Leipzig

Musik und Kunst zur Jüdischen Woche

Tritt bei der Jüdischen Woche Leipzig auf: das Trio Cannelle Foto: Kai Bergmann

Mehr als 60 Vereine und Institutionen gestalten vom 18. bis 25. Juni das Programm der zwölften Jüdischen Woche in der Messestadt. Veranstaltet wird die Aktionswoche von der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig, die in diesem Jahr ihr 170. Jubiläum begeht, der Ephraim Carlebach Stiftung und der Stadt Leipzig.

Druckkunst Die Jüdische Woche soll am Sonntag von Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und dem Gemeindevorsitzende Küf Kaufmann in der Leipziger Gemeindesynagoge eröffnet werden. Zu den Höhepunkten der folgenden Tage zählen Ausstellungen zur Geschichte der Gemeinde und zur hebräischen Druckkunst, die Künstlerin Gudrun Petersdorff zeigt Bilder von Israelreisen. Insgesamt sind mehr als 110 Konzerte, Ausstellungen, Lesungen und Vorträge geplant.

Dabei stehen auch Auftritte der Band »Lola Marsh«, des Leipziger Synagogalchors mit dem Klezmer-Trio »Rozhinkes« und der Sängerin Efrat Alony auf dem Programm. Im soziokulturellen Zentrum »Werk 2« steigt eine »Meschugge!«-Party. Die Jüdische Woche in Leipzig findet seit 1995 alle zwei Jahre statt. epd

www.facebook.com/juedischewocheinleipzig

Würzburg

Zentralratspräsident Josef Schuster kandidiert erneut

Der Würzburger Internist will auf der Ratsversammlung des Zentralrats der Juden am 29. November für weitere vier Jahre antreten

 20.10.2026 Aktualisiert

Speyer

Nach Drohbrief: Kirchen solidarisch mit Jüdischer Gemeinde

Die beiden großen christlichen Kirchen haben Drohungen gegen die Jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz in Speyer verurteilt. Die Bedrohung jüdischen Lebens sei nicht hinnehmbar

 20.10.2026

Kulinarik

Koscher kochen auf höchstem Niveau

Tom Franz kreierte ein Drei-Gänge-Menü zum 20-jährigen Jubiläum der Ohel-Jakob-Synagoge

von Vivian Rosen  19.10.2026

Synagoge im sächsischen Görlitz

Görlitz

Erinnerung an das Novemberpogrom im Nationalsozialismus

Nazis und ihre Helfer zerstörten und plünderten in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 jüdische Einrichtungen, Geschäfte und Wohnungen. Juden wurden verfolgt, misshandelt und getötet

 19.10.2026

Lörrach

Tora als Zeichen der Hoffnung

Die Kultusgemeinde lässt eine historische gerettete Rolle restaurieren. Demnächst wird sie im Landtag vollendet

von Christine Schmitt  19.10.2026

Nachruf

Hermann »Mano« Höllenreiner ist tot

Mit neun Jahren wird er nach Auschwitz deportiert. Später wird er unermüdlicher Mahner gegen das Vergessen

 19.10.2026

Holocaust-Mahnmal

Gedenken an deportierte Jüdinnen und Juden am Gleis 17

Etwa 10.000 jüdische Menschen deportierten die Nazis vom Bahnhof Grunewald in Berlin aus in die Vernichtungslager. Beim Gedenken an die Opfer nehmen die Redner auch die Gegenwart in den Blick

 18.10.2026

Rezension

Wie wurden wir, was wir wurden?

Der Judaist Peter Schäfer erzählt in seinem Buch die Geschichte des aschkenasischen Judentums – faktengesättigt, klar gegliedert und mit einer provokanten These zu Mutterland und Diaspora

von Michael Wolffsohn  18.10.2026

München

Das Grauen sehen

Bei der Premiere eines Films über die Familie Bibas und das Hamas-Massaker vom 7. Oktober sprechen die Regisseurin und ein Psychologe über das Verbrechen und die Wirkung der Aufnahmen

von Michael Schleicher  18.10.2026