Schwerin

Mit eigenen Augen

In der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau Foto: Manuela Koska-Jäger

Schwerin

Mit eigenen Augen

Sonntagsschule besucht Auschwitz

 02.08.2010 17:31 Uhr

Ein Strauß roter Gerbera liegt auf den Gleisen. Etwas verunsichert und tief bewegt schauen sich die jungen Leute aus Schwerin um. Unter der Leitung von Irina Basina sind die Jugendlichen der Religions-Sonntagsschule der jüdischen Gemeinde 16 Stunden mit der Bahn von Schwerin aus gefahren, um gemeinsam mit Landesrabbiner William Wolff das Gelände des berüchtigten NS-Konzentrationslager, Auschwitz, zu besichtigen. Mit gespannten Mienen hören sie, was der polnische Touristenführer über das einstige Vernichtungslager zu sagen hat.

Bedrückende Stunden des Gedenkens und Erinnerns, was hier vor fast 70 Jahren geschehen ist. Der Name »Auschwitz« ist in aller Welt zum Symbol für den Holocaust geworden. Von mehr als 5,6 Millionen ermordeten Menschen wurden hier etwa 1,1 Millionen Menschen, darunter eine Million Juden in Birkenau ermordet. Für Rabbiner Wolff ist dieser Besuch äußerst wichtig: »Sie wissen jetzt, was Holocaust und Judenvernichtung bedeutet. Sie haben es mit eigenen Augen gesehen. Das war besser als darüber Vorträge und Unterricht zu halten«, sagt Wolff. ja

CSD

Vom Feiern zum Schock

Auch viele queere Jüdinnen und Juden tanzten fröhlich auf Berliner Straßen – bis der Anschlag geschah

von Christine Schmitt  29.07.2026

Lesen

Zehn Welten

Die Journalistin Anna Lutz hat Jüdinnen und Juden porträtiert und darüber ein Buch veröffentlicht. Entstanden sind Geschichten zwischen Nähe und Distanz

von Leon Stork  28.07.2026

Kino

»Das ist das Vermächtnis meines Vaters«

Alice Brauner setzt als Produzentin die Familientradition fort. Ein Gespräch über ihren neuen Film »Block 10«, Herausforderungen für Schauspieler und intensive Recherchen

von Christine Schmitt  28.07.2026

München

Vorhang auf für die Kids

Zum Start der Sommerferien führen die Kinder der Sinai-Grundschule ein Musical in englischer Sprache auf

von Luis Gruhler  28.07.2026

Worms

Ein Turm in der Erde

Seit ein paar Wochen können Besucher wieder die Mikwe besichtigen. Ein Ort mit einer langen Geschichte. Doch der Klimawandel hinterlässt seine Spuren

von Mascha Malburg  28.07.2026

Interview

»Kiddusch mit Empanadas«

Daniela Rusowsky über die lateinamerikanische Gemeinschaft in Berlin, Melodien aus der Heimat und die Bedeutung von Kabbalat Schabbat

von Mascha Malburg  26.07.2026

München

Diplomatie und Freundschaft

Anlässlich seines 15-jährigen Bestehens lud das israelische Generalkonsulat zu einem Festakt in den Kaisersaal der Residenz

von Luis Gruhler  26.07.2026

Porträt der Woche

Eine Stimme für Israelis

Eliran Hirsh möchte mit seinen Podcasts Landsleute weltweit vernetzen

von Lorenz Hartwig  26.07.2026

Berlin

Rabbinerkonferenz: Berliner Führerbunker jüdischer Gemeinde geben

Was wird aus dem alten Führerbunker in Berlin? Derzeit streiten Senat, Stadtplaner und Denkmalschützer um den richtigen Umgang mit der Ruine. Die Europäische Rabbinerkonferenz schaltet sich nun mit einem Vorschlag ein

 26.07.2026