Erinnerung

Neue Stolpersteine für Dresden

Seit 1996 hat Gunter Demnig europaweit mehr als 75.000 Stolpersteine verlegt. Foto: imago images/Future Image

In Dresden werden am Mittwoch und Donnerstag 33 neue Stolpersteine zur Erinnerung an NS-Opfer verlegt. An 18 verschiedenen Orten im Stadtgebiet sollen die Gedenktafeln in den Fußweg eingelassen werden, wie der Verein Stolpersteine Dresden am Dienstag mitteilte. Stolpersteine erinnern an Menschen, die im NS-Regime diskriminiert, verfolgt, deportiert, ermordet oder in den Suizid getrieben wurden.

feierstunde In Dresden gibt es bisher mehr als 250 dieser Gedenksteine – die meisten für Jüdinnen und Juden, andere für Oppositionelle oder Wehrdienstverweigerer. Im Anschluss an die aktuelle Verlegung ist am Donnerstagabend eine Feierstunde in der sächsischen Landesbibliothek geplant.

Das Stolperstein-Projekt stammt vom Kölner Künstler Gunter Demnig. Seit 1996 hat er europaweit mehr als 75.000 dieser Miniatur-Mahnmale verlegt. Die kleinen Denkmäler werden durch Spenden finanziert und kosten jeweils 120 Euro. Auf quadratischen Messingtafeln auf der Oberseite der Stolpersteine werden in der Regel Name, Geburts- und Deportationsdatum der Ermordeten eingraviert. epd

Plädoyer

Stark und selbstbewusst

Die Zeiten des Ghettos und Sich-Wegduckens gehören zum Glück der Vergangenheit an. Umso mehr sollten Juden hierzulande entschiedener für ihre Interessen eintreten

von Sacha Stawski  25.08.2026

München

Von Deutschland in die Welt

Eine Ausstellung widmet sich dem Wirken jüdischer Architekten, deren Karrieren von Verfolgung und Exil bestimmt waren. Ihre Bauten beeinflussten die Moderne maßgeblich

von Ellen Presser  25.08.2026

Dresden

Ausstellung würdigt jüdische Sportlerinnen und Sportlern

Deutsch-jüdische Sportlerpersönlichkeiten stehen im Mittelpunkt einer Präsentation. Anlässlich des Jahres der jüdischen Kultur wird sie in Dresden gezeigt

 25.08.2026

Dresden

Unbekannter entwendet Kippa

Der Staatsschutz der Dresdner Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen

 24.08.2026

Meinung

Jüdische Schulen: Orte der Zugehörigkeit

Der Wunsch nach jüdischer Bildung wächst, während die Strukturen zunehmend fragil werden

von Eduard Steinberg  24.08.2026

Ferien

Unsere kleine Stadt

Mehrere Wochen trafen sich deutsche, ukrainische und israelische Jugendliche in Brandenburg zu einem Sommercamp der Initiative »J-ArtEck«. Zum Abschluss inszenierten sie eine Oper von Paul Hindemith

von Leon Stork  23.08.2026

Porträt der Woche

Mein Traum von Frieden

Yuval Halpern ist Sänger der iranisch-israelischen Band Sistanagila

von Alicia Rust  23.08.2026

Jüdisches Erbe

Leipziger Stadtrundgang zu jüdischer Musik

Mit dem »Notenbogen« erhält Leipzig einen weiteren musikhistorischen Stadtrundgang. Der Fokus soll dabei auf den Spuren »jüdischer Musik« liegen

von Joris Ufer  23.08.2026

Deutschland

Weil er sich israelsolidarisch äußerte: Mann wird mit Cuttermesser an Berliner U-Bahnhof angegriffen

Die Hintergründe

 22.08.2026