18.01.2026