Erinnerung

Neue Stolpersteine für Dresden

Seit 1996 hat Gunter Demnig europaweit mehr als 75.000 Stolpersteine verlegt. Foto: imago images/Future Image

In Dresden werden am Mittwoch und Donnerstag 33 neue Stolpersteine zur Erinnerung an NS-Opfer verlegt. An 18 verschiedenen Orten im Stadtgebiet sollen die Gedenktafeln in den Fußweg eingelassen werden, wie der Verein Stolpersteine Dresden am Dienstag mitteilte. Stolpersteine erinnern an Menschen, die im NS-Regime diskriminiert, verfolgt, deportiert, ermordet oder in den Suizid getrieben wurden.

feierstunde In Dresden gibt es bisher mehr als 250 dieser Gedenksteine – die meisten für Jüdinnen und Juden, andere für Oppositionelle oder Wehrdienstverweigerer. Im Anschluss an die aktuelle Verlegung ist am Donnerstagabend eine Feierstunde in der sächsischen Landesbibliothek geplant.

Das Stolperstein-Projekt stammt vom Kölner Künstler Gunter Demnig. Seit 1996 hat er europaweit mehr als 75.000 dieser Miniatur-Mahnmale verlegt. Die kleinen Denkmäler werden durch Spenden finanziert und kosten jeweils 120 Euro. Auf quadratischen Messingtafeln auf der Oberseite der Stolpersteine werden in der Regel Name, Geburts- und Deportationsdatum der Ermordeten eingraviert. epd

CSD

Vom Feiern zum Schock

Auch viele queere Jüdinnen und Juden tanzten fröhlich auf Berliner Straßen – bis der Anschlag geschah

von Christine Schmitt  29.07.2026

Lesen

Zehn Welten

Die Journalistin Anna Lutz hat Jüdinnen und Juden porträtiert und darüber ein Buch veröffentlicht. Entstanden sind Geschichten zwischen Nähe und Distanz

von Leon Stork  28.07.2026

Kino

»Das ist das Vermächtnis meines Vaters«

Alice Brauner setzt als Produzentin die Familientradition fort. Ein Gespräch über ihren neuen Film »Block 10«, Herausforderungen für Schauspieler und intensive Recherchen

von Christine Schmitt  28.07.2026

München

Vorhang auf für die Kids

Zum Start der Sommerferien führen die Kinder der Sinai-Grundschule ein Musical in englischer Sprache auf

von Luis Gruhler  28.07.2026

Worms

Ein Turm in der Erde

Seit ein paar Wochen können Besucher wieder die Mikwe besichtigen. Ein Ort mit einer langen Geschichte. Doch der Klimawandel hinterlässt seine Spuren

von Mascha Malburg  28.07.2026

Interview

»Kiddusch mit Empanadas«

Daniela Rusowsky über die lateinamerikanische Gemeinschaft in Berlin, Melodien aus der Heimat und die Bedeutung von Kabbalat Schabbat

von Mascha Malburg  26.07.2026

München

Diplomatie und Freundschaft

Anlässlich seines 15-jährigen Bestehens lud das israelische Generalkonsulat zu einem Festakt in den Kaisersaal der Residenz

von Luis Gruhler  26.07.2026

Porträt der Woche

Eine Stimme für Israelis

Eliran Hirsh möchte mit seinen Podcasts Landsleute weltweit vernetzen

von Lorenz Hartwig  26.07.2026

Berlin

Rabbinerkonferenz: Berliner Führerbunker jüdischer Gemeinde geben

Was wird aus dem alten Führerbunker in Berlin? Derzeit streiten Senat, Stadtplaner und Denkmalschützer um den richtigen Umgang mit der Ruine. Die Europäische Rabbinerkonferenz schaltet sich nun mit einem Vorschlag ein

 26.07.2026