Hanau

Im Amt bestätigt

Die Rabbiner Yehuda Pushkin, Avichai Apel und Zsolt Balla (v.l.) Foto: ORD

Die Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland (ORD) hat ihren amtierenden Vorstand, Rabbiner Avichai Apel aus Frankfurt, Rabbiner Zsolt Balla aus Leipzig und Rabbiner Jehuda Puschkin aus Esslingen, im Amt bestätigt.

Den Vorstandsbeirat bilden Rabbiner Yaakov Ebert (Würzburg), Rabbiner Shimon Großberg (Hanau), Rabbiner Avraham Radbil (Osnabrück), Rabbiner Julian-Chaim Soussan (Frankfurt). Das ist das Ergebnis der Wahlen der ORD-Mitgliederversammlung, die am Sonntag im hessischen Hanau zusammenkam.

Seelsorge Wie die ORD mitteilte, ging es bei dem Treffen auch um das Thema Seelsorge. Die Rabbiner beschäftigten sich zudem mit aktuellen Fragen, wie der steigenden Verunsicherung in Bezug auf die politischen Entwicklungen, von der Gemeindemitglieder berichten.

»Zum einen befürchten viele bei einigen Flüchtlingen einen starken Antisemitismus. Zum anderen ist es das Erstarken des Rechtspopulismus, dessen häufig undifferenzierte und fremdenfeindliche Töne Anlass zur Sorge geben«, heißt es in der ORD-Mitteilung. Zudem hätten die Rabbiner ihre Solidarität mit den Opfern der Brände in Israel ausgedrückt und über Hilfsmaßnahmen gesprochen, die in den jeweiligen Gemeinden umgesetzt werden.

Die ORD ist die Vereinigung orthodoxer Rabbiner in Deutschland. Sie wurde 2003 gegründet und hat 53 Mitglieder. ja

Programm

Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 4. November bis zum 12. November

 04.11.2026

München

20 Jahre Ohel-Jakob-Synagoge: Merz, Aigner und Söder beim Festakt

Am 9. November 2006 wurde die Synagoge Ohel Jakob eröffnet - als Zeichen für die Rückkehr jüdischen Lebens ins Herz Münchens. Den 20. Jahrestag feiert die Kultusgemeinde mit einem Festakt. Erwartet werden prominente Gäste, etwa Bundeskanzler Merz

 03.11.2026

Sachsen-Anhalt

Lotto fördert Dachsanierung der Synagoge in Gröbzig

Die jüdische Gemeinde in Gröbzig entstand im 17. Jahrhundert nur wenige Kilometer entfernt von der anhaltischen Residenzstadt Köthen. Die 1796 errichtete klassizistische Synagoge wird seit 1934 als Museum genutzt

 03.11.2026

Frankfurt

Jüdische Akademie soll »Haus der Zukunft« sein

In der ersten Diskussionsrunde der neuen Jüdischen Akademie in Frankfurt stieß ein Wunsch angesichts von Antisemitismus und innerjüdischer Differenzen auf große Zustimmung: Die Akademie soll ein »Haus der Zukunft« sein

 03.11.2026

Verantwortung

Abschied und Neuanfang

David Beck übernimmt als Nachfolger von Andreas Franck das Amt des Zentralen Antisemitismusbeauftragten der Bayerischen Justiz

von Luis Gruhler  02.11.2026

Feier

»Ein Zuhause«

Es war ein bewegender Moment: Nach langer Planung öffnete die bundesweit wirkende Jüdische Akademie in Frankfurt ihre Türen. Mit Prominenz, rabbinischem Segen - und eindringlichen Worten gegen Antisemitismus

von Leticia Witte  02.11.2026

Eröffnungsrede

»Raum geben für Differenzierung«

Zentralratspräsident Josef Schuster skizzierte in seiner Rede zur Eröffnung der Jüdischen Akademie, welche Rolle sie in der Gesellschaft spielen soll. Wir dokumentieren die Ansprache im Wortlaut

von Josef Schuster  02.11.2026

Baustelle der Jüdischen Akademie an einer Straße in Frankfurt am Main

Ort jüdischen Denkens

Jüdische Akademie öffnet in Frankfurt

Es soll ein Ort des Diskurses und der Begegnung sein: In Frankfurt wird die Jüdische Akademie feierlich eröffnet

 02.11.2026

Frankfurt am Main

Ort jüdischen Denkens

Es ist die erste Institution dieser Art in der Bundesrepublik. Was hat es damit auf sich?

 02.11.2026