Schwerin

Mit eigenen Augen

In der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau Foto: Manuela Koska-Jäger

Schwerin

Mit eigenen Augen

Sonntagsschule besucht Auschwitz

 02.08.2010 17:31 Uhr

Ein Strauß roter Gerbera liegt auf den Gleisen. Etwas verunsichert und tief bewegt schauen sich die jungen Leute aus Schwerin um. Unter der Leitung von Irina Basina sind die Jugendlichen der Religions-Sonntagsschule der jüdischen Gemeinde 16 Stunden mit der Bahn von Schwerin aus gefahren, um gemeinsam mit Landesrabbiner William Wolff das Gelände des berüchtigten NS-Konzentrationslager, Auschwitz, zu besichtigen. Mit gespannten Mienen hören sie, was der polnische Touristenführer über das einstige Vernichtungslager zu sagen hat.

Bedrückende Stunden des Gedenkens und Erinnerns, was hier vor fast 70 Jahren geschehen ist. Der Name »Auschwitz« ist in aller Welt zum Symbol für den Holocaust geworden. Von mehr als 5,6 Millionen ermordeten Menschen wurden hier etwa 1,1 Millionen Menschen, darunter eine Million Juden in Birkenau ermordet. Für Rabbiner Wolff ist dieser Besuch äußerst wichtig: »Sie wissen jetzt, was Holocaust und Judenvernichtung bedeutet. Sie haben es mit eigenen Augen gesehen. Das war besser als darüber Vorträge und Unterricht zu halten«, sagt Wolff. ja

Nordrhein-Westfalen

Landtag ehrt Sieger von »Shalom - Jüdisches Leben heute«

Mehr als 2200 junge Menschen haben mit mehr als 450 Beiträgen jüdisches Leben greifbarer gemacht

 17.06.2026

Berlin

Babka, Borschtsch und Pargiot

Zum fünften Jubiläum des Streetfood-Festivals locken 52 Stände, viele Acts und eine zusätzliche Kleinkunstbühne

von Helmut Kuhn  17.06.2026

Stuttgart

Eine Erfolgskomposition

Wie der Internationale Karl-Adler-Jugendmusikwettbewerb Werke jüdischer Komponisten lebendig hält

von Chris Meyer  17.06.2026

Frankfurt

Heimspiel für Makkabi

Nach Jahrzehnten ohne eigene Anlage eröffnet der jüdische Sportverein seinen neuen Campus

von Leon Stork  17.06.2026

Programm

Israel Day, Goldene Zwanziger und ein Kult-Hai: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 18. Juni bis zum 25. Juni

 17.06.2026

Berlin

Antisemitismus: Bundesverband Rias erfasst 8725 Vorfälle

Juden in Deutschland erleben seit Beginn des Gaza-Kriegs 2023 viel mehr Hass und Anfeindungen als zuvor. Das prägt den Alltag, stellt das Netzwerk der Informations- und Meldestellen fest

 17.06.2026 Aktualisiert

Kommentar

Der Judenhass hat Platz genommen

Die neuen RIAS-Zahlen sind alarmierend. Und sie zeigen einmal mehr eindrücklich: Antisemitismus ist kein Minderheitenproblem und ganz sicher nicht nur ein Judenproblem. Er ist ein Demokratieproblem

von Nelly Eliasberg  17.06.2026

Düsseldorf

Netz für die Zukunft

Das Karriereprogramm »Reschet« bringt junge Gemeindemitglieder und Studierende branchenübergreifend mit erfahrenen Mentoren zusammen

von Annette Kanis  16.06.2026

Jewrovision

Zehn Städte, ein Team

Jugendreferentin Viktoria Dohmen über Entfernungen, Zusammenhalt und den Erfolg von JuJuBa

von Christine Schmitt  16.06.2026