Berlin

Lehrerin und Heimatforscher mit Obermayer Awards ausgezeichnet

Daniel Burmann (l-r), Sandra Butsch, Rainer Klemke, Ellen Grünwald, und Elke Banabak, Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V. sitzen bei der Verleihung der Obermayer-Awards 2026 Foto: picture alliance/dpa

Die US-amerikanischen Obermayer Awards für die Bewahrung jüdischer Geschichte sind am Sonntag in Berlin an vier Personen und eine Initiative in Deutschland verliehen worden. Die Preisträgerinnen und -träger kommen aus Bayern, Berlin, Brandenburg und zweimal aus Baden-Württemberg, wie die Organisation Widen the Circle der US-amerikanischen Obermayer-Stiftung mitteilte. Die Auszeichnungen wurden im Jüdischen Museum Berlin überreicht.

Geehrt wurden der Heimatforscher Daniel Burmann aus dem fränkischen Markt Berolzheim (Bayern), der die Geschichte der jüdischen Gemeinde in seinem Heimatort aufgeschrieben hat, die Lehrerin Sandra Butsch aus Au in Baden-Württemberg, die sich für die Erinnerung an jüdische NS-Opfer und Mitglieder des Widerstands einsetzt, und die Erzieherin Ellen Grünwald aus Eberswalde, die eine Vielzahl von Erinnerungsprojekten in der Stadt initiiert hat.

Einsatz für jüdische Geschichte

Weitere Preise gingen an den früheren Referatsleiter in der Berliner Senatskulturverwaltung, Rainer Klemke, unter anderem für die Initiierung der »berlinHistory«-App, sowie an die Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V. in Stuttgart. Das Hotel war zwischen 1933 und 1945 Sitz der dortigen Gestapo-Zentrale.

Die Obermayer Awards werden seit 2000 rund um den Holocaust-Gedenktag am 27. Januar vergeben. Ins Leben gerufen wurden sie von dem US-Unternehmer Arthur S. Obermayer (1931-2016). Geehrt werden Menschen und Organisationen, die sich für jüdische Geschichte und gegen Hass und Antisemitismus engagieren. Dotiert waren sie zuletzt mit jeweils 1.000 Euro. epd

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