Berlin

Mode, Musik und Videoschnipsel

Vorgeschmack auf die Kulturtage bei der Pressekonferenz in der Synagoge Rykestraße Foto: Rolf Walter

Berlin

Mode, Musik und Videoschnipsel

Die 36. Jüdischen Kulturtage eröffnen am 5. September mit einem Konzert des israelischen Sängers Aviv Geffen

 31.08.2023 09:51 Uhr

Welches Instrument spielt Aviv Geffen? Mit welchem Rockmusiker hat er zusammengearbeitet? Und in welchem Film hat Geffen mitgespielt? Das sind nur drei Fragen, auf die echte Aviv-Geffen-Fans natürlich sofort die Antwort wissen und die auf dem Instagram-Kanal der 36. Jüdischen Kulturtage Berlin schon Anfang Juli gestellt wurden.

Am Dienstag, eine Woche vor Beginn der Kulturtage, ist das Programm in der Synagoge Rykestraße öffentlich vorgestellt worden. Konzerte, Lesungen, Modenschau, Comedy – die Kulturtage Berlin wollen in diesem Jahr den Blick auf das »Positive, Emphatische, Hoffnungsvolle« lenken.

motto Unter dem Motto »Kaleidoskop. Das Schöne Sehen« stehen vom 5. bis 14. September 38 Veranstaltungen auf dem Programm. Dazu erwartet werden Musiker, Schriftsteller, Comedians und Modedesigner aus Deutschland, Israel und anderen Ländern. Eröffnet wird das Festival am 5. September in der Synagoge Rykestraße mit einem Konzert des israelischen Rocksängers Aviv Geffen. Vor dem Konzert setzt die Compagnie Ballet Entertainment das diesjährige Festival-Motto »Kaleidoskop« choreografisch in Szene.

Zudem wird am Abend in der Synagoge eine Ausstellung mit Werken des israelischen Architekten und Kaleidoskop-Künstlers Roy Cohen eröffnet. Erstmalig findet im Rahmen der Jüdischen Kulturtage am 7. September eine Fashion Show mit Werken junger, internationaler Modedesigner statt.

modemacher Dabei soll auch an die 100-jährige Geschichte jüdischer Modemacher in Berlin erinnert werden. Den Abend moderiert der Performer Uriel Yekutiel, ein prominentes Gesicht der LGBTQ-Community in Tel Aviv. Und dann gibt es noch einen besonderen Programmpunkt, nämlich einen Videoschnipsel-Vortrag mit Naomi Yoeli und Jürgen Kuttner, der das Format der Videoschnipsel in den 90er-Jahren in Berlin zu einer festen Größe gemacht hat. Unter dem Motto »Kibbuz DDR« soll bei den Kulturtagen die Schlagermusik im Mittelpunkt stehen.

»Während Kuttner sich dem DDR-Liedgut widmet, steht mit Naomi Yoeli eine ebenbürtige Partnerin an seiner Seite, die Hintergründe zu israelischen Hits humorvoll erläutert«, heißt es in der Ankündigung. Das Publikum darf also viel Interessantes erwarten. epd/ja

Weitere Informationen zum Programm der Kulturtage gibt es unter:
www.juedische-kulturtage.org

Leipzig

Ausstellung mit Fotografien von NS-Deportationen

Mehrere Hunderttausend Menschen wurden in der NS-Zeit aus dem Deutschen Reich deportiert. Ein Forschungsprojekt sichert seit Jahren fotografische Dokumente. Einige zeigt jetzt das Leipziger Ariowitsch-Haus

 13.08.2026

Sachsen-Anhalt

Polizeirabbiner vor der Wahl: Erstarken der AfD bereitet Sorgen         

Mehr Begegnung zwischen Juden und Nicht-Juden - das wünschen sich Deutschlands Polizeirabbiner. Sie bilden Polizeianwärter hierzulande fort und vermitteln jüdische Kultur. Seit fünf Jahren gibt es sie

von Nina Schmedding  13.08.2026

Ferien

Spiel, Spaß, Werte

Gerade beginnt der dritte Turnus der ZWST-Machanot. Bildungsreferentin Liya Cinciper über Heimweh, Handyzeiten und Kühlung bei Hitze

von Helmut Kuhn  13.08.2026

Hitze

Kühl beten, kühl bleiben

Gemeinden und jüdische Einrichtungen bekommen die hohen Temperaturen sehr zu spüren. Einige behelfen sich mit kalten Tüchern, manche mit Ventilatoren, andere haben Klimaanlagen

von Katrin Richter  13.08.2026

Programm

Summer Open Airs in Frankfurt und Hannover, und ein Rendezvous für Hercule Poirot - mit einer Leiche

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 13. August bis zum 20. August

 12.08.2026

Wiesbaden

Hessen verlängert Staatsvertrag mit jüdischen Gemeinden

Die Zahlungen an jüdische Gemeinden steigen schrittweise

 12.08.2026

Brandenburg

Cyberangriff auf Gedenkstätten

Immer wieder schädigen Ransomware-Attacken Behörden, Krankenhäuser und andere Einrichtungen. In Brandenburg ist nun die Gedenkstätten-Stiftung betroffen

 11.08.2026

Gedenken

Stolpersteine für jüdische Familie Frank in Erfurt

Als Zwölfjährige wurde Ingeburg Geißler nach Theresienstadt deportiert. Jahrzehnte später erzählt sie von ihrem Schicksal. Ihre Stimme soll nun bei der Gedenkveranstaltung erklingen

 11.08.2026

Porträt der Woche

Aus Erfahrung handeln

Marina Koren hat Ausgrenzung erlebt und unterstützt heute Betroffene von Hassgewalt

von Gerhard Haase-Hindenberg  09.08.2026