Meet a Rabbi

Jüdisches Kulturschiff tourt durch Brandenburg

Die MS Goldberg im Heimathafen Spandau Foto: Foto: Finnegan Koichi Godenschweger

Das jüdische Kulturschiff MS Goldberg tourt wieder durch Brandenburg. Nach dem Start am 3. April in Eisenhüttenstadt seien sechs weitere Stationen in Frankfurt an der Oder, Schwedt, Potsdam, Brandenburg an der Havel, Rathenow und Wittenberge geplant, teilte das MS-Goldberg-Team am Mittwoch in Berlin mit. Das jüdische Kulturschiff geht an den Stationen jeweils einige Tage vor Anker. Die Tour soll bis zum 2. Juni laufen.

Dank einer Förderung durch die Koordinierungsstelle »Tolerantes Brandenburg« könne die MS Goldberg jüdische Kunst und Kultur bei freiem Eintritt präsentieren, hieß es. Auf dem Programm stehen unter anderem ein Theaterkonzert mit traditioneller und elektronischer Musik, Lieder und Romanzen des in Brandenburg geborenen Komponisten Giacomo Meyerbeer (1791-1864), eine Tucholsky- und eine Friedrich-Hollaender-Revue sowie ein Kurt-Weill-Abend.

Unter dem Titel »Meet a Rabbi« werden den Angaben zufolge an sechs Stationen auch Workshops angeboten. Schülerinnen, Schüler, junge Erwachsene und andere Interessierte könnten dort »im Austausch mit einem Rabbiner oder einer Kantorin etwas über jüdisches Leben erfahren und vielleicht ein paar Klischees loswerden«. Zu den Workshops wird in Eisenhüttenstadt, Frankfurt an der Oder, Schwedt, Potsdam, Rathenow und Wittenberge eingeladen. epd

Berlin

Lehrerin und Heimatforscher mit Obermayer Awards ausgezeichnet

Seit dem Jahr 2000 verleiht die US-amerikanische Obermayer-Stiftung jährlich einen Geschichtspreis an Heimatforscher und Gedenk- und Aufarbeitungsprojekte in Deutschland. In diesem Jahr wurden vier Personen und eine Initiative geehrt

 01.02.2026

Porträt der Woche

Willkommen zu Hause

Laurette Dassui wuchs in Paris auf und entdeckte in Berlin ihr Jüdischsein neu

von Gerhard Haase-Hindenberg  01.02.2026

München

Wege aus dem Hass

Der amerikanisch-israelische Psychologe Dan Ariely und Guy Katz sprachen im »Prof-Talk« über Antisemitismus aus unterschiedlicher Perspektive

von Esther Martel  31.01.2026

Politik

Aus ihren Leben

Die Ausstellung »An eine Zukunft glauben ...« stellt jüdische Biografien der parlamentarischen Gründergeneration vor

von Katrin Richter  30.01.2026

München

Brandstifter von jüdischem Altenheim 1970 womöglich ermittelt  

56 Jahre nach einem Anschlag auf ein jüdisches Altenheim in München verdächtigen Ermittler nun einen schon verstorbenen Neonazi. Was sie auf dessen Spur führte

von Hannah Krewer  30.01.2026

Interview

»In eine Synagoge bin ich das erste Mal in Deutschland gegangen«

Ab den 90er-Jahren fingen viele sowjetische Juden in Deutschland noch einmal von vorn an. Sind sie angekommen? Ein Gespräch über Flüchtlingsheime, nicht anerkannte Diplome und die Wiederentdeckung jüdischer Traditionen

von Mascha Malburg  29.01.2026

Meinung

Die Täter müssen sich schämen

Ein Missbrauchsskandal erschüttert derzeit die jüdische Gemeinschaft Deutschlands. Wer solche Taten besser verhindern will, muss Betroffene in die Lage versetzen, angstfrei über ihre schrecklichen Erfahrungen sprechen zu können

von Daniela Fabian  29.01.2026

Urteil

Fristlose Kündigung eines Rabbiners bestätigt

Die Jüdische Gemeinde Berlin hatte im Sommer 2023 einem Rabbiner wegen sexueller Übergriffigkeit fristlos gekündigt. Eine Klage des Mannes dagegen wurde jetzt auch in zweiter Instanz zurückgewiesen

 29.01.2026

Holocaust-Gedenktag

»Mama, wo sind all die Menschen?«

Tova Friedman sprach im Deutschen Bundestag über ihre Deportation nach Auschwitz, das Grauen im KZ und darüber, was das Überleben mit ihr gemacht hat. Wir dokumentieren ihre Rede

von Tova Friedman  28.01.2026