Ermittlungen

Israelin in Bayern vermisst

Die 23-jährige Israelin Yam Levy wird seit knapp einer Woche in den Allgäuer Bergen vermisst. Sie war seit vergangenem Montag Gast im Immenstädter Hotel »Drei König« und in der Region unterwegs. Eigentlich hatte sie am Donnerstag abreisen wollen, war aber nach Angaben des Hotels bereits seit Dienstag verschwunden. Zuletzt war sie am Dienstagmorgen beim Frühstück gesehen worden. Als sie am Donnerstag nicht wie vorgesehen auscheckte, verständigten Mitarbeiter des Hotels die Polizei.

Levy, die aus dem Dorf Lapid bei Modiin stammt, war vor zwei Wochen nach Deutschland gereist, um auf eigene Faust im Allgäu zu wandern, und stand in regelmäßigem Kontakt mit ihren Eltern, bis diese nichts mehr von ihr hörten. Im Hotel hatte sie angegeben, in Richtung Nebelhorn nach Oberstdorf beziehungsweise ans Söllereck zu wollen.

Hinweise Nach Polizeiangaben wurde die Vermisste am Mittwochnachmittag in der Nähe des Kemptener Naturfreundehauses, einer Berghütte in der Nähe von Immenstadt, in Begleitung zweier junger Männer und einer jungen Frau gesehen. Von dort aus sei die Gruppe in Richtung des »Alpsee-Coaster«, einer Rodelbahn, aufgebrochen. Ein dortiger Mitarbeiter will die Frau erkannt haben. Danach verliert sich die Spur von Yam Levy.

Am Freitag trafen Levys Eltern in Begleitung von zwei Mitarbeitern des israelischen Außenministeriums in Deutschland ein, um nach ihrer Tochter zu suchen. Levys Vater Erez sagte im israelischen Armeeradio, sie habe noch am Dienstag Fotos an eine Freundin geschickt. Dies sei ihr letztes Lebenszeichen gewesen.

Ihre Schwestern Almog und Gal Levy haben inzwischen eine Facebook-Gruppe (www.facebook.com/groups/579731358752965) eingerichtet, mit der sie um Mithilfe bei der Suche nach Yam Levy bitten. Die Polizeidienststelle Immenstadt bittet ebenfalls um Hinweise aus der Bevölkerung zum Verbleib von Levy und zur Identität ihrer Begleiter (Tel.: 08323/9610-0). Yam Levy ist etwa 1,65 Meter groß, hat schulterlange dunkle Haare und wurde zuletzt mit Kniebundhose und Rucksack gesehen. ja

Ehrung

Ein pflichtbewusster Optimist

Fritz Neuland war einer der Wiederbegründer und später Präsident der Münchner Kultusgemeinde. Nun ist eine Straße nach ihm benannt

von Esther Martel  16.03.2026

Auftakt

Schutzversprechen für die jüdische Gemeinschaft

Im Alten Rathaus am Marienplatz begann die Münchner »Woche der Brüderlichkeit« 2026

 16.03.2026

Dresden

Stimme der Aufklärung

Die 90-jährige Schoa-Überlebende Renate Aris erhält für ihr Engagement als Zeitzeugin das Bundesverdienstkreuz

 15.03.2026

Berlin

Signale am Gleis 17

Aktivisten möchten aus dem ehemaligen Bahnwärterhaus eine Info-Werkstatt zur Schoa machen

von Christine Schmitt  15.03.2026

Porträt

Im Einsatz für andere

Jutta Josepovici arbeitete für die ZWST und die Frankfurter Jüdische Gemeinde

von Eugen El  15.03.2026

Leipzig

In sichere Hände

Die Israelitische Religionsgemeinde bekommt eine hebräische Bibel von 1906 geschenkt

von Thyra Veyder-Malberg  14.03.2026

Tel Aviv

Irgendwie Alltag – bis zum Alarm

Eigentlich wollte Jacob Horowitz nur den Halbmarathon in Tel Aviv laufen. Doch dann begann der Krieg mit dem Iran. Wie sich die vergangenen Wochen zwischen Purim, Schutzraum und verschobener Evakuierung anfühlen, das hat er für uns aufgeschrieben

von Jacob Horowitz  12.03.2026

Sport

Vereint am Ball

Jüdische Hobby-Fußballer feiern ihre Gemeinschaft – und möchten in schwierigen Zeiten ein Zeichen setzen

von Christine Schmitt  12.03.2026

Berlin

Interaktives Projekt zur jüdischen Geschichte des Scheunenviertels

Im Scheunenviertel in Berlin-Mitte gibt es seit Mittwoch zehn Straßenmarkierungen auf Jiddisch, Deutsch und Englisch. Über ein interaktives Erinnerungsprojekt wird so an die jüdische Geschichte der Spandauer Vorstadt erinnert

von Markus Geiler  11.03.2026