Köln

Machsor aus dem Mittelalter kehrt zurück

Der sogenannte Amsterdamer Machsor im Wallraf-Richartz-Museum Köln Foto: dpa

Nach fast 600 Jahren ist jetzt ein prächtiges jüdisches Gebetbuch an seinen Ursprungsort Köln zurückgekehrt. Der Machsor war nach Vertreibung der jüdischen Gemeinde 1424 aus der Stadt verschwunden und im 17. Jahrhundert in Amsterdam aufgetaucht. Deswegen wird er heute als »Amsterdam Machsor« bezeichnet, obwohl er aus Köln stammt.

Illustrationen Mittlerweile wurde das 331-seitige Werk mit Illustrationen, Schmuckbuchstaben und Gold-Illuminationen vom Jüdisch-Historischen Museum in Amsterdam und vom Landschaftsverband Rheinland in Köln gemeinsam aufgekauft.

Nach Öffnung des zurzeit entstehenden Jüdischen Museums in Köln soll es abwechselnd dort und in Amsterdam ausgestellt werden. Vorab ist der Machsor nun im Kölner Wallraf-Richartz-Museum zu sehen.

»MiQua« Thomas Otten, Direktor des im Bau befindlichen Kölner Museums, sagte am Dienstag, der »Amsterdam Machsor« öffne »ein einzigartiges Fenster in das mittelalterliche Köln und die jüdische Geschichte der Stadt«. Der Machsor werde in dem »MiQua« genannten Museum eine Schlüsselrolle einnehmen.  dpa

Wahl

»Der Schock sitzt tief«

Jüdinnen und Juden blicken mit großer Skepsis auf eine mögliche Regierungsbeteiligung der Linken. Sie fordern klare Zusagen zum Kampf gegen Antisemitismus

von Christine Schmitt  30.09.2026

Rathaus Neukölln

Berlin

Hillel zieht seine Chanukkia aus dem Rathaus Neukölln ab

Der jüdische Bildungsverein will seine Chanukka-Feier künftig an einem »neutralen Ort« abhalten. Für den scheidenden Bürgermeister Martin Hikel ist die Entscheidung ein Schock

 30.09.2026 Aktualisiert

Programm

Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 8. Oktober

 30.09.2026

Chemnitz

Gestohlener Davidstern sichergestellt

Unbekannte hatten laut Polizei in der Dauerausstellung des Lern- und Gedenkortes eine Schautafel beschädigt und den Davidstern mitgenommen

 28.09.2026

Archäologie

Hoffnung auf Latrinen - Grabung legt mittelalterliche Keller frei

Die Funde auf dem Areal der zweiten Jüdischen Gemeinde informieren über das Leben im mittelalterliche Erfurt. Zugleich geben sie Einblicke in die Stadtplanung des 13. Jahrhunderts

von Matthias Thüsing  28.09.2026

Düsseldorf

Attacke auf Juden wird Thema im Landtag NRW

Nach dem antisemitischen Angriff auf einen Juden am vergangenen Dienstag sucht die Polizei weiter nach den Tätern. Nun soll Innenminister Reul (CDU) im Innenausschuss Auskunft geben

 28.09.2026

Architektur

Von Brandenburg nach Haifa

In Finow wird ein historisches Kupfer-Haus restauriert. Einst von Walter Gropius modernisiert, zogen die mobilen, industriell gefertigten Bauten mit ihren Eigentümern bis nach Palästina

von Mark Feldon  27.09.2026

Literatur

Wenn Fiktion zur Geschichtsschreibung wird

Der israelische Bestsellerautor Dror Mishani stellte im Gespräch mit Richard C. Schneider seinen neuen Roman »Nicht« vor

von Nora Niemann  27.09.2026

München

»Ihr Licht ist nicht verloschen«

Die Frauen-Mikwe der Gemeinde trägt seit Kurzem den Namen von Rebbetzin Shoshana Brodman

von Luis Gruhler  27.09.2026