ITB Berlin

»Jeder kann nach Israel reisen«

Uri Sharon Foto: pr

Herr Sharon, womit hoffen Sie, auf der Internationalen Tourismus-Börse Besucher zu begeistern, die noch nie in Israel waren?
Einer unserer Schwerpunkte 2018 ist wie auch schon im Vorjahr »Two Cities. One Break«, also Kurzreisen nach Tel Aviv und Jerusalem. Die Kampagne läuft mit hervorragender Resonanz, denn sie ist jung, frisch und macht einfach Lust auf diese beiden Städte. Das sehen wir an den hohen Besucherzahlen – auch aus Deutschland.

Wie reisen Deutsche nach Israel?
Da passieren gerade zwei Dinge. Zum einen wächst die Zahl der Individualreisenden – 80 Prozent der Gesamtbesucher aus Deutschland reisen auf eigene Faust nach Israel. Und fast die Hälfte aller Reisenden sind Wiederkehrer – wer einmal in Israel war, probiert beim nächsten Besuch etwas Neues aus. Viele nutzen dabei die Angebote von »Cities Break«, aber auch Aktivurlaub wie Wandern, Tauchen, Radfahren sowie Event- und Kulturreisen mit Fokus auf Musik, Essen, Kunst. Wegen der hohen Flugdichte und des Spielraums bei den Preiskategorien kann man jetzt auch für kürzere Zeiträume nach Israel reisen – übers Wochenende, für ein paar Tage. Diese Möglichkeit ist für viele Urlauber eine Entdeckung.

Wie kommt es, dass sich neben Klassikern wie »Wiege der Weltreligionen« und »Totes Meer« auch immer mehr hobbybezogene Themenurlaube durchsetzen?
Die Klassiker bleiben im Trend. Parallel dazu sehen die Leute, dass Israel näher liegt, als sie dachten, hauptsächlich wegen des gestiegenen Flugangebots. Allein diesen Sommer wird es rund 90 Direktverbindungen geben, von regulären Fluggesellschaften bis zu Low-Cost-Airlines. Diese Bandbreite und das damit wachsende Angebot an Kapazitäten und Preisklassen eröffnen neue Reisemöglichkeiten für jede Zielgruppe. Israel ist für alle erreichbarer geworden – jeder kann dorthin reisen. Ein weiterer Grund ist die große Anziehungskraft von Tel Aviv auf junge Leute, aber auch auf Kultur-, Themen- und Event-Touristen. Und wenn man schon in Tel Aviv ist, fährt man auch nach Jerusalem.

In diesem Jahr dreht sich bei der ITB alles um das Thema Wüste. Wieso gerade dieser Fokus?
Das hat mehrere Gründe. Seit einem halben Jahr landen mehr Europäer dank neuer Flugverbindungen in Eilat – bis Mai rechnen wir mit etwa 280.000 Reisenden. Man kann jetzt also die Wüste direkter erschließen – kombiniert mit einem Badeurlaub in Eilat oder Ausflügen nach Jerusalem und Tel Aviv. Die Region im Süden ist viel leichter zugänglich, das umso mehr, wenn im Herbst 2018 der neue Flughafen »Ramon« bei Eilat eröffnet wird.

Welche Anreize erwarten ITB-Besucher in Halle 4.2?
Wir werden eine Wüsten-Happy-Hour mit israelischem Bier haben und einen »Shuk« – einen Wüstenmarkt – mit Granatäpfeln, Datteln und Orangen. Besucher können mit 3D-Brillen virtuell den Ramonkrater entdecken und an einer Verlosung für zwei Personen teilnehmen – die Gewinner fahren für drei Tage in die Wüste. Und natürlich kann man gutes israelisches Essen kosten: Hummus, gefüllte Weinblätter, Burekas mit Käse, verschiedene Häppchen – das sind unsere Highlights.

Mit dem Direktor des Staatlichen Israelischen Verkehrsbüros sprach Katharina Schmidt-Hirschfelder.

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