Kompakt

Kiddusch und Makkabi-Spiele

Synagoge Roonstraße in Köln Foto: imago

Köln

Die Synagogen-Gemeinde Köln bietet wieder Kidduschim nach den Schabbatgottesdiensten an. Dabei seien strenge Hygieneregeln einzuhalten, teilte die Gemeinde mit. Grundsätzlich müssen sich Beter zur Teilnahme an jedem Gottesdienst und Kiddusch einzeln anmelden. Im Gebäude herrsche strenge Abstands- und Maskenpflicht. Der Gemeindesaal ist durch den gekennzeichneten Eingang zu betreten und durch den Ausgang zu verlassen. Für Familien sind extra Tische in den Nischen reserviert. Bis zum Erreichen des Tisches muss die Maske getragen werden. Für Netilat Jadajim müssen die Masken wieder aufgesetzt werden, Abstandsmarkierungen zeigen an, wo sich die Beter beim Warten auf das Händereinigen aufhalten dürfen. Der Weg zurück sei durch Markierungen an den Wänden gekennzeichnet, so die Gemeinde. Man freue sich nach einem erfolgreichen Testlauf über die Möglichkeit, den Kiddusch wieder anbieten zu können, betont der Vorstand. Allerdings könne dies nur geschehen, wenn die Regeln eingehalten werden. »Wir werden hierbei von den Behörden kontrolliert.« ja

Düsseldorf

Die wegen der Corona-Pandemie verschobenen Makkabi Deutschland Games (MDG) sollen nun im Mai 2021 nachgeholt werden. Das teilte der Vizepräsident von Makkabi Deutschland, Jonathan Ben-Shlomo, mit. Möglich sei dies vor allem wegen der Förderung durch das Bundesinnenministerium, das Land Nordrhein-Westfalen und den Zentralrat der Juden. Stattfinden sollen die Spiele vom 12. bis 16. Mai auf dem Gelände des Sportparks Niederheid. Die Nationalen Makkabi-Spiele gibt es seit 1996, sie werden alle vier Jahre in einer anderen deutschen Großstadt abgehalten. Start war vor 24 Jahren mit rund 400 Sportlern in Duisburg. Für das kommende Jahr werden 700 Aktive in 15 Sportarten und 25 Disziplinen erwartet. »Makkabi Deutschland ist stolz darauf, eine interkulturelle Veranstaltung im Sinne demokratischer Werte wie Sportsgeist, Fairness und respektvolles Miteinander zu organisieren«, betont Ben-Shlomo. Neben den Sportveranstaltungen werde es einen bunten Eröffnungsabend mit Show-Acts und Begrüßungsreden der Organisatoren und Förderer geben. Inklusive Sportarten sind für Makkabi selbstverständlich. Auch für Zuschauer wird das Gelände barrierefrei sein. Zwei besondere Gäste werden die nationalen Spiele beehren: Shaul Ladany, der das Olympia-Attentat von 1972 überlebte, und der Holocaust-Überlebende Zvi Cohen, der 1943 in Theresienstadt geboren wurde. Die Planung sehe derzeit vor, ihn am 12. Mai, am Anreisetag der Junioren, begrüßen zu können. Das Gespräch gerade mit jugendlichen Sportlern liege ihm sehr am Herzen. ja

Dessau-Roßlau

Buch zur jüdischen Geschichte Anhalts vorgestellt

Ein neues Buch informiert über jüdische Orte in Anhalt und soll zum Besuch anregen

 16.01.2026

Weimar

Trauer um Raymond Renaud

Der französische Überlebende des NS-Konzentrationslagers Buchenwald wurde 102 Jahre alt

 15.01.2026

Antisemitismus

Schriftstellerin Funk lebt lieber in Tel Aviv

Künstlerinnen und Künstler aus Israel klagen seit Langem über Schwierigkeiten in Deutschland

 15.01.2026

Hamburg

Espresso für die Seele

Der Jugendkongress der ZWST und des Zentralrats ist für viele das Highlight des Jahres. Hier findet eine Generation, die gestalten möchte, Impulse, Gespräche und Resilienz

von Eugen El  15.01.2026

Makkabi

Slalom und Schabbat

Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen in diesem Jahr zur Wintersport Week in die Südtiroler Alpen

von Helmut Kuhn  15.01.2026

Leipzig

»Jeder Hass macht blind«

Das koschere Café »HaMakom« wurde in der vergangenen Woche angegriffen. Was genau ist passiert? Fragen an den Eigentümer

von Katrin Richter  15.01.2026

Mainz

Neue Ausstellung erinnert an Synagogen, Rabbiner und Matzenbäcker

Vom uralten Grabstein bis zum KI-generierten Rabbiner-Avatar reicht die Spannweite. Die Ausstellung »Shalom am Rhein - 1000 Jahre Judentum in Rheinland-Pfalz« im Landesmuseum Mainz präsentiert so umfangreich wie nie das jüdische Erbe im Land

von Karsten Packeiser  15.01.2026

Hessen

Brandanschlag auf Gießener Synagoge: Was bislang bekannt ist

Ein 32-Jähriger setzte vor der Beith-Jaakov-Synagoge einen Papiercontainer in Brand und zeigte den Hitlergruß. Er wurde von der Haftrichterin in die Psychiatrie eingewiesen

von Michael Thaidigsmann  15.01.2026

Thüringen

Juden fordern klare Haltung zu Iran-Protesten

Der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde in Thüringen, Reinhard Schramm, zeigt sich solidarisch mit den Demonstranten im Iran und wirbt für deren Unterstützung

 14.01.2026